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Review: Homerun |
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Album:
| | BLACK WORLD, 2011, Tanzan |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | U.B., 06.01.2012 |
Review:
| | Aus dem Pizza Land Italien schicken sich Homerun an den Musikmarkt zu erobern. Einst firmierte die Truppe unter dem Namen Dead Poets und wurde bereits 2000 gegründet. Nach der EP „SOME 1“ änderte man den Bandnamen um in Homerun, eine Hommage an das gleichlautende Album von 2001 der Schweizer Hard Rock Formation Gotthard. Stilistisch bewegen sich die Italiener nun auch genau in der Sparte ihrer Vorbilder aus der Schweiz, Melodic Hard Rock hat man sich auf die Fahne geschrieben. Nach dem Debüt DON´T STOP ist BLACK WORLD das zweite Album. Zwischen den beiden CDs gab es mehrere Besetzungswechsel. Matteo Albanelli Vocals, Valerio Castiglioni Gitarre, Andrea Ringoli Gitarre, Walter Borelli Keyboard, Paolo Luoni Bass und William Battiston Drums ist das jetzige Lineup. Wurde man aus Bella Italia in den letzten Jahren förmlich mit Power Metal Acts überschüttet so ist bei Homerun wie erwähnt der Hard Rock angesagt. Das Info Blatt zur Promo vermutet das mit BLACK WORLD sogar der, Zitat: "große Wurf auch außerhalb Italiens gelingt". Starke Worte, mal sehen wie sich Homerun schlagen. Kommt der Begriff Home Run doch aus dem Baseball und bedeutet, dass dem Pitscher ein so guter Schlag gelungen ist der ihm ermöglicht alle Male abzulaufen und für sein Team kräftig zu punkten.
"Silence is broken" zeigt Homerun noch mit von der besten Seite. Die Instrumente spielen schön gleichberechtigt ohne das sich einer der Musiker in den Vordergrund drängt. Das ist Hard Rock mit einigen Ecken und Kanten, nicht glatt poliert und daher von der Stimmung nicht schlecht. Nur der Gesang fällt recht quäckig aus und zerstört so einiges.
"No more" ist deutlich düsterer mit dunklen Gitarrenklängen. Die Keyboards halten sich zurück, dienen eher als Begleitung. Die Melodie dümpelt leider so vor sich hin, da fehlen ein paar Höhepunkte.
"As we do before" eine Ballade besitzt ein gute Melodie und das Piano sorgt für eine dichte Atmosphäre die durch Keyboard Streicher sogar noch besser wird. Nur die Vocals verhunzen die Sache am Ende doch noch.
Vom Rest sind erwähnenswert das balladeske "Our Love Song" mit guten Gitarrensoli, das Titelstück "Black World" das kraftvoll mit schönem Groove daherkommt und die Ballade "Princess of Time". Das Stück startet mit akustischer Gitarre, besitzt eine prima Melodie mit dezentem Piano im Hintergrund. Ab der Mitte wird der Song dann intensiver hin in Richtung Power Ballade durch den stärkeren Einsatz der Gitarren.
"The golden Cage" ist unruhig, weniger eingängig und leicht progressiv.
Auf "Lipstick" gefällt mir das Bass Intro und die kräftig abrockenden Gitarren.
"Intoxication of Love" und "Another Reason to" sind rotzig freche Rocker die aber leider an den eingeschränkten Vocals leiden.
Fazit: Das BLACK WORLD der angekündigte große Wurf ist wage ich ganz entschieden zu bezweifeln. Vieles auf dem Album hat man zum Beispiel von Journey, Night Ranger, Foreigner, Toto oder eben Gotthard schon ähnlich gehört und besser noch dazu. Den Songs fehlt der letzte Schliff, tolle Melodien die sich im Ohr festsetzen. Vor allem aber fehlt der Band ein vernünftiger Sänger. Oder um es anders auszudrücken, Matteo Albarelli hat eine leicht raue Stimme die quitschig quäkig ist wie die gelbe Gummiente in der Badewanne von Herrn Müller-Lüdenscheidt. In den Höhen wirkt die Stimme zudem angestrengt und überfordert. Bereits nach wenigen Stücken nervt der Gesang einfach. Die sparsam eingesetzten Backing Vocals der anderen Bandmitglieder können da auch nichts mehr raus reißen. Die Songs selber sind größtenteils gut wenn auch nichts Außergewöhnliches. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente. Die Keyboards werden nur dezent eingesetzt und die Untermalung bekommt den Stücken. Die Gitarrensoli sind solide da gibt es nichts zu meckern. Die Produktion könnte dagegen etwas voller klingen und mehr Druck vertragen. Gut ist die Vielseitigkeit der Band, neben knackigen Rock Songs sind auch Balladen vertreten. Die meisten Stücke sind Mid-Tempo und eingängig. Warum man das Album gerade BLACK WORLD getauft hat ist mir ein Rätsel, der Titel reflektiert in keinster Weise die Musik der Italiener. Die Spielzeit ist mit über 50 Minuten in Ordnung. Schade, aber mit einem besseren Frontmann wäre deutlich mehr drin gewesen. |
Anspieltipps:
| | "Silence is broken", "Black World", "Princess of Time", "Lipstick" |
Tipp:
| | Wer auf Melodic Hard Rock steht, speziell auf Gotthard, sollte hier reinhören aber bitte keine Vocals wie vom leider bereits verstorbenen Steve Lee erwarten. |
Titel-Liste:
| | - Intro
- Silence is broken
- No more
- As we do before
- Ephemeral Light
- Our Love Song
- Black World
- Princess of Time
- The golden Cage
- Lipstick
- Intoxication of Love
- Firefly
- Another Reason to
- - - Bonus Track - - - - No more (Accoustic Version)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.homerunrock.it  |
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