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Review: Hot Leg |
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Album:
| | RED LIGHT FEVER, 2009, Barbecue Rock |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 09.12.2009 |
Review:
| | Schon nach den ersten Tönen des neuen Albums RED LIGHT FEVER ereilt mich ein massives Dejá Vu. Kein Wunder, denn der Urheber, die Band Hot Leg ist die konsequente stimmliche und auch musikalische Fortführung von The Darkness. Ungeachtet aller bandinternen Schwierigkeiten, die im Vorfeld von Justin Hawkins Bulemie-Behandlung damals auf die Band The Darkness eingestürmt waren, die schließlich mit der Trennung von seinem Bruderherz Dan endete, der ohne Justin sein Glück mit der Band versuchen wollte, meldet sich der wiedergenesene und erstarkte Justin nun zurück.
An seiner Seite bilden Gitarrist Pete Rinaldi, Bassist Samuel Strokes und Drummer Darby Todd die anderen Dreiviertel des Quartetts Hot Leg. Außer der neuen Mannschaft und dem neuen Namen ist jedoch alles beim Alten geblieben. Und das ist nicht nur so dahin gesagt, sondern wortwörtlich zu verstehen. Alle Songs triefen immer noch nur so vor bissigen und schlüpfrigen Inhalten, bewegen sich musikalisch wie eh und je auf einem melodischen Pfad mit einem Mix aus AC/DC und Queen. Justin erklimmt immer noch mühelos die höchsten Oktaven und selbst die Vorliebe für leichtbekleidete Damen auf dem Cover-Artwork erinnert ebenso wie Justins blonde Mähne selbst an die guten alten Zeiten.
Flotte melodische Riffs im AC/DC-Style sorgen beim Opener "Chickens" schon nach wenigen Augenblicken für das bestens bekannte The Darkness-Retro-Feeling und es vergeht auch keine Minute bis Justins Stimme die Oktavobergrenze erklommen hat. Abgesehen von ein paar kleineren Synthie-Spielereien ein gelungerner rockiger Einstieg, wie man ihn sich nicht besser vorstellen hätte können.
Mit "You can't hurt me any more" geht etwas weniger temporeich weiter, jedoch mit bekanntem Strickmuster. Rockiger Grundtonus, melodischer Mitgröhl-Refrain und ein diesmal leicht im Oktavumfang limitierter Justin, der während des Gitarren-Solos nicht zum letzten Mal Brian May seinen Tribut zollt.
Groovenden Boogie Rock und eine Justin in den höchsten Oktavgefielden gibts satt auf die Lauscher bei "Prima Donna", das ebenfalls etwas aus dem Standard Schema fällt und vom Songwriting auch den Langbärten von ZZTop gut zu Gesicht stehen würde.
Mit wenigen Ausnahmen behält auch der rockige AC/DC-Style die Oberhand und wird lediglich bei den beiden Queenlastigen Songs "Trojan Guitar" und dem Schlusstrack "Kissing in the Wind" oder dem modernen poporientierten "Cocktails" in den Hintergrund gedrängt.
Fazit: Wer sehnsüchtig auf neues musikalisches Lebenszeichen des extrovertierten Justin 'Dave' Hawkins gewartet hat, wird hier zu 100% bedient. Selten habe ich einen solch überzeugenden Wiedereinstieg erleben können, wie bei diesem Album. Auch wenn die Songs musikalisch auf gleiche Wurzeln zurück greifen, so ist doch die Liebe zum Detail erkennbar. Hier wurde nicht einfach noch herunter gespielt, sondern gezielt arrangiert und gefeilt. Wenn Synthie, dann passend, wenn ein Break, dann auch bewusst und nicht als Lückenbüßer.
Bei solch einer überzeugenden Performance vergisst man fast, dass es sich abgesehen vom Chef persönlich um eine völlig andere Band handelt, zeigt aber auch, welchen großen Einfluss Justin offensichtlich auch bei seiner früheren Band The Darkness hatte, denn sonst wäre eine so offensichtliche Nähe nicht erklärbar.
Wäre die Spieldauer nur etwas üppiger ausgefallen so hätte es sicherlich die Höchstnote gegeben. Knappe 36 Minuten sind aber einfach nicht ganz zeitgemäß. |
Tipp:
| | Für Justin Hawkins bzw. The Darkness-Fan ein Pflichtkauf und wer dem Glam Rock der 70er nicht ganz abgeneigt ist oder einfach nur stimmliche Höhenflüge erleben möchte, wird hier erstklassig bedient. |
Titel-Liste:
| | - Chickens
- You can't hurt me any more
- Ashamed
- I've met Jesus
- Trojan Guitar
- Cocktails
- Gay in the 80s
- Prima Donna
- Whichever Way you wanna give it
- Kissing in the Wind
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.teamhotleg.com  |
Probehören und Kaufen:
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