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Review: House Of Lords |
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Album:
| | BIG MONEY, 2011, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 07.10.2011 |
Review:
| | Seit der Reunion im Jahr 2006 und dem damals veröffentlichten Album WORLD UPSIDE DOWN geht es mit der Band um Mastermind James Christian, House of Lords, stetig bergauf. Alle nachfolgenden Alben konnten den hohen Erwartungen gerecht werden und hielten mühelos das hohe Niveau des Neuanfangs. Wie schwierig das ist, zeigen unzählige Negativbeispiele anderer Bands, die einen fulminanten (Neu-)Start hingelegt haben und dann einfach nur noch heiße Luft produzierten.
Ganz anders bei House of Lords, die immer ein glückliches Händchen für den gerade herrschenden Zeitgeist besaßen und ihre Songs entsprechend modern arrangierten, sich aber inhaltlich immer an der guten alten Zeit der 70er und 80er orientierten.
Das hat sich auch bei BIG MONEY nicht geändert, denn einige Songs sind textlich dem aktuellen Geschehen angepasst, jedoch musikalisch tief in den Ursprüngen des melodischen Hard Rock verwurzelt.
Bereits der Opener und gleichzeitig Titelsong "Big Money" beinhaltet beides. Aktueller Text verpackt in pompös arrangiertem soeben erwähnten melodischen Hard Rocks mit stampfendem Rhythmus, Wohlfühl-Refrain und fetten Chören. Ecken und Kanten ebenso wie melancholische Riffs verleihen dem Ganzen Authentizität. Den Rest besorgt erwartungsgemäß der souverän agierende Sänger James Christian.
"One Man down" schlägt mit Akustik-Gitarren einen etwas anderen leicht beschwingten Weg ein, der in Richtung eines Bryan Adams oder auch Bon Jovi zeigt, jedoch besonders im zweiten Abschnitt musikalisch deutlich aufwändiger und wuchtiger komponiert wurde.
Weiter geht es mit dem Gitarren-dominierten Up-Tempo-Rocker "First to cry", der die Band stellenweise auch in einem deutlich härteren Licht zeigt. Hier steht Abrocken und nicht Kuscheln auf dem Programm und lässt die guten alten Zeiten von Journeys "Wheel of the Sky" aufleben - wenn auch hier mit erhöhter Schlagzahl.
Ein bestechend dominanter Groove ist das Kennzeichen von "Searchin'", der schnell jede Zuhörerschaft zum Mitschwingen animieren sollte. Dank eines
"Living in a Dream World", was soll ich sagen? Hier leben die guten alten Zeiten eines "Kashmir" von Led Zeppelin wieder auf, denn unverkennbar haben sich House of Lords von den Riffs des Klassikers inspirieren lassen - wohlgemerk inspirieren und nicht zum Kopieren verleiten!
"Run for your Life" spielt mit Emotionen und überrascht mit interessanten Spannungsbögen, die den Song immer wieder einen etwas anderen Weg verfolgen lassen, als erwartet. Einmal mehr wurde ein kurzes aber knackiges Gitarren-Solo integriert, was insgesamt zu einer musikalischen Aufwertung führt.
Auch Balladenfreunde wurden bedacht und können sich an "The next Time I hold you" mit dem nötigen Pathos erfreuen. Ich hätte jedoch darauf verzichten können.
Fazit: Schon die wuchtige Produktion verhilft dem Album zu einem ganz besonderen Hörvergnügen. Kombiniert mit der gebotenen Leitung der einzelnen Protagonisten bleibt auch diesmal nur die Bestnote für ein weiteres rundum gelungenes AOR-Album zu vergeben. Mehr Worte erscheinen überflüssig und würden die Freunde melodischen Hard Rocks nur vom Hören des Albums abhalten. |
Tipp:
| | AOR-Freunde, die House of Lords noch nicht kennen, können hier bedenkenlos zugreifen. Genau so macht melodischer Hard Rock Spaß und glücklicherweise haben auch andere Bands wie Journey wieder Lust an der Musik gefunden, sodass noch mit reichlich Nachschub auf diesem Sektor zu rechnen ist. |
Titel-Liste:
| | - Big Money
- One Man down
- First to cry
- Someday when
- Searchin'
- Living in a Dream World
- The next Time I hold you
- Run for your Life
- Hologram
- Seven
- Once Twice
- Blood
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
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