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Review: Glenn Hughes |
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Album:
| | FIRST UNDERGROUND NUCLEAR KITCHEN (F.U.N.K.), 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 12.05.2008 |
Review:
| | Glenn Hughes gehört zu einer der Fossilien der Rock-Geschichte, die es immer wieder wissen möchten und tatsächlich mit erstklassiger Musik damals vor 30 Jahren wie auch heute überzeugen. Da frage ich mich dann manchmal, wie die musikalische Landschaft wohl aussehen wird, wenn es keine Glenn Hughes, Ian Gillans, Ronnie James Dios oder Biff Byfords geben wird, um nur einige zu nennen. David Coverdale hat seinen Zenit schon seit einigen Jahren überschritten und wird wohl in Kürze ausglühen wie ein weißer Zwerg nach einer Supernova. Richie Blackmore hat bereits den harten Klängen den Rücken gekehrt und sucht sein Heil in anderen Stilrichtungen, die ihm zumindest Spaß machen.
Es bleibt noch etwas Zeit für alle Fans der Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath-Ära, denn einige Musiker der alten Garde haben nicht nur Spaß daran, sondern auch die Qualitäten uns mit neuem Stoff zu versorgen.
Einer davon ist Sänger, Bassist und Songwriter Glenn Hughes, der 1973 gemeinsam mit David Coverdale zu Deep Purple stieß, als diese gerade die freien Plätze auffüllen mussten, die Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Glover hinterlassen hatten. Das erste Album an dem er beteiligt war, hieß BURN, welches für die Band damals ein neues Zeitalter einläutete.
Das ist lange her, aber die damaligen Einflüsse sind auch heute noch deutlich spürbar. Ebenso wie The Beatles, typisch amerikanischer Soul oder auch Rhythm&Blues ziehen sich wie ein roter Faden durch die Songs auf dem Neuling F.U.N.K..
In kurzen Worten könnte man einige der Songs, wie folgt beschreiben:
Der Opener "Crave" startet mit einer tierisch groovenden Mischung aus Rock und Funk, die sofort zum Mitnicken einlädt.
Für den Titelsong "First Underground Nuclear Kitchen" hat Glenn dann noch eine Spur Soul beigemischt und die Rock-Gitarren gänzlich durch eine Funky-Version ersetzt.
Das ruhige "Satellite", ein Lehrstück des Soul verführt schon nach wenigen Augenblicken zum Augenschließen und Träumen.
Unverkennbarer Rhythm&Blues-Groove verleiht dem ruhigen "We shall be free" bei aller Leichtigkeit eine erstaunliche Intensität.
Der ruhigste Song "Imperfection" lebt überwiegend von Glenns gefühlvollem Gesang, der untermalt wird durch farbenfrohe instrumentelle Akzente.
"Never say Never" mit seinem groovenden Rockthema setzt auf eine gewisse Härte, die von einem leichten R&B-Unterton und einem funky Refrain exzellent unterstrichen wird.
Auch wenn "Oil and Water" recht sanft mit einem psychedelischen Part beginnt, so steigert sich der Song zu einem funky Rocker, der mit ruhigen Breaks und interessanten Gitarren-Soli immer wieder für Überraschungen sorgt.
Glenn legt mit seinem klassischen Rocksong "Too late to save the World" noch schnell einen Zwischenspurt ein, bevor er dann sein Album mit sanften Soulklängen von "Where there's a will" beendet. Zwei Jahre nach MUSIC FOR THE DIVINE hat er es also erneut geschafft, ein prima Werk seines unentwegten Schaffens zu präsentieren - weiter so.
Fazit: Wer sich manchmal einfach gerne treiben lassen möchte, um abzuschalten und das Alltagsgeschehen auszublenden, der wird punktgenau bedient. Emotional vorgetragen, mit dezentem Groove, überwiegend melodischen Hooklines, aber auch klassischen Hard Rockern, bietet Glenn ein ausgewogenes Album, das sicherlich etwas mehr musikalische Bandbreite vom Zuhörer verlangt, dafür aber nicht gleich wegen Langeweile in den Tiefen der Regale verschwindet. Spätestens beim zweiten Durchlauf sollte man sich auch näher mit den Texten beschäftigen, denn es handelt sich stellenweise um sehr aktuelle Themen, für auch Glenn leider keine Universallösungen bieten kann. Ich hätte bestimmt nichts gegen etwas mehr "Rock" einzuwenden gehabt und was ein bisschen fehlt, sind wirkliche Ohrwürmer, aber das war vielleicht auch gar nicht die Absicht. |
Tipp:
| | Glenn Hughes-Fans bekommen genau das, was sie seit Jahren lieben gelernt haben. Alle anderen Musikbegeisterten, die mit Hard Rock, Soul und Funk nicht auf Kriegsfuß stehen, finden hier eine perfekte Verschmelzung. |
Titel-Liste:
| | - Crave
- First Underground Nuclear Kitchen
- Satellite
- Love Communication
- We shall be free
- Imperfection
- Never say Never
- We go to War
- Oil and Water
- Too late to save the World
- Where there's a will
- - - Video-Track - - - - Love Communication
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.glennhughes.com  |
Empfehlen:
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