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Review: Hunted |
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Album:
| | WELCOME THE DEAD, 2011, Massacre |
Stil:
| | Heavy Metal, Progressive Metal |
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | W.W., 28.07.2011 |
Review:
| | Und wieder ein Debüt-Album einer jungen Band via Massacre Records. Die Waliser Hunted legen mit WELCOME THE DEAD eine durchaus interessante Platte vor, die sich vor allem Metalheads zu Gemüte führen sollten, denen Progressive Metal mit hohen Vocals kein Dorn im Auge ist.
Das Intro "Welcome the Dead" kann man sich getrost in die Haare schmieren, Donnergrollen, Regen, ein bisschen diabolisches Gerede – nun ja, nach 79 Sekunden hat man es schon überstanden...
Und "The Silence of Minds" fordert mit sperrigem Riffing und zahlreichen Tempowechseln zum ersten Mal heraus. Die Vocals von Chris G. sind gewöhnungsbedürftig, auf jeden Fall. Recht hoch und mit einer Familienpackung Vibrato versehen, dürften sie wohl den einen oder anderen potentiellen Hörer abschrecken. Allerdings lenken die gelungene Instrumentierung und das souveräne Solieren an den Gitarren von Steve Barberini und Daniel Owen immer wieder davon ab – und irgendwann setzt ja auch der Gewöhnungseffekt ein, zumal der Gesang im Gesamtkontext durchaus passend und rein technisch auch ohnehin eine Klasse für sich ist.
"Chosen" überzeugt dann mit interessantem Songaufbau und einem gutklassigen Refrain, obwohl man sich wohl manchmal im Tempowechsel nicht so ganz einig zu sein scheint... Was indes auch hier wiederum überzeugt, ist die wirklich hochwertige Gitarrenarbeit, die anzuhören durchaus Spaß bereitet! Wie letzten Endes der gesamte Song – vor allem im rasanten Abschluss!
"Aria (In Memoriam)" beginnt langsam, steigert sich aber und rast teilweise im ICE-Tempo am Hörer vorbei, während das Solo wieder eher majestätisch-erhaben daherkommt. Schönes, überlanges Stück (fast neun Minuten!) mit wirklich tollem, dramatischem und spannendem Songaufbau, das leider wie das gesamte Album ein wenig unter der eher mittelmäßigen Produktion leidet. Das kann allerdings auch an der MP3-Qualität meiner Promo-CD liegen.
Zwar ist WELCOME THE DEAD sicherlich kein Album, das man einfach so nebenher anhören kann – zu vielschichtig und komplex sind die Songs letzten Endes – aber eine gewisse Eingängigkeit kann man den Insulanern kaum absprechen. Dass hierbei die großen Heroen die Amerikaner Nevermore sind, wird spätestens mit dem (gutklassigen) Cover deren Überhits "The Heart Collector" wohl dem Letzten klarwerden.
Und hier findet sich auch die Crux dieser Platte: Man merkt einfach noch zu deutlich die Qualitätsunterschiede im Songwriting, hört man sich neun Songs der Waliser an und bekommt dann als zehnten diese Göttergabe aus Amiland in Tönen serviert. Natürlich darf man hierbei nicht vergessen, dass Hunted mit WELCOME THE DEAD ihr Debüt vorlegen und dass sie dabei sehr viel sehr richtig und sehr gut machen.
Fazit: Als erstes Ohrenfutter sehr überzeugend – dennoch noch an vielen Stellen ausbaufähig! |
Anspieltipps:
| | "The Heart Collector" – weil es einfach eine musikalische Großtat ist, die dankenswerterweise von der Band nicht ruiniert wurde. Von den eigenen Songs überzeugt vor allem "Aria (In Memoriam)", "I want Nothing" und "Chosen". |
Tipp:
| | Nevermore sind natürlich ebenso großer Zaunpfahl wie Sanctuary. Aber überhaupt auch anspruchsvoller US-Power-Metal der Marke Iced Earth oder Jag Panzer (RIP!). |
Titel-Liste:
| | - Welcome the Dead (Intro)
- The Silence of Minds
- Chosen
- Aria (In Memoriam)
- The Incident
- Impaled
- Scars
- I want Nothing
- Shadows
- - - Bonus Track - - - - The Heart Collector
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/huntedrock  |
Probehören und Kaufen:
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