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Review: Ill Niņo |
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Album:
| | ENIGMA, 2008, Cement Shoes |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.U., 12.06.2008 |
Review:
| | Mit einer Verspätung von einem halben Jahr ist nun das neue Album ENIGMA der amerikanischen Band Ill Niņo im März 2008 erschienen. Diesmal unter dem neuen Label Cement Shoes Records, da man sich nach dem letzten Album ONE NATION UNDERGROUND von Roadrunner Records getrennt hatte. Es ist bereits ihr fünftes Studioalbum.
Mit brasilianisch und folkloristisch anmutenden Klängen beginnt der erste Song "The Alibi of Tyrants". Diese dauern jedoch nicht allzu lange und musikalisch kehrt man sehr schnell zu den typischen Klängen von Ill Niņo zurück. Der harte, brutale Gesang von Cristian Machado dominiert durchgehend. Auch wenn man zwischen zeitlich etwas ruhiger daherkommt, ist dies dennoch kein Zeichen von Schwäche.
"Pieces of the Sun" schließt sich an. Der Anfang klingt etwas verwirrend, aber glücklicherweise nur kurz. Die Melodie hat etwas an sich, was zu einem Ohrwurm werden kann. Den Rhythmus bringt man einfach nicht mehr aus den Gehörgängen. Nicht ganz so brutal wie zuvor, dafür wirklich sehr melodiös. So richtig zum Mitgrooven.
Nummer drei auf der CD ist der Song "Finger Painting (with the Enemy)". Der Anfang klingt mehr nach indischer Volksmusik (erinnert mich an den britischen Film "Kick it like Beckham"). Wie schon bei den Songs zuvor dauert diese Phase nur kurz und man kehrt relativ schnell zum eigentlichen Soundgefüge zurück. Zum Teil dominieren sehr harte Passagen, abgelöst von wieder mehr melodiösen Phasen. Ein Auf-und-Ab in den Gefühlen. Dennoch ein genialer Song, der es in sich hat.
"March against me" ist der nächste Track auf dieser CD. Fast in Disco-Manier startet dieser Song, untermalt von brasilianischen Klängen. Im Große und Ganzen ist es hier etwas ruhiger, etwas melancholischer. Der Song tendiert ein bisschen in Richtung Rockballade, jedoch noch eine Spur härter, eine Spur aggressiver. Der erste Song mit spanischen Textelementen.
Nun zu etwas härterem: "Compulsion of Virus and Fever" ist wieder ein Song von der richtigen Ill Niņo Soundstil. Hart, brutal und Cristian brüllt sich die Seele aus dem Leib. Eine überaus gelungen Mischung von einheimischen und metallischen Sequenzen. Dieser Song führt den Hörer wieder zu den eigentlichen Wurzeln zurück.
"Formal Obsession" startet mit einem furiosen Gitarrensolo. Das ist man von Ill Niņo so nicht gewöhnt. Der nachfolgende Gesang schwebt auf einer Mischung von Ballade und Heavy Metal. Spanische Elemente sind ebenfalls vorhanden. Er ist im Vergleich zu den meisten anderen Songs etwas ruhiger, erreicht jedoch nicht das Niveau einer Rockballade. Fr den einen oder anderen könnte dieser Song sind als Ohrwurm entpuppen.
Mit dem Song "Hot Summer's Tragedy" geht es weiter. Der Beginn klingt ganz schön düster und depressiv. Diese Linie zieht sich durch den gesamten Titel durch. Also etwas ruhiger, etwas düsterer. Der Gesang tut ein Übriges um dieses Klischee zu untermalen.
Der achte Song mit dem Titel "Me Gusta La Soledad" ist rein spanisch. Der Sound besteht aus dem überwiegenden Einsatz von akustischen Gitarren und viel einfühlsamen Gesang. Im Normalfall würde man so etwas "unplugged" nennen. Vollkommen falsch auf dieser CD, vollkommen falsch in dieser Stilrichtung. Mehr wäre dazu nicht zu sagen.
Gott sei Dank, mit dem nächsten Song "2012" besinnt man sich wieder eines Besseren und kehrt zu dem eigentlichen Ill Niņo-typischen Sound zurück. Man kann aufatmen, sich zurück lehnen und diesen Song in vollen Zügen genießen. Welch eine Erholung...
Ebenso verwöhnt "Guerilla Carnival" den geneigten Hörer. Im gewohnten Stil wird dieser Song dargeboten. Cristian Machado brüllt wieder einmal ins Mikrophon, dass man glauben möchte, lange macht er es nicht mehr. Die "Erholungsphasen" helfen ihm mit Sicherheit darüber hinweg. Nicht umsonst findet man diesen Song unter dem Abschnitt "Anspieltipps"...
Der zweite echte spanische Song ist "Estoy Perdido". Wie schon der erste Song "Me Gusta La Soledad" auf dieser CD ist er sehr ruhig gehalten, auch wenn ab und zu etwas das ganze Potential von Ill Niņo durch blitzt. Aber es bleibt einfach eine laue Nummer, die manchmal musikalische Elemente von Carlos Santana beinhaltet.
"Kellogg's, Bombs & Cracker Jacks" beginnt gnadenlos furios. Endlich wieder Ill Niņo, so wie an sie liebt und kennt. Gnadenlos hart, einfach eben Ill Niņo...
Mit dem letzten Song "De Sangre Hermosa" endet diese CD. Vom Typ her gleicht sie wie den beiden vorherigen Songs "Estoy Perdido" und "Me Gusta La Soledad". Die (alle drei Songs) hätte man sich wirklich sparen können und dafür etwas passendes produzieren können. Aber so sind sie halt. Auf der einen Seite bodenständig und auf der anderen Seite Hardcore'ler...
Fazit: Eine CD mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Ill Niņo spielen so, wie man sie schon seit langer Zeit, eigentlich von Anfang an, kennt. Ein einprägsamer Sound. Ein wirklich sehr gut gelungenes Album. Schon allein das CD-Cover hat einen gewissen Charme, im einem schlichten dunklen blau gehalten und mit dem typischen Ill Niņo Schriftzug in einem sehr hellen grün. Für Ill Niņo Fans sollte diese Scheibe im Regal nicht fehlen. Aber auch für andere Fans des Nu-Metal absolut zu empfehlen. |
Anspieltipps:
| | Mit den Anspieltipps tut man sich bei dieser Scheibe extrem schwer. Wenn man ehrlich ist, müsste man sagen, dass alle Songs als Tipps gut sind. Um ein paar Highlights zu nennen wären da "The Alibi Of Tyrants", "Pieces Of The Sun", "2012", "Finger Painting", "Guerilla Carnival" und "Formal Obsession". Den Rest muss man einfach erhören. |
Titel-Liste:
| | - The Alibi of Tyrants
- Pieces of the Sun
- Finger Painting (With The Enemy)
- March against me
- Compulsion of Virus and Fever
- Formal Obsession
- Hot Summer's Tragedy
- Me Gusta La Soledad
- 2012
- Guerilla Carnival
- Estoy Perdido
- Kellogg's, Bombs & Cracker Jacks
- De Sangre Hermosa
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Laufzeit:
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