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Review: Incise
 
FROM THE CRYPT THEY RISE

Album:
 FROM THE CRYPT THEY RISE, 2011, Eigenvertrieb

Stil:
 Death Metal, Deathcore

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 R.J., 12.01.2012

Review:
 Aus Trier stammt die fünfköpfige Band namens Incise. Die Jungs sind 2006 angetreten, um den schwedisch angehauchten Death Metal mit ein paar modernen Einsprengseln in der Gegenwart zu behaupten.

Nachdem sie ausgiebig Live-Erfahrung gesammelt haben, versuchen sie nun ihr erstes Album unter die Leute zu bringen. Mal sehen was da im Player rotiert.

Mit dem Intro "Resurrected for Carnage" wird uns eindrucksvoll aufgezeigt, das Böse ist auferstanden, um ein blutiges Gemetzel anzurichten.
"8 Arms of Terror" verdeutlicht die Absicht von Incise, diesem Gemetzel musikalisch beizuwohnen. Das massive Eingangsriff und die brutalen Growls eröffnen eine wahre Todeswalze. Im groovigen mittleren Tempo planiert der Song imponierend das gesamte Hörorgan. Den Songaufbau gestalten die Trierer recht interessant, denn der Fluss wird durch geschickte Breaks und Soli unterbrochen.
"Ghoulfeast" macht seinem Namen alle Ehre. Zweistimmigen Gitarrenleads bestimmen die Melodie des Songs. Die Vocals schwanken zwischen todesmetallischen Growls und grindmässigen Screams. Ganz so, wie ein Ghul beim Schlachtfest.
Der Titeltrack "From the Crypt they rise" ist ebenfalls ein absolutes Groovemonster. Incise arrangieren auch diesen Song ziemlich abwechslungsreich.
"Beyond the Darkness" eröffnet mit langsamen Gitarren. Doch schon bald werden sie von tiefen druckvollen, demzufolge typischen Death Metal-Riffs abgelöst. Der Song erinnert ganz stark an typische Amon Amarth-Hymnen.
Auch "Trap Them" geht ebenfalls groovig in die Vollen.
"Toxic Injection" beschließt das brutale Massaker. Im letzten Track legen Incise nochmal alles in die Waagschale. Todesmetallische Hooks, tiefste Growls, Breaks, allerdings gelingt es ihnen den Song nicht zu überfrachten. Mit leisen Gitarren endet das Album. Das Blutbad ist überstanden.

Fazit: Mit FROM THE CRYPT THEY RISE ist Incise ein richtig gutes Debüt gelungen. Die Scheibe hat alles, was man als Death Metal-Fan hören will und sogar ein bisschen mehr. Die Produktion klingt recht fett und die Songs werden abwechslungsreich gestaltet. Man variiert und verzichtet auf monotones Dauerfeuer. Dafür wird etwas Death(Grind-)core beigemengt, was eine interessante Emulsion ergibt.
Natürlich ist die Nähe zu Genre-Größen wie Amon Amarth und Entombed trotzdem nicht wegzudiskutieren, aber warum auch. Die Song sind keine Klone und klingen noch recht eigenständig.
Für das nächste Album sollten Incise den Weg der Variabilität konsequent weitergehen. Die Gefahr dabei, das Ganze zu überfrachten, ist natürlich latent vorhanden. Den roten Faden sollten sie immer im Auge behalten. Ein bis zwei Songs mehr darf es beim nächsten Mal schon auch sein. Das ist auch der Grund, warum es heute nicht fünf Punkte geworden sind.

Tipp:
 Wer dem Death Metal a la Amon Amarth oder Entombed zugetan ist, der sollte hier mal antesten. Vor allem, wenn man nichts gegen Flexibilität hat.

Titel-Liste:
 
  1. Resurrected for Carnage
  2. 8 Arms of Terror
  3. Ghoulfeast
  4. From the Crypt they rise
  5. Beyond the Darkness
  6. Trap them
  7. Toxic Injection

Laufzeit:
 30:24 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/incisedeathcore 


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