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Review: Indigo Dying |
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Album:
| | INDIGO DYING, 2007, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | M.H., 05.12.2007 |
Review:
| | Wenn der Boss eines Plattenlabes - in dem Fall halt der Präsident von Frontiers Records - höchstpersönlich ein Album in Auftrag gibt, dann muss schon was ganz besonderes hinter einem Projekt wie Indigo Dying stecken, oder? Auf jeden Fall hat man mit der Frontfrau Gisa Vatcky (geboren in Chile mit europäischen Wurzeln) eine sehr gute Sängerin verpflichten können und sie kann auch einige Credits bei solchen Künstlern wie z.B. Andrea Bocelli oder Placido Domingo vorweisen.
Doch bei Frontiers wollte man auf Nummer Sicher gehen und hat sich mit Michael Kiske und Mark Boals namenhafte Unterstützung mit an Bord von Indigo Dying geholt; anscheinend war die unbekannte Gisa dann doch nicht genug, um das gleichnamige Debüt-Album alleine zu tragen.
Wie schon erwähnt, erweist sich Gisas Stimme als sehr stark und wandlungsfähig - leider im Gegenteil zur eigentlichen Musik. Diese ist nämlich sehr Pianolastig und wurde gemixt mit sehr rockigen und rotzigen Gitarrenriffs. Trotzdem funktioniert das Komplettpaket außerordentlich gut, weil Gisas Gesang die stellenweise düsteren Songs erst so richtig zum Verschmelzen bringt.
Der Opener "All i never wanted" ist wenig überraschend ein kerniger Song mit einem typischen US-Rock-Refrain, auch wenn man das schon oft gehört hat, kann das trotzdem gefallen.
Mit dem düsteren "Hear me" hört man dann ganz klar ein absolutes Highlight auf der CD. Zum einen kommt der Song sofort zur Sache und besticht duch seinen mehrstimmigen Chorus.
Auch das nachfolgende "Breathe in Water" ist sehr gelungen - ich werde hier unweigerlich an die ruhigen Songs von Dare erinnert, vor allem Michael Kiske macht hier eine gute Figur als Duettpartner von Gisa.
"Better" erweist sich ebenfalls als gelungene Mischung zwischen gefühlvollen Gesang und einem rockigen Soundteppich, der den Song leicht düster voran treibt.
Die akustisch angehauchte Nummer "Taken" kann leider nicht überzeugen und kommt ziemlich belanglos daher.
Bei "Superman" hört man dann mit Marc Boals erneut einen guten Gesangspartner für Gisa. Bei dem Song handelt sich es übrigens um ein Cover der Alternative Rocker Ra - und wie schon das Original ist auch das Cover mehr als gelungen.
Bei "Island" fühle ich mich unweigerlich an die letzte CD von Robin Beck erinnert, jedenfalls von Art der Musik her. Leider ist der Song an sich einfach nur langweilig und führt bei mir zu einem Gähnen.
Das nachfolgende "Remember (I.O.U)" kann da schon mehr überzeugen, denn dieser sehr düstere, fast schon melancholische Song wird durch Gisas Gesang mit viel Gefühl und Leben versehen. Der Rest der CD kommt dann über eine gewisse Belanglosigkeit nicht mehr hinaus und damit kommen zum Problem von INDIGO DYING:
Fazit: Die Gitarren rocken und rotzen, aber das klingt leider fehl am Platze und dadurch auch falsch produziert. Es fehlen auch noch die wirklich überragenden Melodien und auch die Refrains bleiben auf Dauer nicht im Ohr. Schade, denn Gisa kann wirklich gut singen und vielleicht hätte man einfach andere Musiker an Bord holen sollen. Ich stelle mir gerade vor, was die Produzenten von Robin Beck alles rausholen hätten können... |
Anspieltipps:
| | Wenn man trotzdem sich mal was anhören möchte, sind "Hear me", "Breathe in Water" und vor allem "Superman" dem geneigten Hörer ans Herz gelegt. |
Tipp:
| | Indigo Dying wendet sich zwar eindeutig an die Fans des klassischen Melodic Rocks, aber auch diese sollten nicht blind zugreifen, sondern erstmal rein hören. |
Titel-Liste:
| | - All i never wanted
- Hear me
- Breathe in Water
- Better
- Taken
- Superman
- Island
- Remember (I.O.U.)
- Real Life Fairytale
- Far Enough
- Shattered Life
- Go
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Laufzeit:
Empfehlen:
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