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Review: Inmoria
 
INVIBLE WOUNDS

Album:
 INVIBLE WOUNDS, 2009, Massacre

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 08.08.2009

Review:
 Was machen Musiker, wenn sie bei ihren Bands nicht voll ausgelastet sind? Klar, sie spielen noch in anderen Bands oder gründen halt noch ein Zweitprojekt. So geht es auch einigen Musikern von Tad Morose und Morgana Lefay. Sie starteten in 2008 kurzerhand die Band Inmoria. Mit INVISIBLE WOUNDS kommt bereits ein Jahr später beim renommierten Label Massacre Records das Debüt-Album der Schweden heraus.

Geboten wird Power Metal mit einem progressiven Einschlag. Dabei zielen die Anleihen aber weniger zum melodischeren europäischen Power Metal, sondern mehr hin zum dynamischeren US Power Metal.
Gleich der Opener "Come Insanity" ist druckvoll mit einer geradlinigen Marschrichtung. Auch "Alone" vermittelt viel Dynamik, ist durch einige Wechsel aber auch Vielschichtig.
Bei "Fantasy" sind in der epischeren und melodischeren Ausrichtung die alten Einflüsse von Morgana Lefay nicht zu überhören. Doch das sorgt für Abwechslung. Mit "As I die" folgt eine tiefgründige Nummer mit düsterer Atmosphäre.
Ein Element, was mir zu häufig eingesetzt wird und deswegen auf Dauer nervt, ist das Stakkato-Riffing, auf dem auch der wahrscheinlich schwächste Track "Mysery" basiert. So entwickelt sich eine konfuse und relativ aggressive Stimmung, die sich im Song aber nicht richtig entladen kann.
"Circle of Memories" bringt keinerlei neue Akzente ins Spiel, sondern wirkt nur wie ein Abklatsch vorausgegangener Songs.
In "Haunting Shadows" sind die progressiven Elemente am zahlreichsten vertreten. Außerdem verleiht eine weibliche Gastsängerin dem Stück einen leichten gothischen Touch.
"Will to live" ist wieder eine druckvollere, straighte Nummer, die durch das Keyboard etwas symphonisch untermalt wird. Inmoria wählen dabei ein kluges Verhältnis zwischen Dynamik und Melodik. Überhaupt wird das Keyboard sehr songdienlich eingesetzt und unterstreicht bei den Kompositionen eher unterschwellig die melodischen oder auch mal mystischen Aspekte.
Bei "The other Side" wird viel varriert. Ein recht straightes Konstrukt wird durch weibliche Vocals, orchestrale Untermalung und Hintergrundchöre zu einem abwechslungsreichen und komplexeren Erlebnis.
Der Rausschmeißer "I close my Eyes" packt noch mal eine vielschichtige Struktur aus. Druckvolle Phasen wechseln mit etwas besinnlicheren Gothic-Abschnitten, denen es aber auch nicht an einer ordentlichen Portion Energie fehlt.

Fazit: INVISIBLE WOUNDS ist jetzt keine wirkliche Hammerscheibe, da es auch an Stücken fehlt, die sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennen. Aber es ist ein vielfältiges und solides Power Metal-Album. Die Musiker sollten das Projekt Inmoria auf jeden Fall am Laufen halten. Und wenn beim nächsten Mal neben der Dynamik auch noch ein paar tolle Melodien Einzug hielten, könnten die Schweden auch noch mehr Akzente setzen.
Die Leistung der einzelnen Künstler ist zweifelsohne in Ordnung, und Sänger Charles Rytkönen zeigt möglicherweise die beste Gesangsleistung seiner Karriere. Er bringt eine immense Ausdruckskraft zum Vorschein, unterstützt damit gekonnt die Dynamik und drückt den Songs auch seinen Stempel auf.
Freunde eines druckvollen und leicht düsteren Power Metals sollten INVISIBLE WOUNDS auf jeden Fall antesten.

Titel-Liste:
 
  1. Come Insanity
  2. Alone
  3. Fantasy
  4. As I die
  5. Misery
  6. Circle of Memories
  7. Haunting Shadows
  8. Will to live
  9. The other Side
  10. I close my Eyes

Laufzeit:
 48:21 Min.

Band-Infos:
 
  • www.inmoria.com 


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