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Review: Inner Wish
 
INNER STRENGTH

Album:
 INNER STRENGTH , 2006, Limb Music

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 13.09.2008

Review:
 Auch aus Griechenland kommen talentierte Heavy Metal-Bands. Die wohl berühmtesten Metal-Vertreter aus dem Ursprungsland der Olympiade sind Firewind, die sich inzwischen auch international einen Bekanntheitsgrad erspielt haben.
Zwar schon länger existierend, aber doch unbekannter sind Inner Wish. Stilistisch sind sie dem Power Metal zuzordnen, wobei mir am ehesten skandinavische Vertreter dieser Spielart wie beispielsweise Sonata Arctica als Vergleich einfallen.
INNER STRENGTH ist das vierte Album der fünf Hellenen. Die Band besteht aus Babis Alexandropoulos (Vocals), Thimios Krikos (Guitar), Manolis Tsigos (Guitar), Antonis Mazarakis (Bass) und Terry Moros (Drums).
Ein weiterer bekannter griechischer Musiker hat dieses Album produziert, nämlich kein Geringerer als R.D. Liapakis, seines Zeichens Sänger bei Mystic Prophecy.

Nach einem sehr kurzen Intro, wirft der eigentliche Opener "Travellers in Time" ein virtuoses Riff in die Waagschale und macht schonmal ordentlich Appetit auf mehr. Im Power Metal-Rhythmus entwickelt sich eine eingängige Hookline, die in einen starken, mehrstimmigen Refrain mündet. Sofort fällt auch die angenehme Stimme von Babis Alexandropoulos auf, die in mittlerer, gemäßigter Stimmlage ein schön melodisches Timbre hat und auch höhere Töne gut trifft. Ein gekonntes Solo rundet eine gelungene Nummer ab.
Zwar nicht ganz so mitreißend, aber mit einem gut konstruierten Aufbau kommt "Far away". Nach solch einem starken Opener fällt es natürlich schwer, nachzulegen. Doch der Groove ist schön druckvoll und das Solo kann auch punkten.
Auch bei "Lonely Lady" ist das Songkonstrukt vom Feinsten und der Refrain emotional und stimmig.
"Bleeding Soul" kommt dann erst mit sehr toughem, fast thrashigem Beat, dann entwickelt sich aber eine Power Metal-Hookline. Insgesamt ist der Song nicht so stark, nur die zweiläufigen Gitarrenleads können überzeugen.
Mit "Feel the Magic" folgt die obligatorische Ballade, die sich aber mit zunehmender Spieldauer zu einer Power-Ballade intensiviert. Der Gesang ist sehr gefühlvoll.
Ein Hammerriff putzt dem Hörer nach dem leichten Schmalzbefall bei "Eye of the Storm" ordentlich die Gehörgänge frei. Ein knackiger Groove und eine druckvolle Hookline treiben den Sound an und auch Bridge und Refrain sind sehr gelungen.
Passend zum Titel "Final Prophecy" wird mit tiefergestimmter Gitarre erst eine düster-mystische Atmosphäre erschaffen, bevor sich ein eingängigerer Aufbau entwickelt. Den Refrain reizt Babis Alexandropoulos mit seinem Timbre schön aus.
Die Gitarrenleads zum Auftakt von "Never let you down" gehen flott ins Ohr. Das Stück ist die zweite Powerballade der Scheibe, hat aber eine wesentlich bessere Melodie als "Feel the Magic".
Erneut führt bei "Dreamer of the Night" ein super Riff durch die Nummer und lässt die Hook schließlich in einen unheimlich emotionalen Höhepunkt münden.
Beim Titelsong "Inner Strength" wird wieder im Power-Metal-Takt und mit fast thrashigem Gitarrenspiel ordentlich geballert. Nur der Refrain ist eingängiger und melodischer, bevor der toughe Aufbau von neuem beginnt.
Zum Abschluss kommt der episch anmutende Longtrack "Gates of Fire", der viel Abwechslung beinhaltet. Erst wird das Introriff mit griechischen Klängen verfeinert, dann kommt ein ausgedehnter, sehr virtuoser Instrumentalteil. Der Songaufbau ist ein wenig komplexer, fast etwas progressiv. Trotz mehrerer Breaks und Rhythmuswechsel geht aber der rote Faden nicht verloren und die Hookline bleibt melodisch. Eine hymnische Bridge und ein leicht mystischer Refrain runden auch dieses Stück perfekt ab.

Fazit: Ich kannte Inner Wish vor diesem Review nicht, aber jetzt avancieren sie bei mir zu einem wirklichen Power Metal-Geheimtipp. Das Songwriting und die Umsetzung der Kompositionen auf INNER STRENGTH ist einwandfrei. Darüberhinaus haben die Griechen mit Babis Alexandropoulos einen Sänger, der einen wirklichen Lichtblick dieses Genres darstellt.
Inner Wish präsentieren sich sehr professionell und brauchen sich mit dieser Leistung hinter bekannteren Bands nicht verstecken. Es wird allerhöchste Zeit, dass sie etwas mehr ins Rampenlicht des Power Metal treten.

Anspieltipps:
 Mal wieder ist es schwer bei diesem ohnehin schon hohen Level noch Highlights herauszufischen. "Travellers in Time", "Lonely Lady", "Eye of the Storm", "Never let you down" und "Dreamer of the Night" gehen wohl am Besten ins Ohr.

Tipp:
 INNER STRENGTH ist starker Power Metal der typisch europäischen Schule. Anhänger der Spielart sollten sich eine Hörprobe gönnen. Es lohnt sich.

Titel-Liste:
 
  1. Trivial
  2. Travellers in Time
  3. Far away
  4. Lonely Lady
  5. Bleeding Soul
  6. Feel the Magic
  7. Eye of the Storm
  8. Final Prophecy
  9. Never let you down
  10. Dreamer of the Night
  11. Inner Strength
  12. Gates of Fire

Laufzeit:
 48:22 Min.

Band-Infos:
 
  • www.innerwish.gr 


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