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Review: iO
 
FOR THE MASSES

Album:
 FOR THE MASSES, 2008, Intergroove

Stil:
 Alternative Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.U., 31.07.2008

Review:
 Vier kleine "i’s" geben den Input zu etwas Besonderem. Was am Ende dabei entsteht, ist ein großes "O" der große gemeinsame Output. das ist das Motto von iO. Die "i's" stehen für die vier Musiker und das "O" steht für die Musik, die sie produzieren. Und damit ist auch der Bandname erklärt. Die Band besteht zum Großteil aus den drei ehemaligen Mitgliedern der deutschen Alternativrockband Guano Apes, die sich im Jahre 2003 getrennt hatten. Als "Ersatz" für die Sängerin Sandra Nasic haben sie Charles als einen extrem guten Sänger in die Band aufnehmen können. Mit FOR THE MASSES stellen sie ihr Debütalbum vor, welches am 1. August 2008 auf den Markt kommt. Die Spannung erreicht ihren Siedepunkt, denn viele Guano Apes Fans sind gespannt, was da als Nachfolge aktiv geworden ist.

Mit "Say something" geht auch gleich richtig rockig und fetzig los. Der Groove ist einzigartig. Da schwingt und lacht das Herz mit. Ein echt toller Sound. Leider verliert der Song in der Mitte etwas an Geschwindigkeit und wird relativ ruhig. Doch zum Ende hin nimmt er wieder Fahrt auf und schießt an den Anfang an. Ein wirklich gelungener Einstieg.
Auch "Don't mean nothing" nimmt den gleichen Sound des Vorgängers auf. Die Mischung zwischen harten, schnellen und ruhigen Passagen ist phantastisch. Auch dieser Song lässt die Herzen der Fans höher schlagen.
"In you" ist von der ruhigeren Art. Hier kommt die beeindruckende Stimme des Sängers besonders gut zum Vorschein. Diese Stimme hat das Zeug, einem einen eiskalten Schauer über den Rücken zu jagen. Nichts gegen Sandra Nasic, aber bei der Stilrichtung ist diese Stimme einfach das Optimale. Die gesamte Stimmung dieses Songs hat einfach etwas Mystisches.
Die ersten Takte von "Attention" erinnern einen irgendwie an Linkin Park. Doch schnell wird klar, hier ist iO am Werke. Generell gesagt ist der Song eine Mischung aus den schnellen Songs vom Anfang und dem ruhigeren von eben. Aber dennoch genial.
Daran schließt "Stupid People" an. Ein bisschen anders als der Rest. Der Gesang tendiert schon in Richtung Sprechgesang, wie man es von Rappern kennt. Doch die Melodie ist alles andere als Rap. Gnadenloser Hard Rock. Echt starke Gitarren und ein dominantes Schlagzeug. Ein Rhythmus wie in den guten alten Zeiten der 70er oder 80 er Jahre.
Ein bisschen wirsch beginnt "Mind Game". Doch das hält nicht allzu lange an. Der Rhythmus liegt irgendwo zwischen Heavy Metal und Hard Rock. Alternative Klänge sind ebenfalls zu verzeichnen. Dies bezieht sich auch auf den Gesang. Zum Mitgrooven echt geeignet.
"Fight back" ist komplett anders. Der Song tendiert wirklich Richtung Alternative Rock. Mit den futuristischen Elementen hebt er sich total ab. Aber der treibende Groove spaciger zieht sich wie einroter Faden durch den Song. Dieser Rhythmus macht einen fast verrückt, weil er einen total mitnimmt und einfach nicht mehr loslassen will. Absolut genial.
Mit "Stand my Ground" geht es weiter. Auch dieser Song hat diesen treibenden Rhythmus in sich. Melodisch ist er allerdings etwas ruhiger, auch wenn manche Phasen echt rockig rüberkommen. Dennoch alles in allen mehr balladenhafter.
Mit einem Schlagzeugwirbel startet "Rage". Nach einem schnellen Start wird es ruhiger. Der Gesang ist tief, dunkel und hat eine depressive Note. Die Melodie tendiert schon fast in Richtung Death Metal. dennoch zieht der gesangliche Stil vom ersten bis zum letzten Lied durch. Diese Stimme hat einfach ungeahntes Potential.
Wir nähern uns dem Ende. "The Last to know" beginnt sehr schwerlastig. Erst glaubt man einen richtigen Heavy Metal Song vor sich zu haben, doch dann schwenkt er ab in Richtung softiger Ballade. Diese jedoch hat immer wieder Phasen, in der es richtig hart zur Sache geht. Hier taucht auch eine weibliche Stimme auf, die mit Sicherheit nicht Sandra Nasic ist aber an sie erinnert.
"Legacy" ist der vorletzte Song auf diesem Album. Ein richtig harter Song. Da geht die Post ab. Der abgehakte Gesang ist markant für ihn. Das Album wird immer facettenreicher. Fast jeder Song interpretiert eine andere Stilrichtung, was das Album so interessant macht.
Das Schlusslicht bildet "When I fall". Vom Typus her total anders. Akustische Klänge á la Unplugged passen einfach nicht zu diesem tollen Album. Das kostet auch Punkte. Dieser Song ist schlicht gesagt absolut überflüssig! Ansonsten "No Comment"...

Fazit: Da drei der Bandmitglieder von den ehemaligen Guano Apes stammen, kann man etliche Parallelen zu den Guano Apes ziehen. Schon der treibende Sound ist charakteristisch für diese Band. Man denkt hier spontan an die Knaller "Open Your Eyes", "Big in Japan" oder "Lords of the Boards". Auch hier ist der Sound und der Groove beeindruckend, so ein tolles Album hätte man ihnen gar nicht zugetraut. Als Guano Apes Fan "verschrien" ist die Wertung weitestgehend objektiv. Dieses Album ist wirklich eine Offenbarung. Da macht ein Review absolut Spaß.

Anspieltipps:
 "Say Something", "Don't Mean Nothing",... Eigentlich müsste man bis auf den letzten jeden Song angeben, so gut ist das Album.

Tipp:
 Wer Fans der Guano Apes ist/war, der sollte sich dieses Album antun. Die Unterschiede sind nicht so gravierend, aber glücklicherweise im positiven Sinne. Dennoch die Guano Apes sind unersetzbar.

Titel-Liste:
 
  1. Say something
  2. Don't mean nothing
  3. In you
  4. Attention
  5. Stupid People
  6. Mind Game
  7. Fight Back
  8. Stand my Ground
  9. Rage
  10. The Last to know
  11. Legacy
  12. When I fall

Laufzeit:
 42:57 Min.

Band-Infos:
 
  • www.io-rocks.com 


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