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Review: Iron Fire
 
TO THE GRAVE

Album:
 TO THE GRAVE, 2009, Napalm

Stil:
 True Metal, Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 S.M., 26.01.2009

Review:
 Wow, wie geil ist das denn!? Derartige Aussprüche schießen mir nach den ersten Klängen eines Albums äußerst selten durch den Kopf. Doch bei TO THE GRAVE, dem neuen Werk der Dänen von Iron Fire, war das tatsächlich mein erster Gedanke.
Aber fangen wir mal ganz von Vorne an. Iron Fire wurden 1997 in Kopenhagen gegründet und veröffentlichten 2000 ihr Debüt THUNDERSTORM. Anfangs nahm die Metal-Welt wenig Notiz von den Skandinaviern, doch da sie sich von Album zu Album steigern konnten, haben sie sich inzwischen auch einen internationalen Bekanntheitsgrad erspielt. Der bisherige Höhepunkt des Schaffens war zweifelsohne ihr 2007er-Werk BLADE OF TRIUMPH, eine durch und durch gelungene Vereinigung von Power Metal und True Metal.
Von der ursprünglichen Truppe ist im Jahre 2009 nur Sänger und Bandleader Martin Steene übrig geblieben. Das weitere Line-Up besteht aus Kirk Backarach (Gitarre), Martin Lund (Bass) und Fritz Wagner (Schlagzeug). Doch nun genug des Vorgeplänkels, wenden wir uns endlich dem Album TO THE GRAVE zu.

Eine episches, symphonisches Intro, das augenblicklich den Ohren schmeichelt, leitet schön in den Opener "The Beast from the Blackness" über, einer Power-Metal-Granate mit genialen Melodiebögen, variierenden Intensitäten, bombastischen Untermalungen und einem absoluten Hammer-Höhepunkt, der sich fett in den Gehörgängen ausbreitet.
"Kill for Metal" hat dann ein wuchtiges True Metal-Konstrukt im Mid-Tempo. Der Song wird anhand einer melodischen Hookline stückweise aufgebaut und mündet in einen schön herausgestellten Refrain. Sehr schön finde ich auch den leicht symphonisch angehauchten Refrain-Ausklang.
Manche Stücke werden immer wieder mit aggressiven Vocals-Fetzen angereichert, was eine interessante Abwechslung zu Steenes harmonischem Gesang darstellt. So auch bei "Demon Master", einem weiteren True-Metal-Track mit einprägsamen Höhepunkt und gelungenen Gitarren-Leads.
Ich möchte gar nicht auf jeden der 13 Tracks intensiv eingehen, da das etwas den Rahmen sprengen würde, sondern ausschließlich die überragenden Highlights hervorheben. Doch selbst hiervon gibt es genügend. Der Titeltrack "To the Grave" gehört mit seiner tollen Melodie, dem eingängigen Mitsing-Refrain und dem starken Leadsolo auf jeden Fall dazu.
Durch das ebenso einfache wie eindrucksvolle Riffing und den zielgerichteten Höhepunkt können "March of the Immortals" und "The Kingdom " überzeugen. Bei "Frozen in Time" sind es die Gegensätze zwischen den harmonischen Abschnitten und düster-aggressiven Phasen, die wieder durch Growls und die entsprechende Instrumentierung hervorgerrufen werden. Die perfekte Verschmelzung von Power-Metal-Dynamik und True-Metal-Epik stellt "Ghost of Vengeance" dar, während der Bonus-Track "Blacksmith of Thunder" wieder durch Konstrukt, Melodie und super Refrain des Hörers Ohr erfreut.
Dass ich manche Songs nicht erwähne, heißt nicht, dass diese nicht gut wären. Das Prädikat gut erhält auf TO THE GRAVE jedes Stück, die meisten sind jedoch sehr gut bis absolute Spitzenklasse.

Fazit: Iron Fire können mit TO THE GRAVE nicht nur an das hohe Level von BLADE OF TRIUMPH anknüpfen, sondern stellen dieses sogar teilweise in den Schatten. Die Dänen haben sich tatsächlich nochmal weiterentwickelt und sich im Songwriting selbst übertroffen.
Die musikalische Umsetzung der tollen Kompositionen ist ebenfalls fehlerfrei, so dass man nur hoffen kann, dass Iron Fire mit TO THE GRAVE endlich der große Durchbruch gelingt.
Während ich die letzten Zeilen tippe, geht mir nun gerade der Refrain von "The Battlefield" nicht mehr aus dem Kopf, einem der Songs die ich "nur" als gut eingestuft habe. Aber dieses Werk ist halt einfach durch und durch spitze.

Anspieltipps:
 "The Beast from the Blackness", "Kill for Metal"...ach, was rede ich, zieht euch lieber das ganze Album rein! Das macht mehr Sinn.

Tipp:
 Wer für True Metal und/oder Power Metal etwas übrig hat, sollte sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen.

Titel-Liste:
 
  1. The Beast from the Blackness
  2. Kill for Metal
  3. The Demon Master
  4. Cover the Sun
  5. To the Grave
  6. March of the Immortals
  7. The Kingdom
  8. Frozen in Time
  9. Hail to Odin
  10. Doom Riders
  11. Ghost of Vengeance
  12. The Battlefield
    - - - Bonus Track - - -
  13. Blacksmith of Thunder

Laufzeit:
 59:57 Min.

Band-Infos:
 
  • www.ironfire.dk 


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