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Review: Iron Fire
 
METALMORPHOSIZED

Album:
 METALMORPHOSIZED, 2010, Napalm

Stil:
 True Metal, Power Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 03.12.2010

Review:
 Vor zehn Jahren veröffentlichten Iron Fire ihr Debüt THUNDERSTORM und ernteten damit durchweg gute Kritiken. Danach gab es Höhen und Tiefen, doch die Band besteht nach wie vor und haut zum quasi-10th-Anniversary-Album-Jubiläum den sechsten Longplayer mit dem zungenbrechenden Titel METALMORPHOSIZED raus. Zum Teil haben Iron Fire bislang unveröffentlichtes Demo-Material neu aufgearbeitet, das ursprünglich während der längeren Auszeit zwischen ON THE EDGE und REVENGE entstanden war, zum Teil sind die Stücke aber auch brandneu.

Ihrem Sound sind Iron Fire über all die Jahre treu geblieben. Sie mischen Elemente aus Heavy Metal und Power Metal und servieren sie den Hörern mit true-en Lyrics. Die Dänen waren dabei schon immer bemüht, Energie und Eingängigkeit zu verbinden und gelegentlich auch mal auf komplexere Strukturen zurückzugreifen, ohne dass diese den Musikfluss bremsen. Das tun sie auch auf METALMORPHOSIZED wieder, und auf vielschichtigere Momente wird dabei sogar etwas mehr Acht gelegt als zuvor. Dennoch gründen die Songs auf kräftigem Rhythmus und vielseitigen Riffs, während melodische und einprägsame Leads die Hooklines führen, die in bestens erarbeitete Höhepunkte münden.

Und diese Route zieht sich im Grunde durch das gesamte Album, wobei immer ein qualitativ gutes Level gehalten wird. Das Herausstellen von besonderen Anspieltipps gestaltet sich schwierig, da viele Stücke sofort die Gehörgänge vereinnehmen. Das beginnt schon beim knackigen Opener "Reborn to Darkness", erstreckt sich über so starke Tracks wie das melodisch-düstere "Nightmare", den toughen Groover "Back in the Pit", die gothisch angehauchte Powerballade "Crossroad", die treibende Energie-Nummer "Riding through Hell" und die wuchtige Live-Hymne "Drowning in Blood" und endet bei dem insgeheimen Album-Highlight, dem vielschichtigen und intelligent arrangierten Longtrack "The Phantom Symphony".
Doch im Grunde schenken sich die einzelnen Stücke nicht viel, sondern zeugen alle von einem hervorragenden Songwriting. Es sind durch die Bank klasse Metal-Tracks, wobei ich anerkennen muss, dass sich Iron Fire auch bemüht haben, einige Abwechslung in die Kompositionen einfließen zu lassen. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass Iron Fire Songs aus verschiedenen Schaffensphasen auf diesen Rundling gebannt haben.
Wer sich die Limited Edition gönnt, erhält mit dem Song "Afterlife" noch eine geradlinige Power-Nummer sowie eine symphonisierte Variante von "Crossroad", die ein wenig so klingt, als wären hier Epica oder eine andere Symphonic-Gothic-Metal-Band am Werk. Die normale Version ist mir lieber.

Fazit: Iron Fire enttäuschen ihre Anhänger nicht. Auch auf METALMORPHOSIZED lassen sie eine Reihe toller Metal-Songs vom Stapel, die alle ihre bekannten Trademarks enthalten und sich schnell der Gehörgänge bemächtigen. Das allerbeste Iron-Fire-Album ist METALMORPHOSIZED nicht, doch es ist um Klassen besser, als vieles, was in diesen Genres sonst veröffentlicht wird. Wer die Dänen früher gerne mochte, kann auch hier bedenkenlos zugreifen. Sie gehören nach wie vor zur Spitzengruppe im Bereich True/Heavy/Power Metal.

Titel-Liste:
 
  1. Reborn to Darkness
  2. Nightmare
  3. Still alive
  4. Back in the Pit
  5. The Underworld
  6. Crossroad
  7. Riding through Hell
  8. Left for Dead
  9. The Graveyard
  10. My Awakening
  11. Drowning in Blood
  12. The Phantom Symphony
    - - - Bonus-Tracks (Ltd. Ed.) - - -
  13. Afterlife
  14. Crossroad (Orchestral)

Laufzeit:
 57 43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.ironfire.dk 

  • Probehören und Kaufen:
    Iron Fire: METALMORPHOSIZED

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