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Review: Iron Maiden
 
THE FINAL FRONTIER

Album:
 THE FINAL FRONTIER, 2010, EMI

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.R., 13.08.2010

Review:
 Wenn ein neues Iron Maiden-Album angekündigt wird, ist die Anspannung unter den Metal-Fans riesig. Die Band ist eine lebende Legende und hat in ihrer Karriere bereits unzählige Meilensteine veröffentlicht. Auf der anderen Seite war jedoch längst nicht jedes Album perfekt, mit THE X FACTOR und DANCE OF DEATH tauchen sogar sehr schwache Veröffentlichungen in der Banddiskographie auf. Auch das letzte Album A MATTER OF LIFE AND DEATH machte es den Fans alles andere als einfach. Iron Maiden agierten darauf zwar unglaublich verspielt und stellenweise sogar extrem progressiv, doch verfingen sie sich in manchen Songs zu sehr in Details und ließen dabei die griffigen eingängigen Melodien, für die sie auch bekannt sind, außer Acht. Dementsprechend war das Album zwar gut, stellenweise sogar hervorragend, aber alles andere als leicht zugänglich. Von diesem Problem soll die neue, inzwischen schon 15. Platte THE FINAL FRONTIER nicht betroffen sein, angeblich geht die Band sogar zurück zu ihren Wurzeln. Wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, klären die folgenden Zeilen.

Der erste Eindruck ist zwiespältig. Bevor "Satellite 15 the final Frontier" so richtig durchstarten kann, müssen wir uns erst mal durch ein über vier Minuten langes Intro kämpfen, das zwar sehr stimmungsvoll geraten ist, jedoch nicht so recht zum folgenden Song passen will. Der Titel an sich ist ein straighter Midtempo-Rocker, der für einen Opener etwas kraftlos ausgefallen ist. Immerhin ist der Song ansonsten aber wirklich sehr eingängig geworden und erinnert ein bisschen an Klassiker wie "Bring your Daughter to the Slaughter" und "Can I play with Madness", ohne dabei deren Niveau zu erreichen.
Schneller und härter wird es bei "El Dorado", das zwar auch nicht deutlich über Midtempo hinausgeht, aber wesentlich mehr fesseln kann als der Opener. Das sind die Iron Maiden, die wir von früher kennen und lieben. Über eine Spieldauer von fast sieben Minuten kann der Song mit direkt ins Ohr gehenden Melodien und fetzigen Riffs voll überzeugen.
Schon der Anfang von "Mother of Mercy" erinnert stark an die FEAR OF THE DARK-Phase der Band, und dieser Eindruck zieht sich auch durch den gesamten Song. Der Titel pendelt dabei zwischen den Polen Ballade (zumindest zu Beginn) und Midtempo-Rocker und ist als sehr gelungen zu bezeichnen. Besonders im Refrain lässt die Band nichts anbrennen und klingt wie zu ihren besten Tagen.
"Coming Home" ist dann eine klassische Iron Maiden-Halbballade, bei der Bruce Dickinson sein Gesangsorgan wie ein junger Gott einsetzt. Bei aller Eingängigkeit strahlt der Song eine wunderbare Melancholie aus und gehört zu den gelungensten Titeln der Platte.
Mit "The Alchemist" folgt dann ein schneller, kurzer Heavy Metal-Song. Lieder dieser Machart gab es leider viel zu wenige auf dem letzten Album. Hier lässt die Band alte Zeiten aufleben, als sie mit eingängigen Mitbangsongs wie "The Trooper", "Aces High" oder "Run to the Hills" sogar in den Single-Charts landen konnten. Schön, dass Iron Maiden auch diese Spielweise immer noch perfekt beherrschen.
Das über neun Minuten lange "Isle of Avalon" ist dann das genaue Gegenteil vom letzten Song. Hier präsentiert sich die Band von ihrer progressiv-verspielten Seite. Obwohl der Titel von Breaks und Gitarrenspielereien nur so strotzt, kann er einen sehr eingängigen Mitsingrefrain sowie auch einen intelligenten Spannungsbogen aufweisen und erreicht auf diese Weise fast die Dimensionen eines unsterblichen Klassikers wie "Rime of the ancient Mariner".
Auch "Starblind" ist recht verspielt angelegt und überrascht mit einer ungewöhnlichen Melodieführung und Tempiwechseln. Nicht nur dank des gelungenen Keyboardeinsatzes erinnert der Song ein wenig an die SEVENTH SON OF A SEVENTH SON-Phase. Insgesamt ein weiterer sehr starker Titel, auf diesem Level darf es gerne weitergehen.
Wirklich überraschend beginnt "The Talisman", die ersten zwei Minuten sind nämlich im Stil einer mittelalterlich angehauchten Gitarrenballade gehalten. Doch der erste Eindruck täuscht, denn danach geht die Band umso heftiger zur Sache. Bruce Dickinson schreit wie in alten Zeiten und auch die Rhythmusgitarren sorgen für ordentlich Druck. Der Refrain ist dann derart ohrwurmlastig ausgefallen, dass es eine wahre Freude ist, diesen Song zu hören. Trotz einer Länge von über neun Minuten haben wir es hier mit einer direkt zur Sache gehenden Powernummer zu tun, bei der progressive Elemente weitgehend Fehlanzeige sind.
Ein bisschen an "Fear of the Dark" erinnert das Intro von "The Man who would be King". Genau wie der Klassiker gewinnt auch dieser Song nach kurzer Zeit ordentlich an Power, ist musikalisch aber sehr eigenständig geworden. Verspielte Elemente treffen hier auf einen eingängigen Ohrwurmrefrain, um dann von fast schon spacigen Gitarrenklängen abgelöst zu werden. Der Titel gehört damit zu den interessantesten und abwechslungsreichsten Liedern auf dem Album.
Zum Abschluss bieten uns Iron Maiden mit "When the wild Wind blows" den längsten Song der Platte, der eine Spieldauer von elf Minuten aufweist und während dieser Zeit mehrfach die musikalische Machart wechselt. Die ersten zwei Minuten sind sehr balladesk angelegt, danach wird das Thema im Midtempo-Rock-Stil weitergesponnen. Später wird der Titel dann sehr verspielt und könnte daher auch gut auf dem letzten Album enthalten sein. Die Melodie erinnert dabei stellenweise an "The Riddle" von Nik Kershaw. Das Niveau der letzten Songs wird leider nicht ganz erreicht, so dass die Platte mäßig beginnt und auch durchschnittlich endet. Dazwischen wird allerdings ein Feuerwerk nach dem anderen gezündet.

Fazit: Mit THE FINAL FRONTIER haben Iron Maiden wirklich ein sehr starkes Album abgeliefert. Vom ersten Eindruck sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die Platte beginnt mit dem schwächsten Song. Danach folgt Knaller auf Knaller. Vom ersten und vom letzten Titel abgesehen ist wirklich jedes Lied auf dem Album von hoher Qualität. Zudem ist die Scheibe unglaublich abwechslungsreich geworden. Stellenweise agiert man zwar auch auf diesem Album so progressiv-verspielt wie schon auf A MATTER OF LIFE AND DEATH. Darüber hinaus gibt es aber auch eingängige Metal-Kracher, die stark an die großen Alben erinnern, die die Band in den 80er Jahren abgeliefert hat. Außerdem sind einige ungewöhnliche Einflüsse auf der Platte zu vernehmen, die man so nicht von der Band erwarten konnte. Alles in allem gehört die CD eindeutig zu den besseren Iron Maiden-Alben. Das Niveau von Klassikern wie POWERSLAVE oder SOMEWHERE IN TIME wird zwar nicht erreicht, aber auf dem Level von FEAR OF THE DARK oder BRAVE NEW WORLD kann man die Scheibe locker einordnen.

Anspieltipps:
 "El Dorado", "Coming Home", "The Alchemist", "Isle of Avalon", "The Man who would be King".

Titel-Liste:
 
  1. Satellite 15... the final Frontier
  2. El Dorado
  3. Mother of Mercy
  4. Coming Home
  5. The Alchemist
  6. Isle of Avalon
  7. Starblind
  8. The Talisman
  9. The Man who would be King
  10. When the wild Wind blows

Laufzeit:
 76:35 Min.

Probehören und Kaufen:
Iron Maiden: THE FINAL FRONTIER

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