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Enjoy it! |
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Review: Iron Mask |
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Album:
| | BLACK AS DEATH, 2011, AFM |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 13.08.2012 |
Review:
| | Der Mann mit der eisernen Maske war ein Staatsgefangener von König Ludwig dem XIV und dürfte den meisten Leuten durch zahlreiche Mantel und Degen Filme bekannt sein. Ob der Gefangene, dessen Identität von König Ludwig streng geheim gehalten wurde, wirklich ein Zwillingsbruder von ihm war wie im Film, ist ungewiss. Fest steht aber, dass der belgische Gitarrist Dushan Petrossi, diese historische Person als Namensgeber für seine Band Iron Mask ausgesucht hat. Während Iron Mask sich den Power Metal auf die Fahne geschrieben hat spielt die zweite Kapelle unter Leitung von Petrossi Symphonic Metal und hört auf den Namen Magic Kingdom. Doch bleiben wir bei Iron Mask, die Formation wurde 1998 gegründet und präsentiert mit BLACK AS DEATH das vierte Album. Beim Albumtitel hätte man ja eher auf ein Death- oder Black Metal Werk tippen können, aber da auf dem Cover Artwork keine bluttriefenden Dämonen Fratzen prangen und das Maskenmännchen auch nicht so finster daher kommt, ist der kleine Etikettenschwindel beim Titel dann auch nicht so groß. Die Vorgänger Scheibe SHADOW OF THE RED BARON (Herrn Petrossi scheinen es historische Persönlichkeiten in dem Fall Manfred von Richthofen, angetan zu haben) erfreut sich bei mir reger Rotation im CD Player. Doch seit der letzten Scheibe hat die Truppe nicht nur das Label gewechselt, sondern auch die Besetzung an mehreren Stellen geändert. So steht Mark Boals (ex-Yngwie Malmsteen) nun am Mikro. Vassili Moltchanov Bass, Mats Olausson Keyboards und Ramy Ali Drums sind die Mitstreiter um Gitarrist Petrossi. Dann wollen wir mal schauen wie sich der Maskenmann dieses Mal schlägt.
Nach einem kurzen Intro, rein instrumental mit E-Gitarre legt das Titelstück "Black as Death" direkt mit Power Drumming ordentlich vor. Da knallen einem die Gitarren nur so um die Ohren. Der Chorus ist, typisch für Iron Mask betont melodisch und viel freundlicher als der eher düster gestimmte Rest.
Mit "Broken Hero" gibt es einen fröhlichen Hard Rock Song mit galoppierendem Rhythmus.
Bei "Feel the Fire" rasen Gitarren und Keyboards um die Wette und liefern sich so manches Duell. Der Song erinnert ein wenig an Rhapsody Of Fire auch wegen der epischen Hintergrund Chöre.
Auf "Genghis Khan" zieht Iron Mask die asiatische Karte. Anfang und Ende bildet eine getragene Melodie die aus einem japanischen Teehaus kommen könnte.
Dazwischen ist das Stück ein kraftvoller Stampfer mit reichlich Ho ho ho Chören im Hintergrund. Choraler Kirchengesang leitet "God punishes, I kill" ein. Dazu klingt die Gitarre ziemlich nach Iron Maiden. Die Vocals sind markant und passen gut zu den True Metal Lyrics. Abermals besticht der Refrain und die Chöre finden sich auch hier.
"Rebel Kid" ist wie gemacht für eine Rock Party. Das Stück ist eingängig und der Chorus lädt zum Mitgrölen geradezu ein und sorgt für gute Stimmung.
Bei "Blizzard of Doom" dachte ich sofort Rhapsody Of Fire sind der Wirtschaftskrise in Italien entflohen und spielen jetzt unter dem Namen Iron Mask in Belgien. Nein, mal ernsthaft, das Stück könnte man auf jedem Rhapsody Album unterbringen und keiner würde was merken. Das Drum Inferno und die neoclassic Gitarren die teils wild vor sich hin schreddern findet man genau so bei den Italienern. Bei den Gesangslinien ist man dann endgültig auf Rhapsody Pfaden. Anleihen hin oder her, der Song ist richtig gut.
Wie abwechslungsreich das Album ist wird auch bei "The Absence" deutlich. Die überaus melodische Nummer geht ein bisschen in die Freedom Call - Happy Metal Ecke. Bevor nun kritische Zeitgenossen die Nase rümpfen, gar so cheesy ist das Ganze dann doch nicht, dafür sorgen die eingestreuten Gitarren und Keyboards die zu kurzen Sturmläufen ansetzen.
Mit "Magic Sky Requiem" gibt es die obligatorische Ballade. Ich meine das gar nicht negativ, dazu ist der Song viel zu gut. Mark Boals zeigt sich stimmlich von seiner einfühlsamen und schmeichelnden Seite. Langsam steigert das Stück seine Intensität, da erklingen untermalende Backing Vocals und ein im Gary Moore Stil gehaltenes Gitarrensolo fehlt ebenso wenig.
Auf "Nosferatu" zündet der Maskenmann aus Belgien den Turbo. Nach stark klassisch geprägter Gitarre als Einleitung jagt eine High Speed Drum Attacke die andere. Die Gitarren flirren dazwischen in gleich hohen Temporegionen.
"When all Braves fall" ist monumental instrumentiert, die vielen Tonspuren sorgen für einen satten, fetten Sound. Schön auch die ausgedehnten Gitarrensoli.
Der Bonus-Track "Evil strikes in Silence" hat leichte Sabaton-Anleihen, von der Melodie aber speziell von den Vocals, die hier viel rauer als sonst klingen.
Fazit: BLACK AS DEATH ist ein weiteres gutes Album von Iron Mask. Inzwischen scheint Petrossi sogar mehr auf die Karte Iron Mask zu setzen als auf Magic Kingdom. Die Einflüsse von Malmsteen auf das Gitarrenspiel von Petrossi sind mehr als deutlich, da überrascht es dann auch nicht, dass der Belgier meist die gleiche cremefarbene Fender Stratocaster wie der Schwede mit seinen schnellen Fingern bearbeitet. Gerade die Gitarrensoli verdienen die Bezeichnung neoklassisch. Eines muss ich Petrossi ohnehin zu Gute halten, seine Soli sind brillant und er übertreibt das Gefrickel (meist) auch nicht. Nun ist noch der ehemalige Frontmann von Malmsteen mit an Bord. Mit Mark Boals hat Petrossi einen guten Griff getan, seine Stimme ist markant ohne aufdringlich zu sein und wandelbar noch dazu. Boals versteht es geschickt seinen Gesang der jeweiligen Stimmung des Songs anzupassen. Mix und Masterring hat der erfahrene Dennis Ward (Pink Cream 69) übernommen und über den Klang kann man echt nicht meckern. Manche Stücke strotzen nur so vor vielen übereinander gemischten Gitarren und Keyboard Tonspuren. Auch bei der Bandbreite der Songs, von der Ballade über Hard Rock bis zum Metal Kracher ist für Abwechslung gesorgt. Da fällt es schwer eine genaue Stilbezeichnung anzugeben, ist das jetzt eher Neoclassical Metal oder doch Power Metal oder gar eine Mischung aus beidem? Wie auch immer, die Laufzeit (mir lag die Version mit einem Bonus Track vor) von gut einer Stunde ist recht üppig, von der Quantität somit alles im absolut grünen Bereich, bleibt das kleine Manko einiger mittelmäßiger Songs. Aber das ist, ich gebe es zu, meckern auf hohem Niveau. BLACK AS DEATH ist eine klare Kaufempfehlung wert. |
Anspieltipps:
| | "Black as Death", "Feel the Fire", "God punishes, I kill", "Rebel Kid", "Magic Sky requiem" |
Tipp:
| | Bei Iron Mask kann der Hard Rock- Metal Fan ruhig zugreifen, die Wahl darf aber auch auf das ältere Album SHADOW OF THE RED BARON fallen. Das Songwriting ist bei beiden Werken gut, genau wie die einprägsamen Hooklines die sofort zünden und die besonders melodischen Refrains. |
Titel-Liste:
| | - From Light into the Dark
- Black as Death
- Broken Hero
- Feel the Fire
- Genghis Khan
- God punishes, I kill
- Rebel Kid
- Blizzard of Doom
- The Absence
- Magic Sky Requiem
- Nosferatu
- When all Braves fall
- - - Bonus Track - - - - Evil strikes in Silence
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.iron-mask.com  |
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