 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Iron Savior |
 |
| |
Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | U.B., 26.12.2011 |
Review:
| | Vier Jahre nach MEGATROPOLIS erscheint mit THE LANDING wieder ein Lebenszeichen von einer Band die man inzwischen zu den festen deutschen Heavy Metal Größen zählen kann. Manche Leute hatten schon mit Iron Savior abgeschlossen da Frontmann Sielck mit Savage Circus noch bei einer anderen Band beteiligt ist. Nun ist sie also da, die neue Scheibe des eisernen Retters und ganz aktuell das Statement von Piet Sielck vom 21.12. 2011 auf der Savior Homepage, dass er bei Savage Circus mit sofortiger Wirkung aussteigt weil die Doppelbelastung ihm zu viel wurde. Lag doch das Songwriting und die Produktion bei Savage Circus allein in seinen Händen. Iron Savior bestehen schon seit 1996, damals dabei ex Helloween und jetzt Gamma Ray Gitarrist Kai Hansen. THE LANDING erzählt von den Lyrics teilweise die Science Fiction Geschichte um den Iron Savior weiter die man auf der Homepage der Band in voller Länge nachlesen kann. Das Cover ist stimmungsvoll und richtig gut geworden, wenn ich da an das „Artwork“ der UNIFICATION von 1998 denke, dass aussah als hätte es ein Kind gezeichnet....nun gut auch MEGATROPOLIS der Vorgänger besaß bereits ein prima Cover. Piet Sielck Vocals und Gitarre, Joachim "Piesel" Küstner Gitarre, Jan S. Eckert Bass und Thomas Nack Drums, diese vier Herren setzen zur Landung auf unserem Plattenteller an. Ob es eine Punkt- oder am Ende doch nur eine Bruchlandung wird? Es wird sich zeigen. Iron Savior you are clear for landing on runway HardHarderHeavy!
"Descending" ist ein kurzes Intro mit viel Science Fiction Flair. Stellen Sie die Rückenlehnen senkrecht und stellen Sie das Rauchen ein, die Fluglinie Iron Savior setzt zur Landung an.
Wer das Anschnallen vergessen hat sollte es spätestens auf "The Savior" tun. Hier gibt es nämlich feinen Power Metal, sehr melodisch, speziell im Refrain. Da werden von den Stewardessen, pardon sind ja Männer, also Flugbegleitern... deftige Drums und Starkstrom-Gitarren serviert. Piet Sielcks markante, raue Stimme die vorzüglich zu diesem Musikstil passt wird durch einen dezente Ho-ho Hintergrundchor unterstützt. Einer der besten Stücke die ich je von Iron Savior gehört habe, das Ding hat Ohrwurmqualität.
Und der Savior Airbus ist sogar noch im Steigflug. Mit "Starlight" folgt eine Speed- Power Granate. Der Drum Orkan mit reichlich Double Bass knüppelt alles erbarmungslos nach vorn. Im Chorus gibt es mehrstimmige Vocals. Was für ein Headbanger, der Track dürfte Live für Furore sorgen. Eine leicht fröhliche Stimmung mit einer Spur von Freedom Call ist vorhanden.
"March of Doom" besitzt Mörder Riffing und stampfende Drums. Das Teil strotzt nur so vor Kraft. Die Gitarren setzen zu mehreren Sturmläufen an.
Wer beim Titel "Heavy Metal Never Dies" an eine True Metal Hymne denkt liegt goldrichtig. Der mit viel Pathos versehene Midtempo Stampfer ist dann auch nicht frei von Klischees was die Lyrics betrifft. "...Shout it out – play it loud. Cos`this is what it`s all about." Wenn das Joey Demaio von der Konkurrenz Airline Manowar hört meldet der glatt Tantiemen Ansprüche an. Okay, so oder ähnlich haben bereits viele Bands dem Metal gehuldigt, neu ist das nicht aber der Song ist gut gemacht, die Melodie geht direkt ins Ohr und spätestens ab der dritten Strophe singt man automatisch mit.
Mit einem Basssolo legt "Moment in Time" los. Das Stück hat trotz des Dauer-Drum-Donners eine heitere Atmosphäre mit flirrenden Gitarrensoli.
"Hall of Heroes" würde sich toll als Soundtrack zu einem Historienfilm wie Gladiator eignen. Das Midtempo Stück hat einen bombastischen Einschlag wie oft bei Blind Guardian zu finden mit breiter Gitarrenfront. Durch den Ho-ho-ho Chor wird das Ganze noch etwas epischer. Die Lyrics erzählen vom ewigen Kampf von Gut gegen Böse.
"R.U. ready" entpuppt sich als harter Rocker mit aggressiven Gitarren. Im Text werden, wie es Sabaton bereits mehrfach vorgemacht haben, Zitate aus bekannten Songs oder Alben verwendet. Nur ein kurzer Ausschnitt: "...born to be wild, breaking the rules, smoke on the water, highway to hell, rainbow rising, heavy metal thunder..."
Auf einem Flug darf natürlich auch ein Kinofilm an Bord nicht fehlen. Den gibt es in musikalischer Form mit "Faster than all". Hier wird die Geschichte vom Pale Rider erzählt. Richtig, ein Western von und mit Clint Eastwood. Und nicht nur der einsame Rächer sondern auch Iron Savior ziehen hier den Colt in Form von schnellen Twin Gitarren und viel Double Bass. "The time has come to draw the Gun", lauten die Western Lyrics.
Nach so viel Knallerei darf man sich bei der Halbballade "Before the Pain" entspannt zurück lehnen. Die Vocals klingen anfangs viel weniger rau als gewohnt. Der Gesang ist teilweise mehrstimmig. Später wenn das Stück an Fahrt gewinnt werden die Vocals dann sehr leidenschaftlich vorgetragen und passen zum Thema in dem einem verlorenen Menschen nachgetrauert wird. Keine Bange, weichgespülte Kitsch Romantik ist den Savior Mannen fremd, aber Emotionen transportiert die Nummer schon.
Schluss mit der Beschaulichkeit, auf "No Guts no Glory" gehts erneut turbulent durch den Savior Luftraum. Hier fräsen die Gitarren eine Schneise der Verwüstung. Thematisch handelt der Song davon, dass man nicht davor zurück schrecken sollte einen Versuch zu machen. Man kann scheitern aber wer es nicht versucht hat überhaupt keine Chance.
Auf der Limited Edition folgen nun noch zwei alte Songs in neuer Form. Als da wären: "Coming Home" von der UNIFICATION und "Atlantis falling" vom Debüt-Album. Beide Stück sind von der ursprünglichen Version nicht weit entfernt, klingen vielleicht noch eine Spur ausgefeilter aber das ist kein Grund unbedingt zur Limited Edition zu greifen. Doch wer die Lieder noch nicht besitzt dürfte sich über zwei typische Savior-Stücke freuen. Heftiger Vollgas Metal mit guter Melodie.
Fazit: Wo Iron Savior drauf steht ist auch Iron Savior drin. Überraschungen gibt es keine. Die Truppe um Piet Sielck bleibt ihrem Stil auch auf dem siebten Studioalbum treu, Experimente werden keine gemacht, wer nach Innovationen sucht ist hier nicht richtig. Deftiger Heavy Metal, bzw. bei den meisten Tracks Power Metal, erfreut den Fluggast und lädt zum Headbangen ein. Ja bitte auch die Herrschaften in der ersten Klasse den Martini (geschüttelt nicht gerührt) zur Seite stellen und die Mähne schütteln. In heißem Feuer geschmiedeter Teutonenstahl, rostfrei und unverwüstlich so muss es sein. Wie oben bereits angeschnitten wird sich Piet Sielck in Zukunft ganz auf Iron Savior konzentrieren und da bedarf es auch gar keines Statements von seiner Seite, das spürt man sofort, sein Herz schlägt für Savior und das Ergebnis kann sich sehen lassen, THE LANDING zeigt Savior in Bestform. Das ist keine Billigfluglinie das ist Qualität Made in Germany. Was die Drums nicht tot prügeln walzen die Gitarren nieder, selten habe ich ein Album gehört das dermaßen vor Kraft strotzt. Die Instrumente tosen durch die Songs wie ein F16 Kampfjet. Dabei sind die Herren Sielck und Küstner nicht mehr die jüngsten, Respekt, da können sich die meisten Jungspunde mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Auch Thomas Nack an der Schießbude ist eine Macht, mein Gott was für eine Pressluft Drum Beschallung. Gefangene werden keine gemacht bis auf eine Halbballade herrscht das Motto: auf die Dauer hilft nur Power oder in der Fliegersprache: Nachbrenner ein. Ob das an der Besatzung ähhh...Besetzung liegt? Man spielt auf THE LANDING nämlich wieder mit exakt gleichem Line-Up wie auf CONDITION RED und die Scheibe hatte es auch mächtig in sich. Gerade jetzt, kurz nach Weihnachten kann der eiserne Retter seine Heilkraft für Weihnachtsmusik geschädigte Metaller Ohren voll ausspielen. Hier wartet die volle Dröhnung, oder um es mit einem Song des Albums zu sagen: Metal Never Dies! Flugkapitän Sielck bedankt sich bei seinen Fluggästen, hofft sie hatten einen angenehmen Flug und würde sich freuen, sie beim nächsten Album wieder an Bord begrüßen zu dürfen. |
Anspieltipps:
| | "The Savior", "Starlight", "Heavy Metal never dies", "Hall of Heroes", "Before the Pain" und "No Guts no Glory" |
Tipp:
| | Wer kraftvollen, melodischen Power Metal mag liegt hier richtig. Die Schnittmenge reicht von Gamma Ray bis Blind Guardian. |
Titel-Liste:
| | - Descending
- The Savior
- Starlight
- March of Doom
- Heavy Metal never dies
- Moment in Time
- Hall of Heroes
- R.U. Ready
- Faster than all
- Before the Pain
- No Guts no Glory
- - - Digi Pack Bonus Track - - - - Coming Home
- Atlantis Falling
|
Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|