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Review: Íubar |
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Album:
| | INVITATION II DIG, 2007, Smilodon |
Stil:
Wertung:
| |  1,5 von 7 Punkten | | M.W., 29.10.2007 |
Review:
| | Gegründet haben Iubar Gitarrist Steven Kautzky Andersson und Sänger Victor Björklund. Als musikalische Einflüsse nennt die Band u.a. die Doors, U2, Led Zeppelin und Pink Floyd in ihren früheren Jahren. Ihr Debüt INVITATION II DIG verarbeitet musikalische Begegnungen aus der Türkei, wo die Jungs in 2003 ihr Live-Debüt gaben.
Gekennzeichnet ist "Invitation II dig" dadurch, dass man von 5 Minuten Spielzeit ungefähr 4 streichen kann, wenn man die gesamte Abwechslung und Variabilität des Songs im Groben mitbekommen will. Als Instrumente stehen hier das Schlagzeug und die Gitarre im Vordergrund, gespielt von Andreas Bölling und Steven Kautzky Andersson. Vom Stil her würde ich die Musik mit R.E.M. vergleichen. Zum Ende hin wird die Aufmachung des Tracks ein wenig pompöser durch die Kombination vieler Instrumente mit eigenwilligen Melodien.
Mit "Become" befinden wir uns zuerst einmal im Orient, was Melodien und Instrumente angeht. Insgesamt ist der Beitrag sehr poppig und ruhig gehalten. Der Gesang von Viktor Björklund ist relativ markant. "Become" ist einer der besseren Songs der Platte. Ansonsten besticht sie durch Schlichtheit, was hier leider in manchen Fällen auch Anspruchslosigkeit bedeutet wie wir im Folgenden sehen werden. Vom Aufbau her ist eine starke Ähnlichkeit zum opener zu erkennen.
Jetzt legt die Truppe aus Schweden ein bisschen an Tempo zu. Das war's dann aber leider für den Rest des Albums. Den in der Bandinfo versprochenen Rock'n'Roll suche ich aber verzweifelt. Power verleihen "Changes" vor allem die orientalischen Einflüsse.
Mit "Derive" fängt dann das Grauen an. Bin ich hier auf einem orientalischen Basar?, denke ich die ersten Sekunden erschrocken. Dann wird's wieder sehr ruhig, sowohl was das Tempo als auch Gesang und Instrumente angeht. Nur der Übergang von Strophe zu Refrain kann überzeugen. Der Refrain nervt relativ schnell, weil man mit dem Geschrei einen Marktschreier auf einem Basar identifiziert. Nicht schön.
Also schnell weiter zu "Demon Jive", das einen in eine Märchenwelt zu ziehen scheint. Die Vocals sind einschläfert und es passiert einfach zu lange nicht unbedingt viel in Song fünf. Auch wenn der Gesang an Variabilität zunimmt, die Instrumente verlieren selbige. Schade.
Kommen wir nun zum fast längsten Song des Silberlings - "Tomorrow never knows". Der hebt die Stimmung etwas. Man wacht wieder auf. Viele Synthesizer begeleiten ein eher unruhiges Drumming. Dafür präsentieren sich die Vocals aber meiner Meinung nach zu monoton. Nach etwa drei Minuten haben wir alles Wesentliche gehört. Zwei Minuten weniger hätten es also auch getan. Die Zweitstimme einer Frau ist eher störend als dass sie den Song bereichert.
"Collided" macht zuerst Hoffnung auf Besserung und die wird auch erstmal erfüllt. Der Gesang ist nicht nur kräftiger als bisher, sondern auch ausdrucksvoller. Hier kommt dann die bisher verzweifelt gesuchte Abwechslung zum Vorschein. Ist nur leider etwas mager, wenn das erst im letzten Drittel der Platte präsentiert wird. Ein weiterer positiver Aspekt ist auch, dass dieses Lied nicht gestreckt wirkt.
"Horse" macht dann alles wieder kaputt. Das Intro könnte auch eine Füllmelodie von den "Drei ???" sein. Zeit zum Schlafengehen. Alles fließt dahin ohne variable Struktur, dafür mit Monotonie. Es kommt teils so rüber, als würde die Band nicht besonders nachdenklich wirken, sondern den Song eher gelangweilt herunterrattern - und das über fünf Minuten lang.
So richtig kann mich kein einziger Track auf INVITATION II DIG mitreißen geschweige denn überzeugen. Sollte ich den besten auswählen, würde ich mich für "Tokyo (when the Uniforms dry)" entscheiden. Der Song versprüht wenigstens Pep und Energie und vermittelt eine gewisse energische Gesangsführung sowie abwechslungsreiche Elemente in den instrumentalen Parts.
Mit "Bumble Bee" ist dann Gott sei Dank das Ende der LP erreicht. Hier geht es leider so langweilig weiter wie es eigentlich schon die ganze Zeit über abläuft. Immer dieselbe Gitarrenmelodie zieht sich durch den Song und eine tolle Komposition kann ich dieses letzte Stück wahrlich nicht nennen. Gute Nacht, Freunde!
Fazit: Der Band fehlt es nicht nur an Variabilität sondern auch an Kreativität. Einen eigenen Sound kann ich den Schweden bei weitem nicht zugestehen. Das könnte jeder x-beliebige Band auch hinkriegen. Das Album ist mehr Pop als Rock, mehr soft als heavy. Ab und an finde ich gute Ansätze, die dann durch kurz darauf folgendes Rumgeklimper wieder im Nirwana verschwinden. Traurig aber wahr. Mich konnten nur zwei Songs ansatzweise begeistern. Dazu zählen "Become" aber vor allem "Tokyo (when the Uniforms dry)". Die Schweden müssen noch viel an sich und ihrer Musik arbeiten, was aber mit Nachsicht zu betrachten ist, weil INVITATION II DIG erst ihr Debüt ist. Einziger Pluspunkt ist für mich das gute Artwork beim Cover. |
Anspieltipp:
| | "Tokyo (when the Uniforms dry)" |
Titel-Liste:
| | - Invitation II dig
- Become
- Changes
- Derive
- Demon Jive
- Tomorrow never knows
- Collided
- Horse
- Tokyo (when the Uniforms dry)
- Bumble Bee
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.iubar.se  |
Empfehlen:
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