 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Ivanhoe |
 |
| |
Album:
| | LIFELINE, 2008, Silverwolf |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 12.12.2008 |
Review:
| | Drei Jahre sind seit WALK IN MINDFIELDS vergangen bevor uns Ivanhoe mit LIFELINE nun eine neue Scheibe bescherte. Die Band Ivanhoe besteht schon seit 1986. Als der damalige Sänger Andy B. Franck bei Ivanhoe nach drei Alben ausstieg um Symphorce zu gründen, wäre Ivanhoe fast in der Versenkung verschwunden. Lange dauerte es bis Gitarrist Achim Welsch in Mischa Mang einem Musical Darsteller- Sänger (Jesus Christ Superstar, Hair) den richtigen Mitstreiter fürs Mikro entdeckte. Mangs Stimme hat eine ähnlich große Bandbreite wie Franck, auch seine Stärke ist die Vielseitigkeit und speziell die hohen Töne. Auf WALK IN MINDFIELDS 2005 konnte Mischa Mang dann beweisen was für ein klasse Sänger er ist. Mang ist übrigens in gleicher Funktion auch für Dreamscape tätig. Während man auf den ersten Alben noch kräftig Dream Theater nacheiferte, schlug man bereits auf WALK IN MINDFIELDS andere Töne an. Eigenständiger Prog mit Power Metal Anleihen war das Konzept was nun mit Lifeline fortgesetzt wird. LIFELINE ist zwar kein reines Konzeptalbum beschäftigt sich aber mit einem Oberthema, der Ägyptischen Mythologie, vor allem der dunklen Seite. So geht es mit der Besetzung Achim Welsch Gitarre, Mischa Mang Vocals, Giovanni Soulas Bass, Richard Seibel Keyboards und Sebastian Brauchle Drums hinein ins Reich der Pharaonen.
Direkt der Titelsong "Lifeline" zeigt wo die musikalische Reise hingeht. Progressive Power Metal der betont kraftvoll zu Werke geht ist angesagt. Keine hektische Geschwindigkeit dafür mächtig Druck und düstere Atmosphäre erwartet einen. Zarte Keyboard Klänge weichen schnell donnernden Drums und Gitarren. Micha Mangs Stimme steht dem in nichts nach. Sie kann sich gegen die Instrumente behaupten und geht nicht unter wie es bei einem Sänger mit weniger Dampf auf den Stimmbändern garantiert der Fall gewesen wäre. Ein Schuss Bombast tut dem Stück nur gut, gelungener Auftakt.
Sehr düster und bedrohlich gibt sich "Mad Power". Die Gitarren stampfen dumpf und unheilvoll. Die Vocals starten mit tiefem Sprechgesang und schwingen sich bis in große Höhen. Hier kann Mang seine ganzen Emotionen eindrucksvoll rüberbringen. Schaurig schön.
"Schizophrenic" ist etwas schneller. Die Vocals sind stellenweise weich um Augenblicke später intensiv fast schneidend für Akzente zu sorgen. Die Keyboards sind mehr im Vordergrund als bisher. Ständig wurde ich bei diesem Stück an Vanden Plas erinnert. Wer weiß wie sehr ich diese Band schätze kann ermessen, dass dies ausdrücklich als Kompliment gemeint ist.
Aggressiv gibt sich "Suffering". Einige Stellen zu Beginn klingen richtig thrashig bevor die melodische Schiene wieder dominiert. Ein wütender Bass heizt ein, ein schnelles Gitarrensolo sorgt für Abwechslung. Beim Gesang wird von Shouts bis einsame Höhen alles geboten.
Eine dramatische Power Ballade serviert Ivanhoe mit "Angels Hologram". Töne wie eine Mischung aus Glockenspiel und hellem Piano bilden den Auftakt. Bei den Vocals merkt man, dass Mang als ausgebildeter Musical Schauspieler mit seiner Stimme auf der Emotionsleiter spielt wie kaum ein anderer. Für meinen Geschmack übertreibt er hier aber schon etwas. Die Stimme klingt oft wehmütig gequält. Na ja, Geschmacksache. An einigen Stellen ist der Song sparsam instrumentiert was Mang besonders viel Spielraum gibt seine Stimme zum Ausdruck zu bringen. Die Melodie gefällt und die Drums sind ausgesprochen variabel bis das Stück am Ende mit leisem Piano ausklingt.
Deftig was auf die Ohren gibt es mit "Time Maschine". Spürbar schneller mit harten Riffs starten die Saiteninstrumente eine Attacke auf die Trommelfelle. Die Keyboards geben ein sanftes, melodisches Zwischenspiel bevor die Gitarrenwalze erneut rollt. Besonders ausgeprägt sind die vielen progtypischen, überraschenden Wendungen.
"Finally" bringt alles mit was man von einem guten Prog Song erwartet. Nach einem wahren Riff- und Drumgewitter gibt es gebremste Phasen mit viel Bass und verhaltenen Vocals. Schöne Piano- Keyboards wechseln mit flotten Gitarrensoli.
Ganz schön finster geht es auf "YouŽll burn" zu. Was für eine diabolische Atmosphäre herrscht denn hier? Eine Kinderstimme und die vom Teufel persönlich künden davon dass es hier nicht zimperlich zur Sache geht. Die Gitarren klingen ungewöhnlich doomig und die Melodie und der Gesang haben etwas Lauerndes und wirken mehr als bedrohlich. Nur der Refrain hebt sich mit freundlicher Stimmung ab von all der Finsternis.
Zum Schluss präsentiert Ivanhoe mit "Cheops" einen deutlich orientalisch geprägten Track. Man sieht die alten Pharaonen förmlich vor sich oder denke ich da eher an eine Bauchtänzerin?! Für die orientalischen Klänge sind vor allem die Keys und ein Gitarrensolo zuständig. Der Bombast ist bei dem Songtitel fast schon zwingend und für die Atmosphäre sehr dienlich.
Fazit: Mit LIFELINE knüpft Ivanhoe naht los an WALK IN MINDFIELDS an. Durch den wohldosierten Prog Anteil, man verfällt nicht in übertriebene Frickel- Rhythmus- und Tempowechselorgien, in Verbindung mit guten Melodien, spricht das Album eine große Käuferschicht an. Viel straighter als zu den Anfangszeiten scheint Ivanhoe den eigenen Stil gefunden zu haben. Da die Arrangements nicht zu komplex sind und die Stücke gehörig Druck und Kraft haben, ist auch die Eingängigkeit, zumindest für Prog Metal Verhältnisse ganz gut. Aber wie immer bei diesem Genre schadet mehrfaches Hören auch hier nicht. Der Ausflug ins Reich der Ägyptischen Mythologie ist eine willkommene Abwechslung zu Schwertschwingenden Drachentötern die sonst oft im Bereich der härteren Musikrichtung besungen werden. Das leicht orientalische Flair in vielen Stücken ist nicht zu aufdringlich und passt ausgezeichnet zum Thema. Die Songs sind durchweg im Midtempo. Wie ein alter V-8 Motor mit reichlich Hubraum, der es nicht nötig hat in kreischend hohe Drehzahlen zu verfallen, vermittelt Ivanhoe auch mit gebremstem Tempo stets das Gefühl kraftvoll und souverän auf dem Musik Highway unterwegs zu sein. |
Anspieltipps:
| | "Lifeline", "Schizophrenic", "Time Maschine" und "Cheops" |
Tipp:
| | LIFELINE erinnert an einigen Stellen an Dreamscape was natürlich am Umstand liegt, dass beide Bands denselben Sänger haben und einen ähnlichen Stil. Noch mehr drängt sich aber der Vergleich mit Vanden Plas auf. Die gelungene Mischung aus melodischen, kraftvollen Elementen in anspruchsvollen, leicht epischen aber eben nicht zu komplizierten Liedern ist das große Plus dieser Bands. Komplex ja, und trotzdem gelingt der Spagat zur Eingängigkeit. Auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz. Daher empfehle ich LIFELINE besonders den Vanden Plas Fans. Für Leute die Pagan`s Mind lieben kann ich die CD genauso ans Herz legen. Wer den Vorgänger WALK IN MINDFIELDS bereits kennt und schätzt, kann hier ohnehin unbesehen zugreifen. |
Titel-Liste:
| | - Lifeline
- Mad Power
- Schizophrenic
- Suffering
- Angels Hologram
- Time Machine
- Finally
- You`ll burn
- Cheops
|
Laufzeit:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|