News
 Newsflash 
 05.2012 | Archiv
 
 Neuzugänge (Alben) 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Termine 
 Gig/Tour | Festival
 
 Umfrage/Gewinnspiel 
 Ergeb./Gewinner
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate und Sprüche
Dümmer gehts n/immer
 
 

Redaktion
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Studioreports
 
 Tipp des Monats 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzertberichte
Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt... 
 

Kontakt
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 In eigener Sache 
 Redakteure gesucht
Werben bei uns
Werben für uns
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Jag Panzer
 
THANE TO THE THRONE

Album:
 THANE TO THE THRONE, 2000, Century Media

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.B., 23.05.2008

Review:
 "Lieber Harald kannst du mir nicht etwas von dir schicken, vielleicht die kleine Silberauto und eine Flasche von die Bier wo so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel," heißt es in der Werbung. Komisch, mir ist es noch nie gelungen bei einer jungen Französin mit Weizenbier Plörre und einem Silberauto zu landen. Das mag daran liegen, dass ich nicht Harald heiße und mehr auf Paulaner stehe, aber vielleicht sollte ich es beim nächsten Mal auch nicht mit einem kleinen Silberauto sondern einer kleinen Silberscheibe versuchen um das Herz meiner Angebeteten zu erobern. Und zwar mit THANE TO THE THRONE von Jag Panzer. Denn hier heißt das Motto: Power Metal goes Shakespeare. Das blutrünstige Drama Macbeth ist nämlich das Thema für ein Konzeptalbum des Quintetts aus Colorado. Welches klassische Stück würde sich besser eignen als dieses um als Hintergrundgeschichte für ein Power Metal Album zu dienen, Romeo und Julia wohl kaum.

"Thang of Cawdor" wird eingeläutet durch eine militärisch klingende Snare, was sehr gut zum Thema passt. Macbeth kehrt nach ruhmreicher Schlacht zurück und bekommt vom schottischen König Duncan den Titel Thang of Cawdor verliehen. Die Twingitarren riffen heftig, untermalt von einem Drumgewitter. Darüber schweben die mächtigen Vocals von Harry "the Tyrant" Conklin. Der Mann hat eine Power Röhre vom Kaliber eines Matt Barlow und singt die meisten Kollegen locker in Grund und Boden. Der Chorus ist mehrstimmig und schön episch. Die Lyrics sind (auf dem gesamten Album) ganz stilecht in Frühneuenglisch gehalten. Vom König geadelt reift in Macbeth der Gedanke den Herrscher zu töten und selbst auf den Thron zu steigen.
"King at a Price" ist ebenfalls nur Midtempo. Auf der kompletten Scheibe ist übrigens kein einzig wirklich schneller Song und doch strotzt es nur so vor Kraft. Stampfend walzen die Drums und Gitarren voran. Wirbelnde Gitarrenläufe sorgen als Ausgleich für das nur verhaltene Tempo. Wie der Titel verkündet, ist Macbeth kein Preis zu hoch um König zu werden. Nur ein Dolchstoß trennt ihn von seinem Ziel.
Galoppierende Gitarrenriffs und düster hämmernde Drums prägen "Bloody Crime". Auch die Vocals klingen finster und aggressiv. Der Königsmord ist hier von der Musik sehr gut vertont und dementsprechend geht es nicht zimperlich zur Sache. Zum Ende steigt der Gesang in große Höhen und Conklin hat Gelegenheit zu zeigen welche Reichweite seine Stimmbänder haben. Angestachelt durch seine Frau hat Macbeth den König erstochen und den Verdacht auf die Dienerschaft gelenkt.
"The Premonitions" ist nur ein ganz kurzes Instrumental Zwischenspiel mit akustischer Gitarre und mandolinenartigen Klängen.
Auf "The Treachery`s Stain" erwartet einen eine Riffwalze und verschachteltes Drumming mit progressiven Einflüssen. Die Vocals sind tief mit einigen Shouts, dazu gibt es einige flinke Gitarrensolos. Banquo der einstige Kriegskamerad hat Macbeth in Verdacht den König ermordet zu haben. Daher beschließt Macbeth auch ihn zu beseitigen.
"Specters of the Past" serviert heftige Gitarrenakkorde aber auch schnelle Sololäufe. Die Grundstimmung ist düster und Unheil verkündend. Banquo ist tot und Macbeth hört die Stimme seines ehemaligen Freundes, den er ermordet hat, ständig in seinem Kopf.
"Banquo`s final Rest" ist erneut ein kurzes Intermezzo, eine Klassik Einlage mit Geigen.
"Three Voices of Fate" überrascht mit melodischem Chorgesang und treibenden Gitarren. Der Chor erklingt im Wechsel mit Conklins dunkler Stimme, hier eine Mischung aus klassischem Bariton und Metal Sänger. Der Rhythmus galoppiert, unterbrochen von Gitarrensolos. Kurze Streichereinlagen, man bedient sich eines Quartets aus Moskau, verleihen dem dynamischen und energiegeladenen Song den letzten Schliff.
Drei Hexen, auch auf dem Cover zu sehen, haben Macbeth prophezeit, er könnte von keinem Mann der von einer Frau geboren wurde, getötet werden. Daher fühlt sich Macbeth unverwundbar.
Mit wahren Mörderriffs startet "Hell to Pay". Die Gitarren dominieren und prägen den Song. Viele Solos, einzeln aber auch zusammen, lassen das Herz der Sechssaiter Fans höher schlagen.
Erneut gibt es mit "The Prophecies" eine kurze Zwischensequenz mit Streichorchester.
Knallende Drums und heftige Riffs erwarten einen auf "Insanity`s Mind". Sich ablösende Gitarren mit rasenden Frickeleinlagen werden geboten. In einem ruhigen Abschnitt sind die Vocals sehr hoch und man spürt wie Macbeth den Verstand zu verlieren droht.
Mit "Requiem for Lady Macbeth" erklingt ein sehr kurzer Einschub mit Glockenspiel.
Ziemlich bombastisch präsentiert sich der Track "Faces of Fear". Drums, Bass und Gitarren legen fulminant los. Vor allem die Gitarren schreddern wie der Teufel, was gut zum Titel passt. Ein epischer Hintergrundchor verleiht das gewisse Extra.
Die militärische Snare Drum von ganz zu Anfang des Albums ist auch auf "Fall of Dunsinane" zu hören. Das unterstreicht das militärische Thema der Belagerung der Burg von Macbeth. MacDuff ein weiterer Widersacher von Macbeth rückt vor, um Rache zu nehmen für den Mord an seinen Familienangehörigen, die Macbeth auf dem Gewissen hat. Die Hexen hatten Macbeth gesagt, dass Schloss würde erst fallen wenn der Wald von Birnham auf das Schloss zuwächst. Die feindlichen Truppen haben sich mit Ästen getarnt und von den Zinnen sieht es so aus, als ob der Wald sich auf das Schloss zu bewegt. Macbeth ahnt Schlimmes.
"Fate`s Triumph" wartet mit heftigen Drums und Gitarren auf. Die Melodie ist ausdrucksstark und episch. Ein tolles Gitarrensolo, dazwischen gibt es dezente geigen und Violinen. Macbeth hält sich durch die Prophezeiung der drei Hexen für unverwundbar als er seinem Todfeind MacDuff gegenübersteht. Der schleudert ihm jedoch entgegen, "meine Mutter war bei meiner Geburt bereits tot und ich bin durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen." Macbeth erkennt, dass die Hexen ihn mit ihrer Vorhersage getäuscht haben.
"The downward Fall" ist ein Instrumental mit akustischer Gitarre und schnellem Picking. Zum Ende erklingt eine spanische Gitarre mit Flamenco Rhythmus.
Das Finale bildet "Tragedy of Macbeth". Auch hier lässt sich Jag Panzer nicht Lumpen. Im Gegenteil, auf dem achtminütigen Epos wird von der Akustikgitarre bis zu Keyboardstreichern alles aufgefahren. Umschmeichelt von den Streichern ist Conklins Stimme sanft und er macht auch bei diesen Tönen einen starken Eindruck. So besinnlich die ersten drei Minuten, so heftig ist der Rest. Mit dem Einsetzen der Drums und Gitarren mutiert der Song zu reinrassigem bombastischen Power Metal. Harry Conklin röhrt mit seiner Stimme los wie ein durchstartender Kampfjet. Im harten Kontrast dazu ist der leise Hintergrund Chor zu vernehmen. Dazwischen sind mehrere Gitarrensolos eingeflochten. Macbeth lässt seine Taten zur Erlangung des Throns vor seinem geistigen Auge Revue passieren bevor ihm MacDuff im Zweikampf den Kopf abschlägt.

Fazit: THANE TO THE THRONE prickelt zwar nicht im Bauchnabel aber dafür im Ohr und garantiert länger als ein Weißbier, 64 Minuten um genau zu sein. Da hat der gute Harald mit seinem Silberauto schlechte Karten und braucht auch keine leeren Flaschen mehr zu verschicken. Auf das Flaschenpfand kann die junge Dame bestimmt verzichten wenn sie stattdessen von mir diese feine Silberscheibe bekommt. Ein tolles Konzeptalbum welches Shakespeares Drama Macbeth gekonnt musikalisch umsetzt. So heftig wie in der Lyrik des englischen Großmeisters geht es auch bei der Musik von Jag Panzer zur Sache. Zwar werden die Leute nicht reihenweise erdolcht, aber es folgt eine Power Metal Attacke nach der anderen. Harry "The Tyrant" Conklin leistet am Mikro Großartiges, seine Vocals schätze ich genauso hoch ein wie Matt Barlow und Bruce Dickinson die ebenfalls eine unglaublich kraftvolle Stimme haben und mit einer ungewöhnlichen Bandbreite glänzen. Die Twingitarren riffen mit einer Dynamik, dass das Weißbier im Glas überschäumt und Drums und Bass hämmern mit solcher Wucht, da jauchzt der alte Shakespeare vor Freude im Grab. Die eingeflochtenen Ausflüge in den klassischen Bereich passen hervorragend zum Thema und sind das Sahnehäubchen, pardon die Schaumkrone auf dem Bier. Die Produktion ist dazu noch makellos, da bleibt mir nur noch: Prost, zu sagen.

Anspieltipps:
 "Thang of Cawdor", "Three Voices of Fate", "Face of Fear", "Fate`s Triumph" und "Tragedy of Macbeth"

Tipp:
 Man muss nicht unbedingt ein Anhänger klassischer Dramen sein um an dieser Scheibe Gefallen zu finden. Es gibt nicht das typische Power Metal Speed Geballer aber episch, teils mit etwas Bombast versetzten Metal der seine Kraft nicht aus dem Tempo, sondern den durchdachten Songs, erstklassigen Musikern und vor allem den Vocals bezieht. Mehr als ein Jahr hat Jag Panzer in die Scheibe gesteckt und aus meiner Sicht war keine Minute davon verschwendet. Mit viel Liebe zum Detail beweisen die Jungs aus dem Grand Canyon Staat, dass ein Schuss Klassik und Power Metal gepaart mit einem Drama als Thema keine Gegensätze zu sein brauchen, sondern sehr gut harmonieren können. Ein mutiges Konzept was voll aufgeht. Aus den mit einem potenten Verstärker befeuerten Boxen ist die Scheibe ein Hochgenuss. Wer Power Metal von Iced Earth schätzt, etwa SOMETHING WICKED THIS WAY COMES liegt hier richtig. Und da ich gerade von dem Iced Earth Album spreche, der Titel der WICKED Scheibe ist ein Ausspruch der drei Hexen aus Macbeth. Auch die Bofrost Truppe hat sich anscheinend von Shakespeare inspirieren lassen.

Titel-Liste:
 
  1. Thang of Cawdor
  2. King at a Price
  3. Bloody Crime
  4. The Premonitions
  5. Treachery`s Stain
  6. Spectres of the Past
  7. Banquo`s final Rest
  8. Three Voices of Fate
  9. Hell to pay
  10. The Prophecies
  11. Insanity`s Mind
  12. Requiem for Lady Macbeth
  13. Face of Fear
  14. Fall of Dunsinane
  15. Fate`s Triumph
  16. The dawnward Fall
  17. Tragedy of Macbeth

Laufzeit:
 64:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.jagpanzer.com 


  • Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Neue Reviews
     
    Hokum - THE CREATION OF PAIN
    Crucified Barbara - THE MIDNIGHT CHASE
    Joe Bonamassa - DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT
    Fuxdeifeswuid - ROCK IS KOA SPUI
    Black Country Communion - LIVE OVER EUROPE
    Amberian Dawn - CIRCUS BLACK
    Novalis - FLOSSENENGEL
    Hard Riot - LIVING ON A FAST LANE
    Psycholove - HARDCORE ROCK'N'ROLL
    Indica - A WAY AWAY
     
     

    Werbung 
       
     


    StartseiteNewsTippsBandsKontaktReviewsMusikerInterviewsTermineGlossarLinks

    © 2002-2012 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update:23.12.2011