 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Jam Pain Society |
 |
| |
Album:
| | BLACK LIGHT MESSIAH, 2008, Locomotive |
Stil:
| | Hard Rock, Heavy Metal, Funk |
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | M.U., 15.07.2008 |
Review:
| | Kurz vor dem Veröffentlichungstermin, dem 18. Juli 2008, flattert die neue Scheibe BLACK LIGHT MESSIAH, der US-amerikanischen Band Jam Pain Society auf den Tisch der Redaktion. Jam Pain Society stammen aus North Carolina und vereinen in ihrem Musikstil vielerlei Elemente. Heraus kommt eine Mischung aus Rock, Metal, Pop und Funk. Ihre Musik lässt sich irgendwie nur schwer einordnen. Stilistisch beschreiben müsste man sie als aggressiv, rockig und dennoch melodisch. Mit Frontfrau Leah Kirby hat die Band eine außergewöhnliche Sängerin mit einer außergewöhnlichen Stimme am Start, deren Gesang unter anderem von Judas Priest und Black Sabbath beeinflusst wurde. Aber auch der gute alte Motown tut sein übriges dazu.
Vielversprechend beginnt dieses Album. Auch in Hinsicht auf den ersten Titel: "So here it is". Da kann ja nur gute Musik herauskommen. Ziemlich experimentell geht es los. Absolut rockig, groovig und schnell. Da braucht man sich wirklich nicht hinter bekannten Bands zu verstecken. Beeindruckend ist der Gesang von Leah Kirby, der so etwas fröhliches und heiteres in der Stimme hat.
"Wasted" beginnt im Gegensatz wesentlich ruhiger. Leichte Anklänge an die poppige Richtung sind zu erkennen, auch wenn der Grundton doch eher die härtere Gangart einschlägt. Der Song bleibt jedoch durchgehend balladenhaft. Der Gesang erinnert mehr an einschlägige Pop-Divas und hat etwas Schrilles an sich.
Mit "You made me" wird es wieder deutlich härter und rockiger. Stimmlich lehnt man sich an Sandra Nasic von den Guano Apes oder auch an Doro an. Ein richtig gut gemachter Rocksong. Leah Kirby verlangt ihrer Stimme alles ab. Man wundert sich, daß sie danach nicht heißer ist. Zum Ende hin gibt es sogar ein gutes Gitarrensolo.
So richtig fetzig sind die beiden nächsten Songs "Secret" und "Monster Mind". Gängige Gitarrenriffs und einfühlsame Stimme sind für diese Songs markant. Auch wenn die Stimmlage manchmal sehr ins kindliche abgleitet.
Sieben Sekunden Lächeln sind ein bisschen kurz. Aber "7-Second Smile" ist auch länger und zaubert wirklich ein Lächeln auf die Lippen. Der Anfang klingt zwar etwas schwer, etwas zäh. Aber das ändert sich relativ schnell. Eine gelungene Mischung zwischen Rocksong und rockiger Ballade, die einem so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird.
Kein geringerer als Ace Frehley von der legendären Band Kiss mischt im Song "The Ride" mit. Der Einfluss ist definitiv nicht zu überhören! Die Melodie, der Rhythmus und der Gesang sind eindeutig Kiss. Damit hebt sich dieser Song von der bisher gezeigten Linie sehr deutlich ab. Er klingt erfrischend locker und man muss sagen, dass Jam Pain Society prima mithalten und en Kiss-Stil sehr gut aufnehmen.
Der nächste Song "Erase you" fängt sehr funkig an. Es ist eines der Stilelemente dieser Band. Leah's Gesang erinnert allerdings wieder einmal mehr an diverse Pop-Divas, mit deren Namen man diese Seite lieber nicht in Verbindung bringen sollte. dennoch ein ganz nettes Teil, das durch eine gewisse Leichtigkeit den Hang zum Ohrwurm haben könnte. Allerdings der Schluss ist seltsam, denn das Lied hört mitten im Wort auf. Erst weiß man nicht, was los ist und denkt, der CD-Player hat den Geist aufgegeben. Das ist weniger schön und verwirrt nur.
"Choose your Machine" beginnt mit kurzen und schrillen Gitarrenklängen. Danach schwenkt man auf die Linie von "Erase You" ein. Beide Songs gleichen sich an vielen Stellen. Der Gesang ist jedoch nicht ganz so poppig und klingt eher nach Rockröhre.
Wir näheren uns dem Ende. Einer der letzten Songs ist "Wrapped around", der schon fast nach Heavy Metal Manier startet. Ab und zu singt auch mal ein männliches Bandmitglied, so wie hier und teilweise im Duett zusammen mit Leah Kirby. Man merkt sofort, dass hier die härtere Gangart angesagt ist. Dieser Song gehört zu den besten auf diesem Album. Damit haken sie auch die Heavy Metal Seite ab.
Der vorletzte Song "Hero" stellt nicht Neues mehr da. Die Melodie, der Rhythmus und der Gesang sind von den Vorgängerlieder her bekannt. Das Rad erfinden sie damit nicht neu.
So, mit dem Song "Flavor" schließt das Album, welches an für sich nicht schlecht ist. "Flavor" klingt wie eine Live-Aufnahme. Wenigstens hat man am Anfang den Endruck. Musikalisch bewegt man sich auf dem schmalen Grat zwischen Rock- und Popmusik. Man hat manchmal den Eindruck, dass ihnen poppige Elemente sehr wichtig sind. Zumindest bringen sie diese immer wieder ein. "Flavor" har irgendwie den Hang dazu, ein Schlager zu werden. Vielleicht liegt es an den Popeinlagen, oder gerade deswegen?
Fazit: Mal etwas anderes als das übliche Einerlei. Musikalisch lassen sich Jam Pain Society wirklich nicht genau einordnen. Die Stimme von Leah Kirby erinnert stellenweise an Sandra Nasic von den Guano Apes und stellenweise an Doro. Auch sie ist so eine tolle Powerfrau! Allerdings lässt zum Ende hin die Kreativität langsam nach. Das Album wird immer monotoner, auch wenn man sich bemüht, die vielen Stilelemente zum Einsatz zu bringen. Natürlich darf nicht vergessen werden, dass man Ace Frehley von Kiss zu einem Song überreden konnte. Der sticht schon irgendwie heraus. Auch wenn es an manchen Stellen noch ein bisschen an Kreativität fehlt, steckt doch ein riesiges Potential in dieser Band. Sie wird ihren Weg machen, bestimmt! |
Anspieltipps:
| | Wärmstes zu empfehlen sind die Songs "So Here It Is", "7-Second Smile", "Monster Mind" oder auch "Wrapped Around". Das Gastspiel von Ace Frehley im Song "The Ride" darf man auf gar keinen Fall übergehen. |
Titel-Liste:
| | - So here it is
- Wasted
- You made me
- Secret
- Monster Mind
- 7-Second Smile
- The Ride
- Erase you
- Choose your Machine
- Wrapped around
- Hero
- Flavor
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.jampainsociety.com  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|