News
 Newsflash 
 02.2012 | Archiv
 
 Neuzugänge (Alben) 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Termine 
 Gig/Tour | Festival
 
 Umfrage/Gewinnspiel 
 Ergebnisse/Gewinner
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate und Sprüche
Dümmer gehts n/immer
 
 

Redaktion
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Studioreports
 
 Tipp des Monats 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzertberichte
Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt... 
 

Kontakt
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 In eigener Sache 
 Redakteure gesucht
Werben bei uns
Werben für uns
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: J.B.O.
 
I DON'T LIKE METAL

Album:
 I DON'T LIKE METAL, 2009, Megapress

Stil:
 Fun Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 25.07.2009

Review:
 Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen der BRD können auch die fränkischen Spaß-Rocker von J.B.O. auf stolze 20 Jahre Bandgeschichte zurück blicken. Angesichts der beiden Jubiläen ist es für die vier Jungs aus Erlangen mit der Vorliebe für die Farbe Pink ein gefundenes Fressen neben den üblichen Songs über zwischenmenschliche Beziehungsbesonderheiten auch die kommende Bundestagswahl oder das Verhältnis von West- und Ostdeutschen (ebenfalls 20-jähriges Wiedervereinigungs...) kritisch zu beleuchten oder einfach partytauglich durch den Kakao zu ziehen.
Vielleicht liegt es diesmal an den Themen oder die vier Blödel-Rocker haben sich nach der etwas lauen Kost HEAD BAND BIONG wieder auf ihre alten Tugenden zu Zeiten von EXPLIZITE LYRIK besonnen. Neben der recht originellen Songwahl ist es diesmal auch gerade die treffende Lyrik, die explizit zur Sache geht ohne ausschließlich unter die Gürtellinie zu zielen, was in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal die Nerven des Zuhörers strapazieren konnte.

Gemächlich, aber mit mächtig Groove und rockender Härte haben sich die Erlanger "Dreadlock Holiday" von 10CC als Opener zur Brust genommen und zur Metal-Hymne umfunktioniert. "I don't like Metal - I love it!" spricht für sich und handelt von dunklen Gestalten, Männern in Leder, die fragen: "Hey Weichei, was hörst denn Du für Musik?" Aber auch der Mann im Ordnungsamt oder gar die eigene Oma frönen dem Metal und nicht der Volksmusik.
Bei "M.E.T.A.L." wird das Tempo verschärft und der Zuhörer tief in die gute alte Discozeit zurück gebeamt, wo Bands wie Y.M.C.A. & Co. ihr Unwesen trieben. Klar, dass dabei interessante Vergleiche zwischen weiblichen Attributen und den fünf Buchstaben nicht fehlen dürfen; "M" - monstermäßig, "E" - echt gefräßig, "T" - theatralisch... sind dabei noch die schmeichelhaften Vergleiche.
Kurz nach dem Erscheinen des Original-Songs musste dieser aus dem Sendeplan von Bayern 3 & Co. getilgt werden oder sollte man lieber sagen zensiert? Tja, mit Zensur haben die Pink-Rocker ihre eigenen Erfahrungen und sich vielleicht auch deshalb Falcos "Jeanny" ausgesucht um es als Ode an unsere Noch-Bundeskanzlerin "Angie" Angela Merkel mit interessanten Lyrik-Ideen wie "...sie werden Dich nicht mehr wählen, niemand wird Dich wählen..." umzuschreiben. Wer weiß, vielleicht wird dieser Song auch verboten und dann umso bekannter und begehrter, wie damals 1985 Falcos missverstandenes Vorbild. Als Single-Auskopplung sicher nicht die schlechteste Wahl!
Mut beweist das Quartett auch bei ihrer flott und hart rockenden Mutmaßung über Hitlers Liebesleben. Was zunächst mit der philosophischen Frage beginnt, warum Bewohner am Rhein "Rheinländer" heißen, aber Deutsche nicht "Deutschländer", wird schnell gelöst. Interessant wird es dann spätestens bei der Auflösung der Behauptung "Hitler hatte keinen Sex", die man sich schon öfter anhören muss, um alle Seitenhiebe mitzubekommen, denn "wusstest Du, dass ein Biss eines Nazis für eine Hornisse tödlich sein kann?"
Schluss mit Ernst, jetzt ist Spaß angesagt. Der Mitnick-Pop-Rocker "Das Eine" spannt den Zuhörer jedoch recht lange auf die Folter, was denn Frauen wirklich wollen. Sie wollen weder Geld noch Edelsteine, das wird sehr schnell geklärt...
Und weiter mit Partystimmung. Damit beim Feiern auch nichts schief geht, hat man dem Megasommerhit "Vamos a la playa" vom sonnigen Strand in die dunkle Disco verlegt und dabei nicht nur mit den Posern vor der Bühne abgerechnet. "Geh mer halt zu Slayer" sollte eigentlich alles über die musikalische Ausrichtung des Songs aussagen. Fäuste in die Höhe und mitgrölen: "Geh mer halt zu Slayer"!
Ein Tribut an die Nintendo- und Playstation-Generation aber auch an alle Manga-Fans dieser Welt wird mit "J.B.-Boy und J.B.-Girl" abgeliefert und dabei gleich eine gehörige Portion Eigenwerbung verpackt. Schade nur, dass das "Kitzmann" fehlt!
"Kid Rock in Rostock..." Mit der umfunktionierten Quatsch-Hymne "Pogo in Togo" von United Balls, die man auf dem bandeigenen Party-Sampler ...UND SPASS DABEI noch im Original hören konnte, hat sich Hannes sicherlich einen persönlichen Wunsch erfüllt, denn es war schließlich: "Das einzige Lied, das ich beim Schulfest immer geil fand". Der fröhliche Rockabilly-Song wurde kurzerhand in einen flotten Rocker umfunktioniert und mit dem Titel "Dio in Rio" etikettiert. Queen spielen dabei in Wien, Led Zeppelein in Eppelheim und Slayer landen in Marbella. Lediglich Nickelback kommen gar nicht gut dabei weg. Was reimt sich wohl auf Scheißdreck?
"Der böse Gott" ist weniger ein Song, als vielmehr eine Lehrstunde für alle zweifelnden Rocker-Kids, die annehmen, ihre Erziehungsberechtigten hätten keine Ahnung von Technik, von wegen 4 Ohm-Boxen an 'nen 8 Ohm-Ausgang...
Wer kennt ihn nicht, den fröhlichen Comic-Herrn Rossi mit seinem Hund auf der Suche nach dem Glück? Es ist deshalb nur ein kurzer Schritt von "Rossi" zu "Ossi" und schnell wird aus dem Comicfilm-Hit der Ost-West-Kritiker. "Ja "der Ossi sucht das Glück", Wessis können alles haben, können sich am Feinsten laben und davon möchte der Ossi auch was haben...". Was Ossis und Wessis tatsächlich finden, verrät der Song.
Nein nicht Jessies Girl sondern ein "Wessi Girl" ist der erste Fund unseres Ossis. Leider wurde hier nicht sauber recherchiert, denn die Scheidungsrate lag und liegt im Osten deutlich höher als im Westen - soviel zum Thema "Wessi Girls spielen mit Ossi Boys".
Noch kein Ende der Ost-West-Betrachtung in Sicht, denn nun wird Sächsisch salonfähig gemacht. Dafür muss Danzig mit seinem Smashhit "Mother" herhalten und wird kurzerhand in "Glenn Leipzig: Mudder" umgetextet. Amüsant! Besonders die Randbemerkung zu Iron Maiden und "The Number of the Beast"
Kurz vor der Schlussrunde graben J.B.O. ganz tief in der Cover-Kiste und zerren dabei Elvis Presleys "Fever" ans Tageslicht. "Lieber Fieber" heißt das amüsante Ergebnis, was so manches Schmunzeln auf das mitnickende Gesicht zaubern dürfte, aber auch deutlich zeigt, dass man die "Seriös-Schraube" gehörig angezogen hat. Textzeilen wie: "...hätte Julia rumgezickt, Romeo wär' noch am Leben und hätte Julia heimgeschickt..." klingen richtig harmlos. Früher wäre hier vielleicht noch gereimt worden statt "heimgeschickt" wohl eher "durchgef****" - fast hätte ich ich es ausgesprochen und noch ein blaues Coververhunzendes FSK16 provoziert!
Wie ernst es J.B.O. diesmal mit ihrer Lyrik meinen, zeigt der hammerharte Abgang "Es muss ein Rock (durch Deutschland gehen)", der kräftig an dem aktuellen Wertesystem rüttelt, denn wer von den Kids kennt heutzutage noch Randy Rhoads?

Fazit: Guter Schnitt bekannter Songs quer durch die Film-, Pop- Rock- oder Metal-Welt, die gnadenlos in fetzige Rock- und Metal-Songs umgeschrieben wurden. Der Text passt dabei wie die das Kitzmann in den durstigen Schlund und hält sich über weite Strecken für J.B.O.-Verhältnisse in erstaunlicherweise niveauvollen Regionen.

Anspieltipps:
 "I don't like Metal" - kultig, "Das Eine" - eklig, "Der Ossi sucht das Glück" - amüsant, "Glenn Leipzig: Mudder" - brachial, "Dio in Rio" - Party pur

Tipp:
 Geniale Symbiose aus Metal, Rock und Comedy, ein "Must have" für Alle, die auch mit deutschen Texten abrocken können und den Rock nicht ganz so tierisch ernst nehmen.

Titel-Liste:
 
  1. I don't like Metal
  2. M.E.T.A.L.
  3. Angie
  4. Hitler hatte keinen Sex
  5. Das Eine
  6. Geh mer halt zu Slayer
  7. J.B.-Boy und J.B.-Girl
  8. Dio in Rio
  9. Der böse Gott
  10. Der Ossi sucht das Glück
  11. Wessi Girl
  12. Glenn Leipzig: Mudder
  13. Lieber Fieber
  14. Es muss ein Rock (durch Deutschland gehen)

Laufzeit:
 48:20 Min.

Band-Infos:
 
  • www.jbo.de 

  • Probehören und Kaufen:
    J.B.O.: I DON'T LIKE METAL (Ltd. Edit)

    Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Bandinfos
      Bandbiographie
    ¬ J.B.O.
    Reviews
    ¬ HAPPY METAL
       THUNDER
    ¬ KILLERALBUM
    ¬ 2000 JAHRE J.B.O.
    ¬ I DON'T LIKE METAL
    Interviews
    ¬ 11.08.2009
    Konzertberichte
    ¬ 08.07.2006
    ¬ 13.08.2009
    ¬ 26.06.2010
     
     

    Neue Reviews
     
    Fullforce - ONE
    ZombieShakerBox - ENCRYPTED
    Nailgun - PAINDUSTRY
    Rage - 21
    Alpha Tiger - MAN OR MACHINE
    My Restless .45 - ANTHEMS FROM THE BARREL OF A GUN
    Face Down Hero - DIVISIONS AND HIERARCHIES
    Calbe 35 - LOUDER
    Furor Gallico - FUROR GALLICO
    Caliban - I AM NEMESIS
     
     

    Werbung 
       
     


    StartseiteNewsTippsBandsKontaktReviewsMusikerInterviewsTermineGlossarLinks

    © 2002-2012 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update:23.12.2011