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Review: J.B.O. |
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Album:
| | 2000 JAHRE J.B.O., 2010, Megapress |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 06.05.2010 |
Review:
| | Das 20. Jahr in der Bandgeschichte brachte für die Erlanger Spaß Metaller jede Menge glückliche Momente. Die Blödel-Barden mit der Liebe für die Farbe "Pink" erreichten immerhin Platz #6 in den Album Charts und konnten gemeinsam mit 4.000 Fans die große Jubiläumsgeburtstags-Party feiern. Auch die Support-Tournee für das neue Album war nicht ohne, war sie doch eine der erfolgreichsten, die J.B.O. jemals absolvierte und man begeisterte immerhin insgesamt mehr als 10.000 Fans auf den Konzerten.
Was liegt also näher, als den Erfolg zu nutzen und daraus eine Live-CD zurecht zu zimmern. Gesagt getan und man entschied sich für eine heimatnahe Location, genauer das oberfränkische Bamberg, das quasi vor der Haustüre der Mittelfranken liegt. Treue Fans bis zum Abwinken sind dort mit großer Wahrscheinlichkeit anzutreffen, an Live-Unterstützung aus dem Publikum sollte es also nicht mangeln.
Ohne großer Vorspiel holen die Franken mit "Head Bang Boing" schon mal zum ersten Schlag aus, der mit einer Gewissensfrage ans anwesende Publikum endet. Wer hat die neue I DON'T LIKE METAL-CD gekauft und wer hat sie gebrannt? Letztere sollen in der Hölle schmoren und übrigens macht J.B.O.-CDs brenne impotent - Aha - gut dass ich hier 'ne Promo hab.
Mit "Dio in Rio" gibt es einen Song aus der neuen Scheibe I DON'T LIKE METAL, bevor man mit "Sex Sex Sex" die düsteren dunklen Pfade betritt.
Es folgt, was folgen muss, "Das Eine", genau das, was Frauen eben wollen. Damit ist sofort die Düsternis der Vorgängers mit spielerischer Luftigkeit dahin und es herrscht sogleich wieder Partystimmung.
Hey, hey, hey, die Fans geben Süßes und J.B.O. mit ihrem "I don't like Metal" Sauers. Spätestens nach dieser Metal-Hymne steht die Bude in Flammen.
Das ist auch gut so, denn nur mit genügend Adrenalin oder wahlweise Alkohol im Blut lässt sich das schräge "Ein bisschen Frieden" nach Vorlage unserer Grand Prix-Siegerin Nicole auch ertragen.
Griechischer Wein stößt momentan wohl besonders uns Deutschen Steuerzahlern recht sauer auf. Glücklicherweise handelt der Song "Fränkisches Bier" von regionalem vergorenen Gerstensaft, der so manche Party erst richtig in Schwung bringt. Aber Vorsicht die Grenze zwischen feiern und reiern verläuft fließend.
"Bimber Bumber Dödel Dei", jo mei, was soll ich dazu sagen? Anhören, schmunzeln und durchschnaufen, denn...
...mit "Arbeitslos und Spaß" dabei gibt sich kein geringerer als Ost-Blödel-Barde Vicki Vomit die Ehre und zollt den Franken seinen Geburtstagstribut.
"Verteidiger des Blödsinns", der ultimative Anheizer, darf ebenso wenig fehlen, wie das mitsingende Publikum.
Wollt ihr "Bolle" hören? Welch eine blöde Frage, na klar. Wer verfolgt nicht mit einer gewissen Faszination, was Bolle alles erlebt und trotzdem seinen Spaß hat. Warum und an was der Bolle aber wirklich gestorben ist, bleibt wohl weiterhin ein Geheimnis.
Bis jetzt noch dezent in Szene gesetzt, darf die Fanschar bei "Ein guter Tag zum Sterben" dann endlich beweisen, wie textsicher man unterwegs ist. Unerwartet stimmgewaltig schafft man mehrere Strophen, bevor Hannes G Laber wieder ins Mikrogeschehen eingreift und den Song zu Ende singt. Dazwischen gibt's eine Spur Romantik 2.0, statt Feuerzeuge sollen es die leuchtenden Handy-Displays richten.
Wer feiert, der will natürlich auf den Putz hauen und was eignet sich da besser, als ein Trippel mit "Könige", "Wir sind die Champignons" und dem ultimativen Rausschmeißer "Ein Fest". Es darf mitgegröhlt werden und die Vorfreude auf ein persönliches Treffen am T-Shirt-Stand nach dem Konzert sorgt für die gewünschte Fannähe. Beendet wird das wunderbare Stücken J.B.O.-Live 2000 JAHRE J.B.O., wie soll es auch anders sein mit einem standesgemäßen Rülpser. Wohl bekomms!
Fazit: Wer auf einer Live-Scheibe eine gute Mischung von Best of-Songs mit ein paar kleinen Überraschungen, jeder Menge gute Laune und fetter Produktion sucht, der bekommt hier das volle Brett geboten. 2000 JAHRE J.B.O. ist fast zu schade um als Hintergrund-Berieselung bei der eigenen Party herhalten zu müssen. Hebt die Krüge und ölt die Stimmbänder, es darf gegröhlt werden, bei fast 70 Minuten Fun Metal pur, bis die pinkfarbenen Sterne aufblitzen. |
Tipp:
| | Gute Livestimmung, knackige Ansagen, die richtige Mischung aus Metal, Rock und Comedy, Partyfan, was brauchst Du mehr? Sogar die deutschen Texte haben hier den Vorteil, dass man recht schnell mitgröhlen kann. |
Titel-Liste:
| | - Head Bang Boing
- Dio in Rio
- Sex Sex Sex
- Das Eine
- I don't like Metal
- Ein bisschen Frieden
- Fränkisches Bier
- Bimber Bumber Dödel Dei
- Arbeitslos und Spaß dabei
- Verteidiger des Blödsinns
- Bolle
- Ein guter Tag zum Sterben
- Könige
- Wir sind die Champignons
- Ein Fest
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.jbo.de  |
Probehören und Kaufen:
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