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Review: Jon Oliva´s Pain |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 26.04.2010 |
Review:
| | Ex-Savatage-Arbeitstier Jon Oliva hat schon wieder ein neues Album am Start. Knapp zwei Jahre liegt das letzte Werk GLOBAL WARNING von Jon Oliva's Pain zurück, und sogar erst wenige Monate der letzte Output von seinem Trans-Siberian Orchestra. Schauen wir mal, ob der Maestro seinen gewohnt hohen Standard mit FESTIVAL halten kann.
Den Reigen eröffnet mit "Lies" ein vergleichsweise dynamischer Track der Melodie und Power gut verbindet. Die Riffs und die Arrangements sind klasse, die Melodielinie vielschichtig und der Höhepunkt ragt schön heraus. Super Album-Einstieg!
Bei "Death rides a black Horse" bleibt der Groove druckvoll und die Marschrichtung erstmal energetisch. Von der Melodie her ist der Song aber viel düsterer und tiefgründiger. Harmonischer wird es nur beim Refrain, der dadurch auch wieder schön heraussticht.
Mit Jahrmarkt-Klängen legt der Titeltrack "Festival" sehr passend los, danach entwickelt sich eine etwas verrückt wirkende Dramaturgie. Man kann es schlecht beschreiben. Es wird Spannung aufgebaut, wie bei einem Jahrmarktkünstler, der seine Attraktion irgendwie auf geheimnisvolle Weise anpreist, um ja nicht zu viel zu verraten - und das Ganze in einer Art spannender Endlosschleife. Ist aber echt gelungen und passend umgesetzt. Ich glaube, so etwas gelingt nur wenigen Songwritern. Ich verneige mich hier ein bisschen in Ehrfurcht vor Mr. Oliva.
"Afterglow" beginnt romantisch mit besinnlicher Melodie und gefühlvollem Gesang. Doch im weiteren Verlauf steigern sich die Intensität und die Energie, um beim nachdenklich wirkenden Höhepunkt die Spitze zu erreichen. Danach startet das Konstrukt von neuem. Auch diese Nummer mit ihren sich verändernden Intensitäten und einem unheimlich vielschichtigen Instrumentalteil gegen Ende zeichnet Olivas Songwriting aus. Und die Mainmelodie, die sich durch alle Phasen zieht, ist klasse.
Oliva zeigt auf FESTIVAL wirklich alle Facetten seines Könnens. Bei "Living on the Edge" ist es die straighte und druckvolle Seite des Songwritings, während "Looking for Nothing" erstmals über die komplette Songdauer die gefühlvolle Seite des Maestros in den Mittelpunkt stellt.
Umso energetischer ist dann wieder "The Evil in me", was ich auf diesem Album auch bevorzuge. Unglaublich welche Intensität Jon Oliva da auch in den ausdrucksstarken Gesang steckt.
Zum Ende hin häufen sich die emotionalen Töne: auch "Winter Haven" fällt in die besinnliche Sparte, kann aber mit mitreißender Melodie und gekonnten Arrangements punkten.
Sämtliche progressive Raffinessen fährt Meister Oliva kurz vor dem Ende mit "I fear you" nochmal auf. Ich finde den Track aber ziemlich wirr und vielleicht ein wenig zu experimentell arrangiert. Da gab es auf diesem Werk etliche bessere Songs.
Zum Abschluss des regulären Albums darf man bei "Now" nochmal (und für meinen Geschmack mindestens einmal zuviel) der romantischen Songwriting-Seite von Meister Oliva lauschen.
Die limited Digipack Edition enthält noch den Bonus-Track "Peace". Der Song überrascht mit einer leicht folkigen Seite und ein wenig US-Singer/Songwriter-Feeling der guten, alten 70er. Als wirkliche Bereicherung kann man ihn aber nicht sehen.
Fazit: FESTIVAL ist ein typisches Album von Jon Oliva's Pain. Es ist vielschichtig, abwechslungsreich und gut durchdacht. Der Großteil der Kompositionen spielt sich wieder auf einem starken Level ab, nur gegen Ende hin flacht das Niveau leicht ab. Drei balladeske Songs finde ich auch etwas übertrieben. Abgesehen von diesen, ist das Werk wieder eine Spur heavier und auch düsterer ausgefallen als GLOBAL WARNING. Jon Oliva lässt erneut keinen Zweifel aufkommen, dass er ein klasse Songwriter ist. Seine Fans werden von diesem Album nicht enttäuscht werden. |
Anspieltipps:
| | "Lies", "Death rides a black Horse", "Festival", "Afterglow" und "Living on the Edge" - interessanterweise die gesamte erste Hälfte des Albums. |
Titel-Liste:
| | - Lies
- Death rides a black Horse
- Festival
- Afterglow
- Living on the Edge
- Looking for Nothing
- The Evil within
- Winter Haven
- I fear you
- Now
- Peace
|
Laufzeit:
| | 55:11 Min. / 58:48 Min. Digi-Pack |
Band-Infos:
| | www.jonoliva.net  |
Probehören und Kaufen:
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