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Review: Judas Priest
 
NOSTRADAMUS

Album:
 NOSTRADAMUS, 2008, BMG

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 18.06.2008

Review:
 Die Schwermetall-Götter Judas Priest lassen wieder von sich hören und melden sich gleich mit einem gewaltigen Heavy Metal-Thunder zurück.
Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeiten, als die Briten sich mit ihren Alben SCREAMING FOR VENGEANCE, DEFENDERS OF THE FAITH oder PAINKILLER endgültig ihren festen Platz im Metal-Olymp erspielt hatten. Aggressiv, schnell und kompromisslos wurden dabei die Waffen eingesetzt, egal ob Stimme oder Gitarre. Danach der Schock für viele Fans, als Rob Halford die Band verlässt und der 'Ripper' Tim Owens die schwere Nachfolge antritt. Kaum verwunderlich war es, dass diese Aufgabe ein Nummer zu groß ist und der Sturz vom Metal-Götter-Thron zurück in die Menge der Millionen Anwärter die logische Folge war. Letztlich war es dann das Unglück, sprich der mangelnde Erfolg des Abtrünnigen, der Rob 2004 wieder zurück zu Judas Priest führt. "We are back", so der Tenor für ANGEL OF RETRIBUTION, jedoch habe nicht nur ich auf die guten alten PAINKILLER-Zeiten gehofft. Aber diese Erwartungen waren ziemlich weit weg von der Album-Realität.
Nun schreiben wir 2008 und das nächste Werk steht in den Verkaufsregalen.
Um es vorweg zu nehmen, auch hier handelt es sich nicht um einen PAINKILLER-Nachfolger, aber...
...wer mal kurz seinen Kopf von dieser Alt-Erwartung freimacht und den Doppelschlag NOSTRADAMUS unter einem neutraleren Standpunkt aus betrachtet, der entdeckt vermutlich ganz andere Judas Priest und die drängen mit aller Macht darauf, ihren 'verlorenen' Thron wieder zu besetzen. Die 'neuen' Judas Priest konnten es natürlich auch diesmal nicht lassen, zu experimentieren. Angereichert mit jeder Menge Bombast und epischem Tiefgang liegt das Augenmerk diesmal eindeutig mehr auf der Lyrik- als auf der Musik-Seite.

Bereits das Intro "Dawn of Creation" welches mit Flöten und Orchester zum eigentlichen Opener "Prophecy" hinführen soll, vermittelt einen recht guten Eindruck für die nächsten eineinhalb Stunden. Perfekt und schlüssig, hier vielleicht mit etwas zu viel Anleihen aus dem Film "The Fog" marschiert Judas Priest unaufhaltsam voran und liefert mit dem groovigen Mid-Tempo Song einen astreinen Einstand. Erstaunlich nur, dass Rob etwas zu auffällig kaum stimmliche Höhenflüge unternimmt, die man vielleicht erwartet hätte.
Das balladeske Gitarren-Intermezzo "Awakening" mit einem schmachtenden Rob sind die kurze Überleitung zu einer der Highlights des Albums "Revelation". Treibende Rhythmen spornen zum Mitnicken an, interessante Breaks sorgen für ein ruhiges Zwischenspiel, bevor dann flotte Gitarren-Einlagen richtige Heavy Metal-Stimmung aufkommen lassen. Danach ist jedoch erstmal Ende mit den flotteren Stücken.
Nach bereits bekannten Schema leiten Judas Priest mit dem Orgel-begleiteten "The Four Horsemen" über zum Titel "War". Hier hat man das Augenmerk auf marschmusikartige Rhythmen und fette Gesänge gelegt. Kaum dass eine der Gitarren in den Vordergrund treten darf.
"Sands of Time" mit einem gefühlvoll agierenden Rod Halford und dezenter Orchester-Begleitung ebnen den Weg für das wieder etwas druckvollere "Pestilence and Plague". Leider darf auch hier der Frontmann nicht in seine berüchtigten hohen Lagen entschwinden, dafür singt er auf italienisch...
Die ersten sechs Minuten schleppt sich "Death" mit brutal straffen Zügeln doomigem Unterton dahin, bevor für eine halben Minute rasend schnelle Gitarren ausgepackt werden, die jedoch auch gleich wieder in der Versenkung verschwinden.
Herzschmerz-Liebhaber werden sicherlich in dem Schmachtfetzen "Lost Love" Gefallen finden, vor allem, weil Rob von seiner sanften Seite ebenfalls eine recht gute Figur abgibt.
Für den Abschluss des ersten Teils haben die Briten sogar eine richtige Perle aus ihrer Schatztruhe geholt, denn "Persecution" marschiert nach kurzem Vorspiel zum ersten Mal so richtig nach vorne und beweist, dass sich der alte Power-Spirit noch nicht gänzlich aus Aladins-Zauberflasche verflüchtigt hat. Die-Hard-Fans wird es sicherlich besonders freuen. Hier darf die Gitarren-Doppel-Spitze dann auch endlich mal zeigen, dass ihre Äxte noch lange nicht beim Altmetall-Händler neben der Schrottpresse stehen.
Nahtlos, wie es sich für ein anständiges Konzept gehört, ist nach dem CD-Wechsel alles beim Alten geblieben. "Solitude" führt hin zur Halbballade "Exiled". Schon nach wenigen Augenblicken ist klar, wer diesmal den Ton angibt. Rob Halford "at it's best" trällert, was das Zeug hält und lässt einmal mehr seine Klasse aufblitzen.
Im Anschluss wechseln sich die oftmals mit Akustik-Gitarren und Orchester begleiteten sanften Überleitungen und die etwas voluminöseren Hauptsongs ab, bis fast zum Ende des Albums.
Für den Titelsong und eines der Highlights der alten Schule im neuen Gewand, "Nostradamus", muss der Zuhörer mehr als eineinhalb Stunden warten. Es lohnt sich jedoch in jedem Fall, denn schon nach wenigen Augenblicken weicht das bombastische Intro mit beeindruckend trällerndem Halford, mörderischen Highspeed-Riffs. Downing - Tipton sei es gedankt, sie haben in all den Jahren nichts verlernt. Ich frage mich nur, warum man mich so lange hat warten lassen, bis mir endlich das angeboten wird, was auf der Verpackung steht: Judas Priest.
Auch wenn "Future of Mankind" geschwindigkeitsmäßig wieder etwas abfällt, so bleiben zumindest die druckvoll groovenden Gitarren-Riffs erhalten, die dem Gesamtwerk einen stilgerechten und würdevollen Abgang bescheren.

Nach dem ersten Durchgang musste ich zunächst eine Pause einlegen um der widersprüchlichen Gefühlsregungen Herr zu werden. Der Liebhaber bombastischer Symphonic Metal-Songs stritt sich ziemlich heftig mit dem Die-Hard-Judas Priest-Fan, der eindeutig mehr Härte verlangt hatte.

Auch nach mittlerweile einem halben Dutzend Durchläufen, was angesichts der Länge richtig in 'Lausch-Arbeit' ausarten kann, bin ich eigentlich immer noch unschlüssig...
Für eine Bombast-Melodic-Band mit entsprechender Vorgeschichte würde ich vermutlich die 'Sieben' zücken, aber als erwartungsvoller Priest-Fan kann ich einfach nicht zur Höchstnote greifen - sorry.

Fazit: Nostradamus ist zweifelsfrei ein gelungenes Album für das man sich Zeit nehmen muss, wenn gleich auch die üppige Dauer nicht über so manche Schwächen hinweg täuschen kann. Bedingt durch die große Anzahl ruhiger Passagen und Balladen, schafft es kaum eine Hookline, sofort zu zünden. Vieles klingt einerseits langatmig und andererseits 'gebremst'. Als ob sie Angst gehabt hätten, dass dem Duo Downing/Tipton die Gitarrensaiten reißen oder Robs Kopfstimme Schaden nehmen könnte, wenn er mal Ausflüge in die Höhe unternimmt. Klar gibt es dicke Punkte, schon wegen des Umfangs, aber ich hätte mir trotzdem mehr zündende Riffs und schneidende Metal-Gitarren gewünscht. Schließlich steht außen Judas Priest drauf und da erwartet man auch messerscharfe Eiswürfel für den Whisky und nicht Softeis zum koffeinfreien Kaffee.

Anspieltipps:
 Eindeutig die harten Sachen, wie "Revelation" "Persecution", "Nostradamus", das tierisch groovende "Future of Mankind" und auch das klasse vorgetragene "Exiled".

Tipp:
 Manche Judas Priest Fans haben sich vielleicht mit den stilistischen Ausflügen arrangiert und finden auch hier Gefallen. Ansonsten sind alle gut bedient, die auf bombastische Symphonic-Konzepte mit gesunder Härte stehen.

Titel-Liste:
 
    CD 1
  1. Dawn of Creation
  2. Prophecy
  3. Awakening
  4. Revelation
  5. The Four Horsemen
  6. War
  7. Sands of Time
  8. Pestilence and Plague
  9. Death
  10. Peace
  11. Conquest
  12. Lost Love
  13. Persecution

    CD 2
  1. Solitude
  2. Exiled
  3. Alone
  4. Shadows in the Flame
  5. Visions
  6. Hope
  7. New Beginnings
  8. Calm before the Storm
  9. Nostradamus
  10. Future of Mankind

Laufzeit:
 CD 1: 56:02 Min. / CD 2: 46:44 Min.


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