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Review: Kamelot |
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Album:
| | POETRY FOR THE POISONED, 2010, Spinefarm |
Stil:
| | Melodic Progressive Metal |
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 03.10.2010 |
Review:
| | Kamelot waren schon immer ein Garant für hochklassige Alben im melodischen, progressiven Sektor. Dabei kamen von Werk zu Werk schon einige Veränderungen im Sound vor. Doch so blieben die Amis samt ihrem norwegischen Sänger stets interessant. Nun veröffentlichen sie tatsächlich schon Longplayer Nummero neun POETRY FOR THE POISONED. Ich zweifle nicht daran, dass sie auch damit die Anhänger begeistern werden. Und ich sollte mich nicht täuschen.
POETRY FOR THE POISENED ist eines dieser Werke, bei denen ich schon beim ersten Hören den Eindruck habe: da passt alles! Obwohl mir dazu keine Infos vorliegen, gehe ich davon aus, dass sich ein durchgehendes Konzept durch das Werk zieht. Einfach deshalb, weil vor allen Dingen die Songs in ihrer Gesamtheit eine solch bezaubernde und stimmige Einheit ergeben.
Kamelot haben auf POETRY FOR THE POISENED mehr geniale Melodien auf Lager als je zuvor. Es gibt dabei Themen und Mainmelodien, denen man auf dem Album immer wieder begegnet. Dennoch klingt das niemals eintönig oder langweilig. Dafür sorgen viele ausgeklügelte Arrangements, die dem Werk eine ungeheure Vielschichtigkeit und Progressivität verleihen. Dadurch erhalten auch die einzelnen Stücke genügend Vielfalt und Variationen.
Anspieltipps? Kann man hier beim besten Willen nicht benennen. Es wäre wie Teile aus einem Ganzen heraus zu brechen. Auf diesem Album ergänzen sich Melodien, Arrangements und Stücke, einzelne Passagen spielen sich sozusagen die musikalischen Bälle zu und verschmelzen insgesamt zu einem mitreißenden Epos. Man kann entweder dem ganzen Werk lauschen und sich davon treiben lassen, oder man lässt es gleich bleiben.
POETRY FOR THE POISENED zielt ganz klar auf die Erzeugung von Atmosphäre. Und das tut es auf grandiose Weise. Keineswegs ist die Stimmung dabei immer fröhlich oder harmonisch. Man hat es auch mit nachdenklichen, mystischen oder melancholischen Abschnitten zu tun. Und dennoch machen sich die eindrucksvollen Melodielinien immer unheimlich schnell in den Gehörgängen breit.
Roy Kahn liefert die wohl beste Gesangsleistung seiner Karriere ab. Welch eine Intensität er in jede Phase des Sounds setzt und immer genau das richtige Feeling für die jeweilige Atmosphäre trifft! Auch in energetischen, fast harschen Passagen weiß er zu überzeugen, und die besinnlichen Duette mit Simone Simons von Epica bei zwei Songs runden diesen tollen Gesangsauftritt perfekt ab.
Kompositorisch haben Kamelot sozusagen aus ihren bisherigen Schaffensphasen für POETRY FOR THE POISENED das jeweils Beste übernommen. Sie verbinden die düstere Atmosphäre, die besonders auf GHOST OPERA herausstach, mit der Eingängigkeit von KARMA und der progressiven Symphonik aus THE BLACK HALO-Zeiten. Und das alles sehr anspruchsvoll arrangiert und stimmig zusammengefügt. Dabei entsteht auch eine nahezu perfekte Balance aus Eingängigkeit und Komplexität.
Fazit: POETRY FOR THE POISENED ist ein kleines Meisterwerk geworden. Kamelot liefern erneut ein überzeugendes Album ab, dass die Anhänger nicht enttäuschen wird und mit dem sie sicherlich auch neue Fans dazu gewinnen können. Im Grunde kann ich das Fazit kurz halten: wer nur irgendwie auf melodischen und/oder symphonischen Progressive Metal abfährt, lässt sich dieses Album nicht entgehen. |
Titel-Liste:
| | - The great Pandemonium
- If Tomorrow came
- Dear Editor
- The Zodiac
- Hunter's Season
- House on a Hill
- Necropolis
- My Train of Thoughts
- Seal of woven Years
- Poetry of the Poisoned Part 1 - Incubus
- Poetry of the Poisoned Part 2 - So long
- Poetry of the Poisoned Part 3 - All is over
- Poetry of the Poisoned Part 4 - Dissection
- Once upon a Time
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Laufzeit:
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