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Review: Kamelot
 
Kamelot - THE BLACK HALO

Album:
 THE BLACK HALO, 2005, Steamhammer

Stil:
 Progressive Metal, Power Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 A.K., 16.07.2012

Review:
 Seit 1991 nicht mehr aus der Metalszene wegzudenken: Kamelot. Die aus Florida stammende Band rund um den norwegischen Frontmann Roy Kahn sowie Mastermind Thomas Youngblood brillieren mit einer beeindruckenden Reihe an Alben, welche zu den besten der Stilrichtung gehören. Unverkennbar in Sound und Stimme lieferten Kamelot 2005 den zweiten Teil ihres auf EPICA begonnenen Epos mit dem Titel THE BLACK HALO ab.

Schon mit "March of Mephisto" machen die aus Tampa stammenden Kamelot ein Statement, welches für das komplette Album gilt: Nicht kleckern, sondern Klotzen! Während das Konzept-Album als zweiter Teil des 2003 erschienenen Longplayer EPICA zu sehen ist, hat man trotz des Sequels weder an umwerfendem Songmaterial noch an namhaften Gastvokalisten gespart. So macht niemand geringeres als Dimmu Borgirs Shagrath seine Aufwartung als Mephisto in der Storyline. Angelehnt an Goethes Faust windet sich das Album um die Geschichte des Ariel und fungiert somit auch als abschließendes Kapitel. Ähnlich wie Goethe´s Heinrich Faust ist auch Ariel ein ambitionierter Wissenschaftler, welcher der Unzufriedenheit verfällt, da ihm weder die Wissenschaft noch die Religion die großen Fragen zum Universum und dem Leben beantworten kann und als letzten Ausweg einen Pakt mit dem Teufel sieht.
"When the Lights are Down Kammerset" legt ein gehöriges Tempo vor und berichtet von Ariels packt mit Mephisto, welcher ihn in die Arme von Marguerite treibt, welche im dritten Track von Simone Simmons – Frontfrau der niederländischen Band Epica – verkörpert wird. Im Duett zu "The Haunting" einem tiefgründigen Mid-Tempotrack, ergänzt sich Simmons Stimme perfekt mit der von Roy Kahn.
Es bedarf keiner Track für Track-Analyse um festzustellen, dass KAMELOT mit The Black Halo" ein weiteres Meisterwerk ihrer ansehnlichen Diskografie erschaffen haben, welches neben genialen Songs und einem Aufgebot an Gastkünstlern eines metallischen Pendant zu Goethes Werken gleich kommt.
Sowohl im Track "Abandoned" als auch bei "Memento Mori" gibt Kamelot Mastermind Thomas Youngblood´s bessere Hälfte Mari Youngblood ihr Können als Sopranistin zum Besten in der Rolle der der Helena.

Fazit: Was bleibt da noch zu sagen? Wäre THE BLACK HALO ein Auto, wäre es wohl ein makelloser, auf hochglanzpolierter Bentley. Kamelot haben schon immer bewiesen, dass sie sowohl im Songwriting als auch in der Produktion keine Kompromisse eingehen und grundsätzlich hochwertigen Metal abliefern, der seines gleichen sucht.
Bei der limitierten Digi-Version sind 2 Bonus-Tracks enthalten. Außerdem hat man ein kleines Easteregg bei manchen CDs eingebaut, welches man leider nur mit älteren CD-Playern bzw. denen mit einer Rücklauffunktion finden kann. Spult man den Track March of Mephisto zurück, findet man ein ca. 1:22 minütiges Intro vor, in welchem ein Pärchen eine Theatervorstellung besucht. Ein Querverweis zum Album EPICA, welches den ersten Teil der Story darstellt.

Titel-Liste:
 
  1. March of Mephisto (feat. Shagrath)
  2. When the Lights are Down
  3. The Haunting (feat. Simone Simons)
  4. Soul Society
  5. Interlude I: Dei Gratia
  6. Abandoned (feat. Mari Youngblood)
  7. This Pain
  8. Moonlight
  9. Interlude II: Un Assassinio Molto Silenzioso
  10. The black Halo
  11. Nothing ever dies
  12. Memento Mori (feat. Shagrath & Mari Youngblood)
  13. Interlude III: Midnight - Twelve Tolls for a new Day
  14. Serenade
  15. The Haunting (radio edit) (feat. Simone Simons)
  16. March of Mephisto (Radio Edit) (feat. Shagrath)
  17. Epilogue
  18. Soul Society (Radio Edit)

Laufzeit:
 58:43 Min.

Probehören und Kaufen:
Kamelot: THE BLACK HALO


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