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Review: Kilroy
 
INTRODUCING KILROY!

Album:
 INTRODUCING KILROY!, 2005, Freak Me Out Frank

Stil:
 Rock'n'Roll, Beat, Mod

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 J.G., 06.07.2008

Review:
 Stilbezeichnungen sind stellenweise nicht einmal das Papier wert, auf dem sie drauf geschrieben sind. Und was darf ich erwarten, wenn die Musik des schwedischen Quartetts als 60's Rock'n'Roll Mod Beat Garage Soul Up Tempo Rythm'n'Blues charakterisiert wird? Naja, zumindest bin ich sicher, dass es sich weder um Thrash noch um Nu Metal handeln wird. Und richtig, die eigene erste Hörprobe bestätigt es, wir sind musikalisch wieder in den 60ern, der guten alten Beatles angelangt. Ok, nicht nur Beatles, denn "Mod" ist ein Stil, der erstmals von The Who und Kinks gespielt wurde, so nebenbei bemerkt.
Erstaunlich, und natürlich auch erfreulich, dass es die Skandinavier auch heutzutage mit dieser Musik geschafft haben, begeisterte Fans in Europa und auch der Heimat dieser Musik, der britischen Inseln, zu aktivieren. Wer möchte, kann sich die CD kaufen und für ganz Eilige oder skeptische Probehörer gibt es die Titel auch kostenlos zum Download auf der Myspace-Seite.
Die Musik der Beatles & Co. ist offensichtlich noch lange nicht tot und versteht es heute wie damals Bands und Zuhörer gleichermaßen zu begeistern. Cover-Artwork und die Kleidung der Jungs tun ihr übriges, den geneigten Zuhörer in die richtige Stimmung zu versetzen. Drücken wir also die Start-Taste und beamen uns 40 Jahre zurück in die Vergangenheit. Wohl bekomm's!

Orgelklänge und mehrstimmiger Gesang die Markenzeichen dieser Zeit dürfen natürlich beim Opener "She's mine" nicht fehlen und auch sonst haben sich die Skandinavier bemüht, den Klang von damals zu konservieren.
Noch etwas mehr Tempo spendieren Kilroy für "Falling Forward", bei dem sie nach einem recht satten Break nochmal gehörig loslegen und dabei Erinnerungen an The Who wach werden.
"Heart of Stone" reiht sich ebenfalls in die Reihe der prima tanzbaren Beat-Songs ein, ist jedoch deutlich einfacher gestrickt als das folgende "Golden Days" mit seinem treibenden Rhythmus.
Ganz im Stile der Rolling Stones spielen Die Jungs bei "What could it be?" zur Abwechslung auch mal etwas härtere Rockmusik.
Die übrigen Titel liegen sowohl stil- und tempomäßig als auch qualitativ irgendwo zwischen den bereits genannten mit Ausnahme von "Ain't the Weather Nice", das abgesehen von den Instrumenten fast etwas zu modern klingt. Alle Songs liefern ein durchaus authentisches Bild der Musik der 60er - nur das Knacken und Knistern der Schallplatten fehlt, aber darauf kann man getrost verzichten, denke ich.

Fazit: An einer Stelle hat man wirklich nicht zu viel versprochen. Es gelingt mühelos, sich bei der Gute-Laune-Musik zurückzulehnen und in die musikalische Zeitgeschichte einzutauchen. Aber egal wie gut die Schweden den "Good Old 60's" fröhnen mögen, sind diese nicht mehr ganz zeitgemäß. Damit meine ich weniger, dass man heutzutage mit dieser Musik niemanden beglücken kann, im Gegenteil, ich bin überzeugt, dass dieser Stil auch in der aktuellen Zeit noch funktioniert. Ich frage mich vielmehr, ob ich unbedingt ein eines Album kaufen muss oder ob es nicht einfach reicht, sich im Regal bei den älteren Scheiben zu bedienen.
Aber das haben die Schweden vielleicht schon vorher gesehen, denn immerhin ist der Download der Songs kostenlos! Wem es dann wirklich gefällt, der kann den Jungs mit einem CD-Kauf unter die Arme greifen.

Tipp:
 Alle Freunde der Beatles, Kinks, The Who und unzähliger anderer Bands diese Zeitalters werden hier sicherlich einige Themen wiederfinden und sich sofort heimisch fühlen.

Titel-Liste:
 
  1. She's mine
  2. Lake Orangatanga
  3. Falling Forward
  4. Smiling Faces
  5. Heart of Stone
  6. Golden Days
  7. Cold & Blue
  8. Question Mark?
  9. What could it be?
  10. The Ballade of Johnny Cool-Guy & The Chainsaw Girl
  11. Ain't the Weather Nice
  12. Velvet

Laufzeit:
 33:31 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/kilroysweden 


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