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Review: Kimball & Jamison |
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Album:
| | KIMBALL & JAMISON, 2011, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.H., 27.10.2011 |
Review:
| | Irgendwie ist es doch schön, dass es im Rock-Bereich zwar immer wieder mal neue Talente schaffen sich einen Namen zu machen, aber gleichzeitig gibt es auch wahre Größen, bei denen man fast immer sicher sein kann, dass sie hochwertige Kost abliefern.
Und hier ist so ein Beispiel: Das italienische Label Frontiers hat es geschafft, die Ausnahmesänger Bobby Kimball (Ex-Toto) und Jimi Jamison (Ex-Survivor) zusammen zu bringen und einfach mal so ein paar AOR/Melodic Rock-Songs einzuspielen. Die Vorgabe dürfte dabei klar sein – man hört eine Mischung aus Toto und Survivor. Wenn man schon denkt: „Wow, größer geht es doch gar nicht!“, sollte man seine Ohren spitzen, wer im Hintergrund noch so mitmischte, denn da tauchen solche Namen auf wie Richard Page (Mr. Mister), Randy Goodrum (Steve Perry, Toto), John Waite (Bad English), Erik Martensson (W.E.T, Eclipse), Robert Sall (Work Of Art) und sogar Jim Peterik (Survivor)! Das ganze liest sich auf dem Blatt Papier also durchaus hervorragend, doch wie ist das Ergebnis denn ausgefallen? Nun, das soll diese Review hier beantworten.
Der Opener "Worth fighting for" klingt sofort vertraut und weckt Erinnerungen an die Über-CD THE SEVENTH ONE von Toto aus dem Jahre 1988. Aber keine Angst, die Produktion ist natürlich sehr modern gehalten und entsprechend druckvoll.
Die Single "Can't wait for love" wiederum klingt eher nach einer typischen Survivor-Nummer und überrascht hier und da sogar mit modernen Klängen, wobei aber der Hauptaugenmerk auf den etwas härteren Gitarrenriff gelegt wurde. Alles in allem eine würdige Singleauskopplung.
Wenig überraschend dürfte es auch sein, dass sich sogar eine Ballade eingeschlichen hat, hier heißt sie "Sail away", die mir etwas zu poppig und glatt arrangiert ist. So was dürfen irgendwelche Gewinner unsäglicher Castingshows von sich geben, aber nicht solche Ausnahmetalente wie ein Bobby Kimball bzw. Jimi Jamison! Das ist ein klarer Abtörner.
Doch zum Glück kommt danach mit "Chasing Euphoria" ein absolutes Highlight der CD. Hier fühlt man sich sofort an den grandiosen Soundtrack von Rocky IV erinnert. Der Song könnte glatt als Nachfolger von "Burning Heart" durchgehen.
Danach ist es wieder Zeit für eine Ballade – diesmal heißt sie "Find another Way". Zum Glück ist das eine waschechte Rockballade, die mich wiederum an die Survivor-Klassiker "Man against the World" und "Ever since the World began" erinnern – also ist die Nummer mehr als nur gelungen!
Mit dem Old School-Song "Get back in the Game" tue ich mich etwas schwer, ich weiß nur nicht warum, es ist schon alles sehr eingängig, aber hier fehlt mir der letzte Funke, da ich das Gefühl habe, dass man sich nicht entscheiden konnte, ob der Song nun klassischer Hard Rock oder eine Boogie-Woogie-Nummer werden sollte.
Das nachfolgende "I did everything wrong" kann dafür sofort wieder überzeugen, denn hier hört man eine antreibende Rockhymne, die auch locker vom Survivor-Album VITAL SIGNS stammen könnte, was natürlich für eine hohe Qualität bürgt. Mit "Shadows of Love" kommt dann eine nette, feine Mid-Tempo-Nummer, die keinem weh tut.
Beim Opening von "Hearts beat again" könnte man denken, dass schon wieder eine Ballade kommt, aber weit gefehlt, denn hier zitieren Kimball und Jamison erneut einen Klassiker – nämlich "It's the Singer not the Song" von Survivor – anders gesagt, diese Nummer gehört zu den absoluten Überfliegern auf der CD.
Danach denke ich mir "AUA!", denn dann kommt "We gotta believe", dass irgendwie schrägt klingt. Das Arrangement klingt nicht gut abgestimmt und auch der Gesang der Herren hört sich so an, als ob bei den Aufnahmen beide erkältet gewesen sind. Absolute Enttäuschung.
Zum Glück folgt mit "Kicking and screaming" dann wieder ein absolutes Highlight aus dem Bereich des AOR. Hier stimmt einfach alles – die Instrumentierung, der Gesang von den beiden Herren, die sich hier einfach gegenseitig zu einer absoluten Höchstleistung antreiben. Nicht zu vergessen der Chor im Refrain und das herrlich altmodische Keyboard. Da geht mir das Herz auf.
Zu guter Letzt folgt mit "Your Photograph" dann nochmal eine Ballade, die eher an Toto als an Survivor erinnert. Es dauert hier etwas, aber nach ein paar Mal hören ist die Nummer ein echter Hit!
Fazit: Großartige Überraschungen sollte man hier nicht erwarten, denn wo Bobby Kimball und Jimi Jamison drauf steht, ist halt eins drin: Klassischer AOR und Melodic Rock. Mir fällt auf, dass die Songs, die an Survivor erinnern besser sind als die Nummern, die auf Toto anspielen. Deswegen gibt es leider ein paar Ausfälle zu vermelden. |
Anspieltipps:
| | "Worth fighting for", "Can't wait for love", "Chasing Euphoria" und "Kicking and screaming". |
Tipp:
| | Fans vom klassischen AOR und Survivor zu Vital Signs-Zeiten sollten hier ruhig mal ein Ohr riskieren bzw. den Kauf wagen. |
Titel-Liste:
| | - Worth fighting for
- Can't wait for love
- Sail away
- Chasing Euphoria
- Find another Way
- Get back in the Game
- I did everything wrong
- Shadows of Love
- Hearts beat again
- We gotta believe
- Kicking and screaming
- Your Photograph
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.bobbykimball.com  |
Probehören und Kaufen:
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