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Review: Kneipenterroristen
 
DIE ERSTEN WERDEN DIE LETZTEN SEIN

Album:
 DIE ERSTEN WERDEN DIE LETZTEN SEIN, 2008, Rude

Stil:
 Heavy Metal, Hard Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 12.10.2008

Review:
 Man kann sie lieben oder aber hassen. In jedem Fall ist das Quartett von der Waterkant ein Garant für ausgelassene Partystimmung und vollmundige Sprache. Dass man dabei den rotzigen Rock nicht standesgemäß mit Englisch sondern mit Deutsch auf den Punkt bringt, mag an dieser Stelle vielleicht sogar ein Vorteil sein. Es lässt sich im Bierzelt einfach viel überzeugender mitgröhlen, wenn man auch versteht, was man gerade singt - besonders jenseits der 1,5 Promille.
Wer jetzt jedoch denkt, die Kneipenterroristen würden zu ihrer Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal ausschließlich sinnfreie Texte zum besten gegeben, der sei gewarnt, denn so mancher Song hat eine gehörige Portion Sozialkritik an Bord und trifft auch punktgenau den Arsch dort, wo es richtig weh tut. Klar, es sind keine neuen Erkenntnisse, aber dafür charakterisieren sie leider ziemlich genau das, was gerade so alles aus der Spur läuft.

Mit AC/DC-kompatiblen Klängen zu "Unsere Welt" erklärt sich die Band in amüsanter Art und Weise zunächst einmal selbst. Genau der richtige Einstieg, um die Party beginnen zu lassen, Gitarren-Soli inbegriffen.
Deutlich härter und flotter wird mit "Des Wahnsinns fette Beute" die erste runde sanfter Sozialkritik eingeläutet. Schon hart an der Grenze des Punkrocks bringt Martin in kürzester Zeit seine Gitarrensaiten zum Glühen.
Und dann ist schließlich Schluss mit lustig. "Geld verdirbt die Welt" rechnet mit gnadenlos groovenden Riffs mit den Bonzen dieses Landes ab, bevor mit den brachialen Rock-Stampfer "Religion" auch der Klerus sein Fett ab bekommt.
Richtig ernsthaft und sicherlich kontrovers diskutiert stellt "Der Zeitpunkt meines Todes" die kritische Frage: Wer hat Recht über mich selbst, mein Leben und meinen Tod? Die Kneipenterroristen sind eindeutig auf der Seite des Individuums und das ist gut so...
"Schuld haben immer nur die anderen", "hör auf zu jammern...", genau der richtige Appell für alle, die übersehen, zuerst vor der eigenen Tür zu kehren. Anstatt ständig zu klagen, sollte man selbst endlich den Arsch vom Sofa hoch bekommen. Mit satten Bässen wir kräftig nachgeholfen und irgendwann steht man gerne auf...
Zur großen Riff-Schlacht (einer der Highlights des Albums) rufen die Hamburger bei ihrem Titeltrack "Die Ersten werden die Letzten sein" auf und fordern von allen, die bisher tapfer abgetanzt haben, die letzten Reserven.
Aber keine Angst, wem schon die Zweifel plagen, ob er sich hier die Sozialkritik-Kante geben soll, der sein beruhigt. Es sind noch genügend Partyhymnen an Bord mit interessanten Themen, wie "Hopfen und Malz", "Heute Nacht wird durchgemacht" oder der abschließenden Ballade "Mein letztes Bier", die sich bis zuletzt nicht eindeutig zwischen Humor und Tragik entscheiden kann.

Der limitierten Ausgabe wird übrigens auch eine DVD beiliegen, die zwei Live-Auftritte, einen Soundcheck, einen Roadclip und ein Interview beinhaltet. Besonders live nehmen die Jungs kaum ein Blatt vor den Mund, und wer einen gewissen Proll-Faktor auf der CD vermisst hat, der bekommt es hier satt nachgeliefert. "Ketten und Leder", "Sie kam zu mir am Morgen" und "Pornostar" sind nur einige Beispiele, die eigentlich mit FSK16 versehen sein sollten.
Aber wems gefällt...

Fazit: Vorbei sind die Zeiten, wo echte Stimmungsmacher im Regal nur unter AC/DC oder Motörhead zu finden waren und man englische texte lernen musste. Dass man inzwischen auch mit deutschen Texten punkten kann und dabei ankommt, beweisen die Kneipenterroristen. Wie gut die Jungs ankommen, zeigen immerhin die Headline-Shows mit mehr als 20.000 Besuchern. Erfreulicherweise haben die Norddeutschen diesmal eine gehörige Portion Ernsthaftigkeit partytauglich verpackt und auf allzu ausufernde Anzüglichkeiten verzichtet (die gibts auf der Bonus-DVD). Trotzdem lassen sich die Songs prima abfeiern und Mitgröhlen ist einfach Pflicht.

Tipp:
 Es müssen manchmal erst "große Bands" abtreten, damit andere zeigen können, was in ihnen steckt. Mit dem neuen Kneipenterroristen-Album wird jeder Deutsch-Heavy-Rock-Fan bestens bedient - voll auf die Zwölf, wie es sich eben gehört.

Titel-Liste:
 
  1. Unsere Welt
  2. Des Wahnsinns fette Beute
  3. Geld verdirbt die Welt
  4. Hopfen und Malz
  5. Religion
  6. Der Zeitpunkt meines Todes
  7. Schuld haben immer nur die anderen
  8. Heute Nacht wird durchgemacht
  9. Nichts zu bereuen
  10. Der letzte Schnitt
  11. Die Ersten werden die Letzten sein
  12. Mein letztes Bier

Laufzeit:
 47:04 Min.

Band-Infos:
 
  • www.kneipenterroristen.org 


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