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Review: Knock out Kaine
 
HOUSE OF SINS

Album:
 HOUSE OF SINS, 2012, Dust on the Tracks

Stil:
 Hard Rock, Sleaze Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.A., 26.05.2012

Review:
 Was für ein Debüt! Knock out Kaine hauen mit HOUSE OF SINS genau die Sleaze-Rock-Platte raus, dich ich mir gerne schon vor über 20 Jahren in den Player geschoben hätte.

Das britische Quartett serviert uns auf seinem Erstling famose und sich sofort ins Langzeitgedächnis einbrennende Hard-/Sleazerock-Perlen, die unweigerlich Erinnerungen an die ersten Feten in muffigen Partykellern der Eltern längst aus den Augen verlorener Schulfreunde wecken. Die 12 auf HOUSE OF SINS verewigten Knallersongs machen einfach nur Freude und versprechen einen verschwitzten und feucht-fröhlichen Abend. Der druckvolle Breitbandsound erzeugt wohlige Wärme, während die unverschämt eingängigen und mit erinnerungswürdigen Hooklines garnierten Kompositionen eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass die Unterkategorie "Sleaze Rock" soeben ihre Wiederauferstehung erlebt.

Die Power, die unschlagbaren Hitmelodien sowie die furiose Röhre von Dean Foxx wischen 20 Jahre einfach weg. Hier Höhepunkte auszumachen fällt schwer, da Ausfälle eigentlich nicht zu verzeichnen sind. Erwähnung soll an dieser Stelle auch lediglich -stellvertretend für die übrigen Songs – die Über-Ballade "Coming Home" finden, die sich bereits nach wenigen Sekunden als absoluter Hitgarant herausstellt und sicherlich das Maß sein wird, an dem sich Knock out Kaine in Zukunft messen lassen müssen. Diese Nummer wurde für Stadien geschrieben, nicht für miefige Clubs oder kleine Hallen. Vor meinem geistigen Auge manifestiert sich ein Bild: Eine unüberschaubare Menschenmenge, die euphorisiert, hypnotisiert, ausgelaugt und mit Feuerzeugen und Wunderkerzen bewaffnet bis zum Morgengrauen immer wieder diesselbe Hookline intoniert: NA NANANA NANANA! I’M COMING HOME!!

Selbst meine griechischen Nachbarn sind von HOUSE OF SINS hellauf begeistert, wie ich dem ausdauernden Klopfen an meine Wohnzimmerwand sowie den lautstark vorgetragenen, verbalen Sympathiebekundungen entnehmen kann. Der griechische Ausdruck "Malaka" bedeutet ins Deutsche übersetzt übrigens soviel wie "Erstklassige Mucke, mach lauter". Aber gerne doch, irgendjemand muss schließlich etwas für die angeschlagene deutsch-griechische Beziehung tun, oder!?

Fazit: TIME MACHINE wäre ebenfalls ein guter Titel für dieses granatenstarke Sleaze Rock-Machwerk gewesen. Knock out Kaine aus England knüpfen dort an, wo Combos wie Faster Pussycat, L.A. Guns oder Skid Row vor über zwei Dekaden aufgehört haben. Bei hungrigem und dreckigem Rock ’n’ Roll, Powerhouse-Sound, fantastischen Hooklines und potentiellen Hitnummern! Also, schnurstracks in die alten Lederbuchsen gezwängt, das totenkopfbedruckte Halstuch um die - von lichtem Haarwuchs gekennzeichnete - Murmel gebunden, eine Flasche Jack Daniels ins Drei-Sterne-Eisfach verfrachtet und den Nachbarn den ausgestreckten Mittelfinger entgegengestreckt! Heute pfeifen wir mal auf jegliche Konventionen!

Anspieltipps:
 "House of Sins", "Backstreet Romeo", "Coming Home", "Moving on".

Titel-Liste:
 
  1. The Welcome
  2. House of Sins
  3. Liquor up
  4. Little Crystal
  5. Set the Night on Fire
  6. Backstreet Romeo
  7. Skinstar
  8. Coming Home
  9. Going down (she goes)
  10. Time
  11. Somebody save me
  12. Moving on
  13. Coming Home (Radio edit)

Laufzeit:
 49:50 Min.

Band-Infos:
 
  • www.knockoutkaine.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Knock out Kaine: HOUSE OF SINS

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