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Review: Kreator |
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Album:
| | HORDES OF CHAOS, 2009, Steamhammer |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.J., 06.02.2009 |
Review:
| | Mit Kreator veröffentlicht Eine der größten, wenn nicht wohl sogar die größte europäische Thrash Metal Band anno 2009 ihr neues Album. Große Überraschungen sind nicht zu erwarten, schließlich weiß man bei der Essener Truppe was einen erwartet. Dass ENDORAMA nicht der große Hit war, dürfte die Band selbst gemerkt haben und hat sich daher zum Glück schon vor einigen Jahren auf das zurückbesonnen, was sie am besten kann: Bodenständigen, harten Thrash Metal, garniert mit einigen markanten Melodien und Harmonien und Milles unverkennbarem Stimmorgan. Das letzte Album dieser Art war bislang das überaus starke ENEMY OF GOD, an welchem sich die neue Scheibe namens HORDES OF CHAOS natürlich messen lassen muss. Schauen wir mal...
Auf geht's mit dem Titeltrack. Eine Gitarrenmelodie eröffnet "Hordes of Chaos", die zweite ergänzt die Harmonie. Das Schlagzeug setzt ein, Bass kommt hinzu und peng! - wir sind wieder im bekannten Sound. Ein schneller Track der ohne Kompromisse nach vorn geht.
Das folgende "Warcurse" setzt da noch einen zacken drauf, man gibt noch mehr Gas und auch Mille klingt noch wütender.
Klar, dass man da mit "Escalation" erst mal einen Gang zurückschaltet. Die Tempowechsel lassen den Song nicht langweilig werden, eine klassische Headbang-Nummer.
Cleane Sounds gibt es zum Anfang von "Amok Run". Mille singt melancholisch und bedrohlich, ähnlich wie schon in "Black Sunrise" vom VIOLENT REVOLUTION Album. War dieser Track jedoch eine Halbballade, gewinnt "Amok Run" sehr schnell an Fahrt und explodiert im Chorus schließlich endgültig. Klasse Nummer!
"Destroy what destroys you" is eine typisch stampfige Midtempo Nummer zum Haareschütteln, woraufhin "Radical Resistance" wieder das Gaspedal durchtritt.
Über "Absolute Misantrophy" und "To the Afterborn" kommt man zum kurzen, ebenfalls cleanen Zwischenspiel "Corpses of Liberty", welches Instrumental gehalten ist und auch gerne etwas länger sein könnte.
"Demon Prince" ist der letzte Song des Albums.
Viel interessanter als eine Beschreibung der Songs selbst ist es wohl aber, mal noch die verwandte Aufnahmetechnik zu HORDES OF CHAOS zu erwähnen. Nicht nur dass sich die Band mit Moses Schneider einen im Metal völlig unerfahrenen Produzenten gesucht hat, sie ging auch bei den Aufnahmen ganz andere als übliche Wege. Anstatt alles digital einzuspielen und anschließend zigfach zu bearbeiten, zu verbessern und auch an vielen Ecken etwas zu schummeln wollten Kreator unbedingt eine Live-Atmosphäre schaffen. Wenn Drummer Paul der Death Metaller Cannibal Corpse nach den Aufnahmen verschmitzt grinst und zu Protokoll gibt, es sei nichts geschummelt, man habe ein Mikro in die Mitte des Raumes gestellt und live gespielt so ist das natürlich eben so überspitzt wie wenn man sagt, Kreator taten genau das, gänzlich falsch ist die Aussage aber sicher nicht.
Das Ergebnis klingt frisch und der Sound macht ordentlich Druck, Herr Schneider hat seine erste Metalproduktion erfolgreich gemeistert. Kreator auch, wenn gleich es ihre zwölfte Metal-"Produktion" war.
Fazit: An den Vorgänger reicht HORDES OF CHAOS nicht heran, ebenso wenig an die ersten Alben, jedoch ist es definitiv ein gelungenes Metalalbum das Old-School ist, ohne altbacken zu klingen. Fans sind auf jeden Fall zufrieden damit, andere können aber durchaus auch ihre Freude damit haben. |
Titel-Liste:
| | - Hordes of Chaos
- Warcurse
- Escalation
- Amok Run
- Destroy what destroys you
- Radical Resistance
- Absolute Misantrophy
- To the Afterborn
- Corpses of Liberty
- Demon Prince
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Laufzeit:
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