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Review: Lanfear |
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Album:
| | ANOTHER GOLDEN RAGE, 2005, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | U.B., 29.11.2007 |
Review:
| | Wer in diesen Tagen den Fernseher anstellt landet spätestens beim zweiten Umschalten bei einer Kochshow. Dort werden einem dann die tollsten Schmankerl serviert. Wenn man das doch in musikalischer Richtung auch sagen könnte. Stattdessen gibt es ungenießbaren Fast Food Brei ala Tokio Bordell. Igitt. Wenn ihr hingegen eure Musik- Geschmacksnerven so richtig verwöhnen wollt, habe ich hier ein echtes Sahnestück für euch. 100% Geschmack und ganz ohne Kalorien. Das bringen nicht mal die Herrn Lafer (Fernsehkoch) und Co zustande.
Lanfear, aus deutschen Landen frischt auf den Teller, Plattenteller meine ich. Mit ANOTHER GOLDEN RAGE präsentieren die Lanfear Starköche, die ihren Gourmettempel bereits 1993 eröffneten, ihr bereits viertes Werk. Tobias Althammer Vocals, Markus Ullrich Gitarre, Kai Schindelar Bass, Ritchie Seibel Keyboards und Jürgen Schrank Drums. Schmeckte man auf Nummer zwei ZERO POEMS noch sehr deutlich die Prog Gewürze, so änderten sich auf ANOTHER GOLDEN RAGE die Zutaten etwas. Hier wird Power Metal mit einem Schuss Prog flambiert in 11 Gängen kredenzt.
Die Vorspeise bildet gleich der Titelsong "Another golden Rage". Kaum hat man die Serviette angelegt schon serviert der freundliche Ober wummernde Drums, schneidende Riffs und flirrende Keyboards. Dazu kommt Tobias Althammer der mit seiner Stimme seinem Namen alle Ehre macht, Hammer. Die Vocals sind auch in großen Höhen kristallklar wie russischer Wodka. Der Mann hat Kraft in der Stimme, das schneidet wie ein heißes Messer die Butter. Vorzüglich mundet auch das Gitarrensoli von Markus Ullrich. Das ganze erinnert stellenweise an alte Queensryche als die Im Gastronomieführer noch ganz weit oben standen. Lang ist es her.
"The unrestrained" erzeugt mit seinem futuristischen Keyboard Intro ein angenehmes Prickeln auf der Zunge, aber nur kurz bevor die Drums dermaßen druckvoll durch den Gaumen fegen, die zahlreichen gekonnten Tempowechsel, Keyboard und Gitarrensoli die Geschmacksnerven Purzelbäume schlagen lassen. Ein echter Zungenschnalzer.
"Dispraise" ist anfange geprägt von mitreißendem Drumming. Schöne melodische Wechsel von Lead und Backing Vocals, im hinteren Drittel abermals ein kurzes Gitarrensolo, ja so muss Power Metal sein.
"Transmigration" kommt mit harten Riffs daher. Die Nummer zergeht nicht ganz so leicht auf der Zunge. Hier schmeckt man deutlich die Prog Zutaten. Aber dennoch sehr rund im Abgang.
"Eclipse", eine sehr kurze Nummer, entwickelt sich von den leisen Klängen einer Spieluhr rasant zu orchestralem Sound bevor es ebenso sanft ausklingt.
Das schafft einen deutlichen Kontrast zu den harten, schnellen Riffs und dem energiegeladen Drumbeats von "Shades of Black". Althammers superber Gesang wechselt mit heiseren Death Metal Shouts im Hintergrund. Ullrich lässt in einem Solo die Saiten glühen bevor er abgelöst wird von den Keyboards, dumpfem Bass und treibenden Drums. Melodisch und energiegeladen trifft es wohl am ehesten.
"The Voice within" wird dominiert von flinkem Keyboard und kompliziertem Drumming. In gewohnt hoher Qualität der Gesang von Althammer.
"Silence" ein Midtempo Song startet ungewohnt ruhig, dem Titel entsprechend. Die Vocals klingen sanfter als sonst. Im Verlauf drehen die Jungs jedoch den Regler der Herdplatte gehörig auf. Einmalig wie sich die Vocals hochschrauben ohne auch nur im Entferntesten angestrengt oder bemüht zu klingen.
"Eternally" zeigt die musikalische Bandbreite von Lanfear. Eine Ballade die getragen wird von Altmanns wandelbarer Stimme die hier sanft und schmeichelnd sehr schön mit, teils an Streicher erinnernden Keyboards, harmoniert. Eine Nummer die viel musikalisches Einfühlungsvermögen beweist. Ein kurzes Saxophon Solo, sehr ungewöhnlich auf einem Metal Album, verleiht dem Song ein kleines Sahnehäubchen.
"What...for" gibt Jürgen Schrank an den Drums ausreichend Gelegenheit mit vertrackter, verschachtelter aber immer songdienlicher Spielweise zu glänzen. Auch hier gibt es viele Tempowechsel und Breaks. Keyboards erklingen sphärisch, schnelle Drums, wummernder Bass, rasante Rhythmuswechsel, druckvolle Gitarre, gehörig Power, alle Elemente die Lanfear auszeichnen prägen auch diese Nummer.
Zum Schluss wird mit "Outliving the Ages" der Nachtisch serviert. Altmanns hymnische Vocals, überraschende Tempoverschärfungen im Wechsel mit ruhigen Passagen, eine gelungene Mischung aus Power und Melodie, tolles Songwriting und jede Menge technischer Finessen lassen die Augen des Gourmets strahlen und sich genüsslich die Finger abschlecken. Hmmm.
Fazit: Wer auf Fast Food Teeny Mucke für kreischende, Zahnspangen tragende Mädels steht, die in Ohnmacht fallen wenn der gute Bill ins Mikro rülpst, sollten tunlichst die Finger von dem Album lassen. Denn hier wird feines fünf Sterne Buffet geboten. Kein Fett nur 100% Metal, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Es kommt eben auf hochwertige Zutaten an. Wer jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann auch die älteren Speisekarten TOWERS, ZERO POEMS und THE ART EFFECT antesten. Lecker, könnte ich jeden Tag essen. Momentan arbeitet Lanfear an einer neuen Kreation die aber leider wohl nicht mehr 2007 auf dem Festtagstisch stehen wird.
Ich wünsche guten Appetit. |
Anspieltipps:
| | "Another golden Rage", The Voice within", "Eternally" "Outliving the Ages" |
Titel-Liste:
| | - Another golden Rage
- The Unrestrained
- Dispraise
- Transmiggration
- Eclipse
- Shades of Black
- The Voice wirhin
- In Silence
- Eternally
- What…. for
- Outliving the Ages
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.lanfear.eu  |
Empfehlen:
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Bandinfos |
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