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Review: Leaves' Eyes |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 27.09.2009 |
Review:
| | Schon als sich Liv Kristine 2003 von der Band Theatre Of Tragedy verabschiedete, war man gespannt, was die charismatische Sängerin danach auf die Beine stellen würde. Sie gründete zusammen mit der gesamten Truppe der deutschen Band Atrocity das Projekt Leaves' Eyes. Mit LOVELORN setzten Liv & Co. ein erstes Markenzeichen, das mit VINLAND SAGA gleich nochmal gesteigert wurde.
Nachdem inzwischen sogar noch die DVD WE CAME WITH THE NORTHERN WINDS / A SAGA I BELGIA veröffentlicht wurde, sowie die EP MY DESTINY als Appetizer vorausgeschickt wurde, steht nun der neue Longplayer Nummer drei von Leaves' Eyes in den Startlöchern: NJORD.
Und siehe da: NJORD setzt dem bisherigen Schaffen nochmal eins drauf. Das Songwriting ist unheimlich vielfältig, die Kompositionen hervorragend durchdacht, die Arrangements sehr intelligent und Liv bringt wohl die beste Gesangsleistung ihrer Karriere zum Vorschein.
Auf NJORD arbeiten Leaves' Eyes auch erstmals mit Chor und Orchester zusammen. Es handelt sich dabei um das Lingua Mortis-Orchestra unter der Leitung von Victor Smolski, das dessen Band Rage schon einige Alben veredelte.
Auch dem Sound von Leaves' Eyes tut die Ausweitung der symphonischen Anteile gut. Er wird dadurch nicht nur noch vielschichtiger, sondern auch eine Spur weit bombastischer und epischer. Erinnerungen an das letzte Edenbrigde-Werk MYEARTHDREAM werden dabei wach. Es klingt meiner Ansicht nach einfach besser, wenn Gothic-Bands anstatt ausschließlich auf das Keyboard auch noch auf ein richtiges Orchester zurückgreifen können.
Von den Stücken würde ich keines als schwach bezeichnen. NJORD bringt zwar nicht nur absolute Superhits hervor, insgesamt wird aber ein wirklich guter qualitativer Schnitt gehalten. Dabei ragen das vielschichtige und liebliche "My Destiny", das dynamische und düster-gothische "Emerald Island", das richtig bezaubernde und von Leaves' Eyes unnachahmlich performde Traditional "Scarborough Fair", das triefgründig-verschachtelte "Through Our Veins", das ebenso pompöse wie emotionale "Northbound" und das schön atmosphärische und etwas progressiv angehauchte " Frøya's Theme" nochmal heraus. Aber wie gesagt, einen Ausfall gibt es nicht. Die Stücke rangieren zwischen "nur" gut und erstklassig.
Wer sich die Ltd. Edition zulegt, darf sich über zwei Tracks mehr freuen. Von den beiden schließt sich " Landscape of the Dead" direkt dem hohen Albumstandard an. Das französischsprachige " Les Champs de Lavande" ist mir dagegen etwas zu schwülstig.
Darüber hinaus gibt es noch eine Limited Deluxe Edition, die mitsamt dem detailgetreuen Modell eines Wikingerschiffes kommt. Diese ist auf 500 Stück limitiert, hat mit über 80 Euro aber einen mehr als stolzen Preis.
Fazit: NJORD ist der bisherige Höhepunkt in Leaves' Eyes Schaffen. Dennoch glaube ich, dass da noch mehr gehen kann. Auf jeden Fall sollte auch zukünftig die Zusammenarbeit mit einem Orchester erhalten bleiben, weil das einfach die symphonische und epische Note der Kompositionen deutlich steigert.
Aber auch sonst ist NJORD abwechslungsreich und vom Songwiting gut durchdacht. Und die technische Leistung der Musiker - allen voraus Liv Kristine - ist 1a. Leaves' Eyes mischen nun endgültig in der 1. Liga des Symphonic Gothic Metal mit - und das völlig verdient. |
Anspieltipps:
| | Meine Anspieltipps sind alle die im Text hervorgehobenen Songs. |
Tipp:
| | Wer sich an Epica, alten Nightwish, Lunatica oder ganz besonders dem letzten Edenbridge-Album erfreut, sollte auch bei NJORD zugreifen. |
Titel-Liste:
| | - Njord
- My Destiny
- Emerald Island
- Take the Devil in me
- Scarborough Fair
- Through our Veins
- Irish Rain
- Northbound
- Ragnarok
- Morgenland
- The holy Bond
- Frøya's Theme
- - - Bonus Tracks (Ltd. Edition) - - - - Landscape of the Dead
- Les Champs de Lavande
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Laufzeit:
| | 55:59 Min. / 63:17 Min. (Ltd. Edition) |
Probehören und Kaufen:
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