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Review: Legacy Of Vydar |
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Album:
| | A HUNDRED MILES, 2011, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 05.11.2011 |
Review:
| | Legacy Of Vydar waren 2009 mit ihrer EP FACE TO FACE eine äußerst angenehme Überraschung. Die jungen Leute aus Köln vereinten Death Metal gekonnt mit Viking Metal und nannten das Produkt Epic Death Metal. Dass die musikalischen Vorbilder Amon Amarth heißen, überrascht wahrscheinlich nicht.
Nun haben die Rheinländer ihr erstes Full-Length-Album A HUNDRED MILES am Start. Mal schauen, ob sie das Potential der EP auch über die Langdistanz halten können.
Drei der vier ursprünglichen Tracks der EP begegnen uns auf A HUNDRED MILES auch wieder. Diese haben sich ja bereits bewährt. Auch die anderen Stücke sind kompositorisch nicht schlecht, warten mal mit epischen Elementen, mal mit dynamischen Vormärschen auf. Die Vereinigung der beiden Attribute ist weiterhin stimmig und erinnert noch immer an Amon Amarth, deren Klasse die Kölner aber noch nicht erreichen können. Es fehlen richtiggehende Hymnen.
Dafür fällt auf, dass die Gitarrenmelodien mitunter etwas zu weit in den Hintergrund gemischt werden. Dabei sollten Legacy Of Vydar gerade diesen Raum zur Entfaltung geben, da sie nun mal die epische Seite ins Spiel bringen. Stattdessen wird der harsche Gesang zu dominant eingesetzt, womit die sechs Jungs nicht ganz so gut beraten sind, da ihm eigentlich etwas die Variabilität fehlt. Es ist im Grunde immer dieselbe Art Growls ohne Variationen.
Die Rhythmustruppe macht ordentlich Dampf und erhält im Sound auch die Präsenz, die sie benötigt. In dem Bereich gibt es nichts zu bemängeln. Aber die Melodien werden nicht prägnant genug dargeboten. Hier müssen Legacy Of Vydar in Zukunft produktionstechnisch mehr darauf achten. So wie zum Beispiel beim Instrumental "Hope and Despair" hätten die Kölner gerne öfter agieren dürfen, und diese Melodik und Hymnik mehr in andere Songs integrieren können.
Neben den bereits von der EP bekannten und bewährten "Vidar", "Hold on" und "Not the End", sind "No remorse" und "Still Alive" weitere Stücke, die gute Eindrücke hinterlassen.
Insgesamt fällt eine qualitative Steigerung in der zweiten Albumhälfte auf, was nicht zuletzt an den gelungenen Kompositionen aus Zeiten der Demo-EP liegt. Schade, dass Legacy Of Vydar solch ein Songwriting-Niveau nicht über das gesamte Werk halten können. Schade ist auch, das das Stilmittel cleaner Vocals offenbar verpönt ist. Diese könnten die epischen und hymnischen Aspekte nochmal deutlich forcieren.
Fazit: Meine Begeisterung, die von der EP herrührte, erfährt mit A HUNDRED MILES eine kleine Ernüchterung. Legacy Of Vydar machen besonders in Sachen Sound und Produktion auf ihrem ersten Longplayer noch einiges verkehrt. Auch kann nicht jeder Song kompositorisch die Klasse der EP-Tracks halten. Es fehlen manchmal gerade die hymnischen und epischen Trademarks, die der angestrebte Stil dringend benötigt. So rutscht das Gesamtergebnis diesmal etwas mehr in Richtung Mittelfeld.
Legacy Of Vydar sind in meinen Augen aber weiterhin eine Band mit unheimlich viel Potential, und aus Fehlern kann man lernen. Ich hoffe, dass die Kölner dies ebenfalls tun.
Freunde von Bands wie Amon Amarth oder Obscurity können A HUNDRED MILES einstweilen schon mal antesten. |
Titel-Liste:
| | - My War
- A hundred Miles
- Too far
- My Soul unleashed
- No remorse
- Hope and Despair
- The Trail
- Vidar
- Hold on
- Still alive
- Not the End
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/legacyofvydar  |
Probehören und Kaufen:
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