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Review: Legion of the Damned |
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Album:
| | CULT OF THE DEAD, 2008, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | J.G., 02.01.2009 |
Review:
| | Thrash Metal ist zur Zeit so hoch im Kurs wie schon lange nicht mehr. Unbeeindruckt vom Klimawandel und Weltwirtschaftskrise brodelt es im Underground und so manche bereits längst verstorbene Bands werden exhumiert und wiederbelebt. Den eigentlichen Erfolg können jedoch nur die wirklich großen Bands für sich verbuchen. Allen voran erfreuen sich vor allem die alten Haudegen von Slayer und Testament immer noch ungebrochener Beliebtheit. Aber auch die Deutschen brauchen sich mit Mille und seinen Kreator oder Schmiers Destruction nicht hinter den Übersee-Größen verstecken.
Nur wenigen Bands ist es bisher gelungen zu diesen Bands auf dem Thrash-Olymp aufzuschließen. Zu den wenigen gehören seit einiger Zeit die Niederländer Legion of the Damned, die bereits mit ihren drei Vorgängern bewiesen haben, was in ihnen steckt. Mit zielsicherem Gespür für "Best of Slayer and Kreator" schaffen sie es immer wieder alt Bekanntes mit ihrem eigenen Stil zu einer kritischen Mischen anzureichern, bei der man nie weiß, was sie explodiert. Nur der ungefähre Schaden ihrer brutalen Hassbatzen lässt sich meist recht gut abschätzen, denn alles unter "totaler Zerstörung" ist für die Holländer nicht akzeptabel.
Nun könnte man annehmen, das nach Alben wie SONS OF THE JACKAL und FEEL THE BLADE die Munition langsam knapp werden könnte, aber weit gefehlt. Im Gegenteil, mit CULT OF THE DEAD wurden sogar noch ein paar Scheite mehr ins bereits gelbglühende Höllenfeuer geworfen. Wer jetzt annimmt, dass dies doch nur in sinnlosem Geknüppel enden kann, der wird überrascht sein. Maurice Swinkels Stimme herrscht immer noch über allem, wie ein blutgieriger Bullterrier über seinen Knochen, jedoch lässt er auf diesem Album seinen Mitstreitern deutlich mehr Raum zur Entfaltung. Da wird beispielsweise ständig an der Temposchraube gedreht, sodass es für Headbander diesmal deutlich schwerer sein wird die Nackenwirbel bei jedem Drum-Massaker zusammenzuhalten. Aber nicht nur die Drum-Parts, sondern auch die Gitarrenfront hat von der stimmlichen Verschlankung profitiert. Nicht so melodisch wie bei Kreator üblich, aber erheblich variantenreicher als bisher werden diesmal die Saiten bis zum Äußersten gequält.
Bestes Beispiel ist der Opener "Pray and Suffer", der seine Riff-Salven wie eine wild gewordene Stalin-Orgel in die Menge schießt und dabei noch mit einem Refrain überrascht, der sich trotz aller Aggressivität mitgröhlen lässt.
Die wirklich großen Knüppel lassen nicht lange auf sich warten, denn nach "Black Templer" und "House of Possesion" bleibt vom liebevoll gepflegten Rasen nicht viel übrig. Wie nach dem Angriff einer durchgedrehten Hundertschaft Maulwürfe sind die Folgen spür- und sichtbar.
Noch nicht genug? Wie wäre es dann mit etwas Tempo? "Black Wings of Yog-Sothoth" lässt nicht lange warten, bis es in einen wahren Geschwindigkeitsrausch ausbricht. Nur ein paar Breaks mit bleischweren Gitarren geben kurzfristig die Chance zum Luftholen.
Es muss jedoch nicht nur Tempo sein. Zugegeben, außer dem kurzen orchestralen Intro hält sich der Titelsong "Cult of the Dead" kaum zurück, jedoch ist es besonders der bestechend tiefe Groove und eines der wenigen Gitarren-Soli, die hier Highlights setzen.
Voll auf die Zwölf landet "Necrosophic Blessing" eine Riff-Salve nach der anderen. Nicht zuletzt wegen den kompromisslosen beinharten Prügelpassagen nähern sich die Niederländer hier deutlich der Deutschen Konkurrenz von Kreator.
Mit "Enslaver of Souls" kann man endlich etwas besser durchschnaufen, denn das Grundtempo ist für Legion of the Damned-Verhältnisse recht "sanft" gehalten, wenn auch die Forcierungen kaum Langeweile aufkommen lassen.
Bisher etwas stiefmütterlich behandelt, darf bei "Solar Overload" endlich gemosht werden, was das Zeug hält. Man sollte sich aber seine Kräfte von Anfang an gut einteilen, dass man es bis hierher schafft.
Brachial, dreckig und gnadenlos walzt auch "Lucifer Savior" alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt.
Den Abschluss bildet nicht nur textlich ("This is the end") "The final Godsend". Etwas ungewöhnlich und überraschend ist hier der Ausklang des Songs, denn wer hätte schon verspielte Pianoklänge mit Geräuscheffekten aus den Tiefen einer Gruft erwartet? Ich nicht.
Fazit: Kaum zu glauben, aber Legion of the Damned klingen diesmal noch eine Spur härter und brachialer als bei ihren Vorgängern. Sie haben es hervorragend verstanden den schmalen Grat ihrer Thrash-Ambitionen auf voller Breite auszunutzen und erneut mit einer glänzenden Produktion überrascht. Dort wo andere Bands Qualität für Lautstärke opfern, ist es den Holländern gelungen, von beiden ausreichend zu bieten und sich einen Platz im Olymp der Thrash-Götter nun redlich verdient. |
Tipp:
| | Thrasher aller Nationen aufgepasst, Legion of the Damned schicken sich an den Gipfel der Thrashgötter zu stürmen und ihr könnt mit CULT OF THE DEAD dabei sein. |
Titel-Liste:
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- Sermon of Sacrilege
- Pray and Suffer
- Black Templer
- House of Possesion
- Black Wings of Yog-Sothoth
- Cult of the Dead
- Necrosophic Blessing
- Enslaver of Souls
- Solar Overload
- Lucifer Savior
- The final Godsend
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.legionofthedamned.net  |
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