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Review: Level-C
 
LEVEL-C

Album:
 LEVEL-C, 2008, Locomotive

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.U., 18.07.2008

Review:
 Jeder kennt die Spice Girls. Die britische Popband, die nur aus Frauen besteht. Aber wer kennt Level-C? Level-C hat eins mit den Spice Girls gemeinsam. Nämlich die Besetzung. Auch Level-C besteht nur aus Frauen und ohne männliche Begleitung. Die Band kommt aus Cleveland im Bundesstaat Ohio, U.S.A. und macht glücklicherweise keine Popmusik, sondern handfesten Heavy Metal! Nach ihrer Gründung im Jahre 2002 erscheint nun 2008 ihr erstes Album in voller Länge. Frauen und Heavy Metal, eine interessante und nicht alltägliche Mischung, die wir uns nun einmal anhören wollen...

Mit "Ignite Us" beginnt das Album. Ohne große Umschweife kommt man gleich zur Sache. Harte Klänge schlagen einen entgegen, besonders wegen der Gitarre, die leicht futuristisch klingt. Der Gesang ist extrem tief und glaubt kaum, dass es sich um eine Frauenstimme handelt. Obwohl in wenigen Passagen die weibliche Stimme durchschlägt. Als Einstieg ist dieser Song bestens geeignet.
Mit "Relax" findet das Album die Fortsetzung. In gleicher, durchschlagender Manier knüpft der Song an seinen Vorgänger an. Die Melodie ist ein bisschen langsamer und schwerer. Diese Schwere wirkt jedoch im Verlauf etwas bedrückend und macht den Song langatmig.
Dagegen bietet "Fly" eine etwas fröhlichere Note. Sozusagen als Ausgleich. Die Gitarren geben sich stark rocklastig. Alles im Allem tendiert der Song in Richtung Hard Rock, was ihn deswegen nicht uninteressant macht. Der Groove lässt eine irgendwie mitschwingen. Besonders schön gelungen sind die Wechsel zwischen rockigen und melancholischen Passagen. Die harte Gangart bleibt jedoch dominant.
"No Control" beginnt ein bisschen schräg mit Sprechgesang in Richtung etwa Linkin Park. Auch die nachfolgenden Sequenzen erinnern an diese Band, die ja auch härtere Gangarten spielen können. Besonders auffällig sind der schreiende, aber nicht unangenehme Gesang und die schrubbende Gitarre.
Fast in Speed Metal Manier beginnen "Chain Reaction" und "Back To My". Wieder so eine Art von Songs, die mit treibenden Groove aufwarten und dem Gefühl, da muss man mitschwingen. Gesanglich halten die Mädels immer noch durch ohne heißer zu werden. Zeitweise klingen die Songs sogar ein bisschen nach Death Metal, wobei es auch einige ruhigere Passagen gibt. Zum Entspannen.
Bösartiger Gesang bildet den Anfang von "Blackout". Die leicht nervige Gitarre stört etwas, allerdings hält es sich in Grenzen. Der Gesang tendiert eher zum Sprechgesang aber behält die tiefe, schwere Stimmlage. Der Rhythmus ist schwer und träge.
Bassig beginnt "Bully". Das Solo dauert sogar recht lange. Doch dann schlagen die Mädels gnadenlos zu. Hart, kräftig, schwer und depressiv klingt der Song. Der Trend geht fast hin zum Doom oder Death Metal.
"Suck A Fist" reiht sich nahtlos in den Gesamteindruck dieses Albums ein. Das ist einer der Songs, wo man merkt, dass Frauen singen. Die Stimme nimmt zeitweise sogar Elemente von Rap oder Hip Hop an. Jedoch belehrt einen die Gitarre eines anderes und erinnert den Zuhörer ständig daran, dass man sich auf einer wesentlich härteren Schiene bewegt.
Das Vergnügen wird nach 38 Minuten mit dem Song "Misery" beendet. Dieser beginnt relativ ruhig, schon fast balladenhaft. Dieser Eindruck bestätigt auch im Lauf des Songs. Hier kann die weibliche Stimme voll brillieren. Ein idealer Song dafür. Zwar wird es zeitweise härter aber man kehrt immer wieder auf das ruhigere Niveau zurück. Ein gelungenerer Abschluss dieses Albums. Irgendwie hat der Song sogar eine magische Anziehung.

Fazit: Für eine reine Frauenband ein absolut erstaunliches Ergebnis. Das hätte man mit Sicherheit nicht erwartet, zumal wenn man es nicht wüsste, niemand diese Band als eine Frauenband bezeichnen würde. Für die Heavy Metal Szene eine wirkliche Bereicherung. Wer sich dieses Album kauft, der wird mit Sicherheit nicht enttäuscht. Besser gesagt, man sollte sich damit rühmen, dieses Album zu besitzen. Mir hat es auf jeden wirklich gut gefallen. Nur Schade, das der Spaß schon nach gut 38 Minuten sein Ende findet. Ein paar Minuten mehr, wären nicht schlecht gewesen.

Anspieltipps:
 Besonders Augenmerk sollt man auf die "Ignite Us", "Relax", "No Control", "Blackout", "Bully" und "Suck A Fist" und legen. Die sind echte Highlights.

Titel-Liste:
 
  1. Ignite Us
  2. Relax
  3. Fly
  4. No Control
  5. Chain Reaction
  6. Back To My
  7. Blackout
  8. Bully
  9. Suck A Fist
  10. Misery

Laufzeit:
 38:21 Min.

Band-Infos:
 
  • www.level-c.net 


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