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Review: Liberty n' Justice |
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Album:
| | LIGHT IT UP, 2010, Retroactive |
Stil:
Wertung:
| |  2,5 von 7 Punkten | | N.Z., 02.08.2010 |
Review:
| | Ins Leben gerufen wurde das christliche Rock-Ensemble Liberty n' Justice von den Gründern Justin Murr und Patrick Marchand noch als ganz normale Band mit festen Mitgliedern. Nach vier veröffentlichten Studioalben jedoch mauserte sich das Unterfangen 2004 zu einem Studioprojekt, bei welchem bisher zahlreiche Musiker und Musikerinnen mitwirkten, unter Anderem bekannte Künstler wie Leif Garrett, Robert Fleischman (Journey) oder Lou Gramm (Foreigner). Einzige Konstante bei diesem Konzept ist Gründungsmitglied Justin Murr, welcher immer noch die Fäden in der Hand hält und für das Songwriting zuständig ist. Vier Alben sowie eine Greatest-Hits-Platte sind seither auf diese Weise veröffentlicht worden und man muss wohl kaum erwähnen, dass sich in dieser Zeit eine Menge großer Namen angesammelt hat, welche das Projekt bereits unterstützt haben. Und natürlich ist dies auch beim neuesten Ableger LIGHT IT UP, veröffentlicht im Januar 2010, der Fall, welcher mit 14 Songs und noch mehr bekannten Musikern aufwartet.
Leider muss ich gestehen, dass ich trotz bekannter Namen und sicherlich guter Ansätze keinen rechten Zugang zu dem Album gefunden habe. Dass ich persönlich mit der sehr deutlich dargestellten und kitschig rüber gebrachten Message nichts anfangen kann, habe ich versucht dabei weitestgehend außen vor zu lassen. Trotzdem, und obwohl die, allesamt von Justin Murr geschriebenen, Songs in der stets gleichen Thematik durchaus ein Muster erkennen lassen, fehlte mir durch die vielen verschiedenen Sänger und Stilrichtungen, die eingeschlagen wurden, der Zusammenhang.
Um euch jedoch einen kleinen Einblick zu gewähren, habe ich mir einige der Songs mal genauer angeschaut: Einen recht guten Anfang macht der Titeltrack "Light it up" welcher mit den zahlreichen Wiederholungen im Corus beinahe grungig und durch die leicht elektronische Stimmverzerrung ziemlich interessant klingt. Zusammengearbeitet wurde bei dem fetzigen Opener mit Phil Lewis, Sänger der in den 80er Jahren ihre Höhepunkte feiernden Hard-Rock-Band LA Guns und Jeff Northrup, welcher von 1987 bis 1988 Gitarrist bei den US-amerikanischen Glam-Rockern King Kobra war.
Das nachfolgende "The other Thief" mutet mit seinen Mitwirkenden Dale und Troy Thompson, den Gründungsmitgliedern der ebenfalls christlichen Rock-/ und Metal-Band Bride, schon wesentlich metallischer an. Obgleich schon hier der uneinheitliche Stilmix des Albums auffällt funktioniert das Stück gut und kann sich hören lassen.
"Man vs Mother Nature" und "Treading on Serpents" haben ebenfalls ein paar sehr spannende Ansätze und schöne Riffs, die sich jedoch irgendwie nicht entwickeln können. Auf die richtig schön rotzigen und packenden Strophen folgt leider in beiden Stücken ein Refrain der extrem poppig und wie schon tausend Mal gehört klingt - schade.
Anschließend gibt es jedoch wieder was Feines, das man sich gut und sogar gerne anhören kann: "Uncle Sam", wahrscheinlich eins der, meiner Meinung nach, besten Stücke auf dem Album, baut verspielt Druck auf und fängt mit dem kleinen Gitarrensolo gegen Ende eine wunderbare Stimmung ein.
Akustisch geht es mit der ruhigen Ballade "Every Reason to believe" weiter, welche durchaus auch in der Kirche gespielt werden könnte…dies ohne Wertung meinerseits. Für mein Dafürhalten fehlt hier ein wenig das Salz in der Suppe, der Sound passt jedoch zur Aussage.
Gut gefallen hat mir dagegen noch das eindringliche "Best Time you never had", bei welchem die starke Gitarre mit der angenehmen Leadstimme und der Melodie wunderbar harmonieren und eine ausgesprochen manierliche Symbiose bilden. Chris Jericho, Sänger der Band Fozzy und WWE Werstling-Star in den USA, sowie Phil Collen, Gitarrist der britischen Hard Rock Band Def Leppard, haben hier gute Zusammenarbeit geleistet.
Zum Schluss wird's dann mit "For better or worse" mit Klavierintro und schmachtenden Zeilen noch mal ganz schmusig, ohne es jedoch zu schaffen Gefühl zu transportieren. Bezüglich derjenigen Stücken, welche von mir mit keiner gesonderten Erwähnung und Beschreibung bedacht wurden, lässt sich sagen, dass sie mich leider gar nicht überzeugen konnten, im Gegenteil sogar dafür Verantwortlich waren, dass durch das so entstehende Desinteresse meinerseits das gesamte Album an Zündkraft verlor.
Fazit: Leider werden die, ohne Zweifel nicht minder zahlreichen, schönen Ansätze immer wieder von herzlosen Refrains und poppigen Passagen abgewertet, so dass es selbst die wenigen durchgehend guten Songs nicht schaffen, das Interesse beim Hören aufrecht zu erhalten. |
Anspieltipps:
| | Wenn Ihr auf den Geschmack kommen und etwas Gutes von der Platte hören möchtet, empfehle ich "Uncle Sam" und "Best Time you never had".
Um einen Eindruck des Sounds zu bekommen, der mich persönlich gestört hat, hört Euch "Blink" oder "Greed" an (falls Euch diese Tracks gefällt, mögt Ihr vielleicht doch das ganze Album). |
Tipp:
| | Wer auf "Friede-Freude-Eierkuchen"-Rock steht, dem sei dieses Album wärmstens ans Heiligenschein erleuchtete Herz gelegt. Ansonsten fällt es mir sehr schwer eine konkrete Zielgruppe zu eruieren. |
Titel-Liste:
| | - Light it up
- The other Thief
- Blink
- Do what you believe
- Man vs Mother Nature
- Treading on Serpents
- Uncle Sam
- Every Reason to believe
- Wrestling with God
- Best Time you never had
- Beautiful Decision
- Drunk dead gorgeous
- Greed
- For better or worse
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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