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Review: Living Colour
 
CHAIR IN THE DOORWAY

Album:
 CHAIR IN THE DOORWAY, 2009, No Butyes

Stil:
 Alternative Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.A., 25.07.2010

Review:
 Mit großen Augen stand ich als Living Colour -Fan der ersten Stunde bei meinem bevorzugten Plattendealer als ich , dass die fantastischen Vier aus Brooklyn eine neue Scheibe auf den Markt gebracht haben. Das Wiedervereinigungs-Album COLLEIDOSCOPE lag schon einige Jahre zurück und war nicht der große Wurf, den ich mir davon versprochen hatte. Nachdem ich den Pflichtkauf getätigt hatte legte ich mit zitternden Händen den Silberling in meinen Player und war bereits nach dem ersten Stück angetan von dem frischen, druckvollen und rockigen Sound, den die neue Produktion an den Tag legte. Müßig, über die musikalische Klasse des Vierers zu referieren.

Die ersten drei Stücke "Burned Bridges", "The Chair" und "Decadance" rocken ordentlich los und lassen den Hörer unbewusst "Head bangen". Guter Anfang.
Das nächste Stück "Young Man" könnte ohne weiteres als unveröffentlichte B-Seite vom TIME'S UP-Album aus dem Jahr 1990 durchgehen.
"Method", das folgende Stück, kommt lässig daher, die Melodie ist eher in Moll gehalten. Kann durchaus als Bindeglied zwischen den alten und neuen, moderneren Living Colour gesehen werden.
Dann folgt mit "Behind the Sun" ein erster Höhepunkt. Eingängig, mit einem unwiderstehlichen Groove und einer Melodie, die sofort in Ohr und Bein geht!!!
Das nächste Stück "Bless Those" kann man als musikalische Fortsetzung von "Love rears ist ugly Head" (vom zuvor bereits erwähnten TIME'S UP-Album, 1990) betrachten und groovt wie weiland im Mai!
Dann folgt mit "Hard Times" das meiner Meinung nach schwächste Stück der Scheibe. Der Funke springt irgendwie nicht über.
Was beim folgenden "That's what you taught me", einem zugegebenermaßen simpel aufgebauten, jedoch mit einer genialen Melodie mit Ohrwurm-Charakter versehenen, Song mehr als gut gemacht wird.
Nach "Out of my Mind", einem straighten Rocksong der mittleren Güteklasse erreicht man mit "Not Tomorrow" das (offiziell) letzte Stück der Platte. Der Song klingt wie ein Intro, keine Tempiwechsel, keine Bridge, kein Chorus, durchgängig gleich bleibender Beat. Interessant (im positiven Sinne!) und auf jeden Fall ein würdiger Schlusspunkt. Schlusspunkt? Nicht ganz. Wenn man nach den letzten Tönen des letzten Songs nicht sofort die Repeat-Taste drückt, kommt man in den Genuss eines Hidden Tracks! Melodiöser Rocker mit Jam-Session-Charakter und witzigem Text. Ich nehme an, der Song heißt "Sweet Marie". Nix weltbewegendes, aber ganz nett anzuhören.

Fazit: Für Living Colour -Fans der ersten Stunde sowieso ein Pflichtkauf und für jüngere Liebhaber gut gemachter Rockmusik mit Anspruch gilt: Taschengeld zusammen kratzen und auf zum nächsten Plattenladen.

Titel-Liste:
 
  1. Burned Bridges
  2. The Chair
  3. Decadance
  4. Young Man
  5. Method
  6. Behind the Sun
  7. Bless those (Little Annie's prayer)
  8. Hard Time
  9. That's what you taught me
  10. Out of my Mind
  11. Not Tomorrow

Laufzeit:
 46:41 Min.


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