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Review: Loonatarxis |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | W.W., 27.07.2011 |
Review:
| | Die Münchner selbsternannte New School Crossover-Band Loonataraxis legt mit ihrem Zweitwerk UP HERE eine knappe Dreiviertelstunde Anschauungsmaterial für experimentelle und brettharte Rockmusik vor – und weiß damit zu begeistern.
Dabei bedient man eher die System of a Down-Klientel, denn die Fans der „klassischen“ deutschen Crossover-Bands wie etwa den H-Blockx oder den Guano Apes. Denn mit teilweise irrwitzigen musikalischen Abfahrten wie etwa "Mayday" oder "Quicksand" und einem enormen stimmlichen Variantenreichtum von Sänger Till Herence, etwa bei "Earfuck", das einem Serj Tankian durchaus nahekommt, ist man meilenweit von musikalischer Vorhersehbarkeit entfernt und überrascht ein ums andere Mal.
Die Band sagt von sich selber, dass sie sich nicht am New Metal orientiere, sondern den Begriff Crossover in seiner ursprünglichen Bedeutung mit einer open-mind-Attitüde gleichsetzt, um damit hemmungslos und mit beinahe schon orgiastischer Wollust durch die verschiedensten Genres wildern zu können. Beinahe burlesk geht es dabei mit dem Opener "Quicksand" los, ein Kirmes-Rhythmus wechselt sich mit Pianoklängen und Bläsersätzen ab, ehe der eingängige Refrain den Vierminüter perfekt abrundet. Und so abwechslungsreich geht es weiter – "The Brain" ist ein punkiger Kracher, der auch vor schwermetallischem Riffing nicht zurückschreckt, über Emos kann man durchaus geteilter Meinung sein, "Emodesign" ist jedoch ein durchaus gelungener Song, mit schicker Gitarre und sich in die Gehörgänge fräsenden Melodien veredelt.
Richtig abgedreht wird es dann bei "Woohaa!", das dem Titel entsprechend ein einziger Aufschrei in bester "Cigaro" oder "Vicinity of Obscenity" (beide: System of a Down) ist. Der Titelsong erinnert mit seiner prägnanten Bassarbeit schließlich sogar an die Funk-Crossover-Großmeister Primus.
Fazit: Das Album UP HERE ist aufgrund seiner Komplexität und kompromisslosen Experimentierfreude nicht ganz einfach zu konsumieren, ein Umstand der zwar durch die durchaus eingängigen Melodien ein wenig gemindert wird, aber dennoch bestehen bleibt. Die Genialität der beiden System of a Down-Werke HYPNOTIZE und MESMERIZE, die bei aller Sperrigkeit gar nicht mehr aus dem Großhirn heraus wollen, wird in den besten Momenten der Platte lediglich gestreift. Andererseits ist es ja auch erst das zweite Album einer jungen Band, das in jeder Hinsicht Großes für die Zukunft verspricht. |
Anspieltipps:
| | "Quicksand" und "Emodesign" gehen ganz flugs ins Gehör und zeigen auf eindrucksvolle Weise die Stärken der Band auf: Experimentierfreude, ein Händchen für große Melodien und jede Menge Energie. |
Tipp:
| | Offen sollte man schon sein, wenn man sich UP HERE anhört. Wer aber bei der bloßen Erwähnung von System of a Down, Freaky Fukin Weirdoz oder auch der einen oder anderen Prise Frank Zappa nicht schreiend davon läuft, sollte dem guten Album durchaus ein Ohr leihen. |
Titel-Liste:
| | - Quicksand
- The Brain
- Emodesign
- I don’t believe
- Woohaa!
- Go down
- Two Face
- Mayday
- Earfuck
- A single Second
- Up here
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.loonataraxis.de  |
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