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Review: Lordi |
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Album:
| | BABEZ FOR BREAKFAST, 2010, Sony |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 18.09.2010 |
Review:
| | Wie die Zeit vergeht? Da ist es doch schon wieder vier Jahre her, dass die Monstertruppe Lordi aus Finnland den Eurovision Song-Contest überraschend für sich entscheiden konnte und damit nicht nur einen Hype in eigener Sache starteten, sondern den Heavy Metal in den Fokus des Medieninteresses rücken konnten. Auch wenn Lordi in den letzten vier Jahren etwas aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden sind, so gibt es nach DEADACHE aus 2008 mit BABEZ FOR BREAKFAST nun eine konsequente und kompromisslose Fortführung gewohnter und inzwischen auch lieb gewonnener Monsterkost.
Ganz in der Tradition der Vorgänger gibt es auch diesmal ein Intro "SCG 5", das jedoch wenig von einem Kinderlied hat, als vielmehr die Geburtsszene eines monströsen Nachwuchses, die so manchem Gruselschocker zur Ehre gereichen würde.
Immerhin die geniale Ein- und Überleitung zum Opener und gleichzeitigen Titelsong "Babez for Breakfast", der schon zu Beginn alle Trademarks der Finnen ins Rennen wirft. Die eingängige Melodielinie lädt sofort zum Mitsingen ein, treibende Gitarrenriffs halten den Kessel ständig unter Druck und die dezenten Keyboards runden die ganze Sache harmonisch ab. Mit 'Breaks' wird ebenso wenig gespart, wie mit 'Blut' in den Texten. Der monstermäßige Einstieg nach Maß für alle Fans.
Klar, dass bei "This is Heavy Metal" der Titel auch gleich das Motto darstellt und sich dabei der Refrain sofort mitgrölfähig im Gehörgang festkrallt.
Wer hätte das gedacht, dass sich Lordi stimm- und tempomäßig eine Ballade wie "Call of the Wedding" zutrauen würden. Für die professionelle Gitarrenhärte sorgt kein Geringerer als ex-Kiss Bruce Kulick, während mit jeder Menge orchestraler Elemente die balladeske Stimmung aufrecht erhalten wird.
Lemmy Kilmister oder besser gesagt Motörhead lässt grüßen, so zumindest der erste Eindruck bei "Midnite Lover". Das Obermonster "Mr. Lordi" aka Tomi Putaansuudas klang selten rauher als hier, was dem rotzig frechen Stück auch das gewisse Etwas verleiht.
Gemessen an dem Smash-Hit "Hard Rock Hallelujah" wurde es Zeit für einen würdigen Nachfolger. Diese Stelle könnte locker die Rock-Hymne "Give your Life for Rock'n'Roll" mit seinem knackigen Bass-Intro leisten. Griffige Riffs und fette Chöre laden regelrecht zum Abfeiern ein.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der Elektro-Pop-Monstersong "I am bigger than you" mit seinem schadenfroh-freundlichen Refrain und typischen Rammstein-Riffs. Dank eines zwingenden Grooves und einer gewissen Rauheit, geht das gerade noch in Ordnung, bevor...
...der Stampfer "Zombie Rawk Machine" wieder für klare Lordi-Verhältnisse sorgt und somit das Weltbild wieder ein stückweit zurecht rückt.
Mit "Devil's Lullaby" schließt sich nach 14 Songs der Kreis, denn dort wo das Intro den diabolischen Monsterreign eröffnet hatte, schließt es nun das düster böse angehauchte Devil's Lullaby mit gesundem Groove, der sofort einlädt, dem Monsterzuwachs eine weitere Runde zu spendieren.
Fazit: Trotz eines recht guten vierten Albums DEADACHE von 2008, wurde es inzwischen etwas ruhiger um die Meister des Horror Metals. Nun steht das fünfte Werk BABEZ FOR BREAKFAST in den Regalen und was hat sich geändert? Nun, auf den ersten (und auch zweiten) Blick, nicht viel. Noch immer ist man Anhänger der großen Vorbilder der 80er, wie Motörhead, Saxon, Kiss oder Accept und versucht mit eingängigen Hooklines und blutigen Texten die Fans bei Laune zu halten. Auch wenn es dafür eine Innovations-Punkte gibt, so geht die Rechnung musikalisch gesehen voll auf. Wie gewohnt, schaffen es Lordi auch in ihrer fünften Auflage mühelos partykompatible Musik abzuliefern und ihre Fans mit genügend "Monster" optisch und musikalisch bei Laune zu halten. |
Tipp:
| | Für eingefleischte Lordi-Fans ist dies natürlich ein "Must-have". Für alle anderen ohne Lordikontakt, sollten sich schleunigst den Monstervirus in den eigenen Player holen. Keine Angst, er ist nicht tödlich, sondern lediglich suchterregend. |
Titel-Liste:
| | - SCG5: It's a Boy!
- Babez for Breakfast
- This is Heavy Metal
- Rock Police
- Discoevil
- Call of the Wedding
- I am bigger than you
- Zombie Rawk Machine
- Midnite Lover
- Give your Life for Rock'n'Roll
- Non stop Nite
- Amen's lament to Ra
- Loud and loaded
- Granny's gone crazy
- Devil's Lullaby
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Laufzeit:
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