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Review: Lower Hell
 
HELLEVATOR

Album:
 HELLEVATOR, 2010, Bastardized

Stil:
 Melodic Death Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 11.07.2010

Review:
 Lower Hell sind eine fünfköpfige Band aus Baden-Württemberg. Sie wird im Winter 2004 gegründet, allerdings damals unter dem Namen Lies Behind The Smile. 2005 erfolgt dann der erste Auftritt und der erste Demo-Song AURORIX entsteht. Kurz darauf nahm LIES BEHIND THE SMILE an dem Newcomer Wettbewerb "Kaba rockt" teil und belegte von über 80 Bands den erfolgreichen 3.Platz. Danach folgen etliche Auftritte bis ein Gründungsmitglied die Band verlässt. Dafür kommt "Prinz Albert Brno" in die Band, der mehr Metal Power mitbringt. 2006 veröffentlichen sie ihre erste Promo-CD JUST TO BE SURE. Es folgen diverse Auftritte mit so bekannten Bands wie Tankard, Neaera, Maroon und viele viele mehr. 2008 erscheint dann endlich das erste vollständige Album unter dem Titel ASPHYXIA. Mittlerweile frönt man dem Melodic Death Metal und man erkennt, dass der alte Bandname nicht mehr zur eingeschlagenen Stilrichtung passt. Folglich benennt man die Band in Lower Hell um. Anfang Januar 2010 kommt das zweite Album HELLEVATOR auf dem Markt.

Mystisch angehaucht beginnt der erste Song "Warrior of the Death". Man fühlt sich eher im Szenario von Herr der Ringe als im Heavy Metal Himmel. Von anfänglichen, eher schleppenden Klängen wandelt sich der Song in ein Inferno aus Gitarre, Bass und einem Gesang, der deutlich macht, wohin die Reise gehen soll. Interessant ist die Gitarre, die ganz im Gegensatz zur üblichen Spielweise relativ hoch gestimmt ist. Damit erhält man eher den Eindruck eine 80er Rockband vor sich zu haben.
"The Requiem" schließt sich nahtlos an. Genauso ausdrucksstark und voller Power. Ein schöner Song, der durch seine treibende Spielweise, gespickt mit leicht melancholischen Einlagen, überzeugen kann.
Und weil es so schön ist, machen wir gleich mit "After Show Party in a Casket" weiter. Hier kommt eher das Schlagzeug zum Vorschein, ohne wirklich dominant zu wirken. Der Rhythmus ist allerdings etwas schneller und aggressiver. Mit einem melodisch auslaufenden Ende.
Der nächste Song "Nothing Personal just Business" tendiert mehr in Richtung Hardrock, auch wenn der Gesang doch eher in Richtung Death Metal zeigt. Der Song stellt eine gute Symbiose aus beiden Stilrichtungen dar.
Wie der Opener erscheint "The Shores of Acheron" sehr mystisch und geheimnisvoll. Das Gitarrensolo ist beeindruckend gut gespielt und fügt in die ganze Atmosphäre bestens ein.
Da ist doch "Tonight I'm coming Home" von einem ganz anderen Holz. Der Song erinnert einem mehr an Elemente aus der Richtung Black oder Dark Metal. Aber auch ein paar ruhigere Sequenzen wird man beim Hören feststellen. Und diesmal hat man die Gitarre auch um einiges runter gedreht, d.h. tiefer und damit für die Stilrichtungen typisch gestimmt.
Bissig wie ein Biest ist "The Beast". Ein Gewitter aus Instrumenten und Gesang. Diesmal müssen diese schon mächtig herhalten. Man versucht hier auch einmal Elemente des Speed Metals einzubringen. Was gar nicht schlecht klingt und einen relativ harmonischen Eindruck macht.
So, jetzt sind wir bei dem titelgebenden Song angelangt. "Hellevator" hat mit "Hell... gar nichts am Hut. Cello- und Klavierklänge. Klingt eher nach klassischer Musik denn nach Death Metal. Eine kleine Enttäuschung. Hat das Album bisher doch einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Für den vorherigen Song rächt sich "This is Vengeance" gnadenlos. Es geht rasant durch einen knapp vier Minuten langen Song, der gespickt ist mit einer phantastischen Gitarre, die an manchen Stellen schon eher psychedelisch klingt als nach Metal. Auch der Gesang ist alles andere als harmlos.
In gleicher Weise geht es mit "Lower Hell" weiter. Auch mal eine Idee, den Bandnamen als einen Songtitel zu verwenden. Der Name ist das Programm. Damit unterstreicht man deutlich, welche Stilrichtung man eingeschlagen hat. Nämlich Death Metal mit melodischen Anklängen. Einfach gut gespielt.
Trommelwirbel und ein tiefer, groovender Gesang. So beginnt "Keep the good Times rollin". Dazu eine Gitarre, deren Schnelligkeit immer wieder auffällt. Gleiches gilt für den Schlagzeuger.
Und mit "Bury me where I can hear" beschließen wir die Tour durch den Süd-Westen Deutschlands. Der Song ist der perfekte Abschluss für dieses doch recht gut gelungene Album. Man dreht noch einmal so richtig auf um zu zeigen, man hat es drauf.

Fazit: Mit HELLEVATOR stellen die fünf Jungs aus Baden-Württemberg ihr zweites Album vor. Sicherlich erfindet man das Rad nicht neu, aber es ist ein Album von grundsolider Machart ohne dass man sich auf zu große Experimente einlässt aber auch ohne den Zuhörer mit monotonen Songs zu langweilen. Hört man sich das Album genauer an, erkennt man sofort, dass da noch viel Potential vorhanden ist, man aber auch schon sehr professionell spielt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es Lower Hell erst seit 2004 gibt. Die Band wird in der Zukunft ihren Weg machen. Auch hinsichtlich des Covers. Sehr gut gemachte Artwork, das sowohl die Ausrichtung der Band als auch den Titel des Albums sehr gelungen umsetzt.

Anspieltipps:
 Auf jeden Fall der Opener "Warrior of the Death" und dann "After Show Party in a Casket", "Tonight I'm coming Home" sowie "The Beast" und "This is Vengeance".

Titel-Liste:
 
  1. Warrior of the Death
  2. The Requiem
  3. After Show Party in a Casket
  4. Nothing Personal just Business
  5. The Shores of Acheron
  6. Tonight I'm coming Home
  7. The Beast
  8. Hellevator
  9. This is Vengeance
  10. Lower Hell
  11. Keep the good Times rollin
  12. Bury me where I can hear

Laufzeit:
 53:09 Min.

Band-Infos:
 
  • www.lowerhell.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Lower Hell: HELLEVATOR

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