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Review: Macbeth |
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Album:
| | GOTTESKRIEGER, 2009, Massacre |
Stil:
| | Heavy Metal, Thrash Metal |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | R.J., 13.01.2010 |
Review:
| | Wenn andere Bands meinen, dass sie es schwer gehabt hätten, sollten sie mal einen Blick in die Biografie von Macbeth werfen. Um alles zusammenzufassen, bräuchte ich jetzt noch fünf Seiten, denn die Historie von Macbeth in der ehemaligen DDR ist gefüllt von solchen Problematiken, wie Spielverbot, Gefängnis, Entzug der Zulassung für den Band-LKW, Kündigung des Proberaums, Umbenennung und der tragische Tod zweier Bandmitglieder.
Das sind bzw. waren wirkliche Probleme, umso mehr ist es verwunderlich und bemerkenswert, dass es diese Band noch immer gibt.
Seit 2004 wieder aktiv, wurde 2006 in Eigenproduktion das Album MACBETH veröffentlicht. Wohlverdient kamen sie Anfang 2009 bei Massacre Records unter und bringen nun ihre zweite Scheibe auf den Markt.
Die Thüringer bestechen von Anfang an durch ordentlich Power in ihren Stücken. "Unter dem Beil" und "Hunde wollt ihr ewig leben" gehen richtig gut ins Blut über und prügeln mit geilen Riffs, Soli und fetten Drums kurzweilig ins Gebälk. Klasse Einstand!
"Das Boot" bringt das rüber, was in der gleichnamigen Verfilmung von Wolfgang Petersen vielfach ausgezeichnet wurde. Orientiert sich der Song an der Filmmusik von Klaus Doldinger, wird mir allein beim Hören die Luft knapp bzw. die Füße nass. Das ausklingende Lilly Marlene tut zur düster Stimmung ein Übriges dazu.
Bei "Golgatha" ergeht es einem ebenso, man fühlt sich quasi in einem musikalischen Live-Bericht der die vorherrschende Stimmung perfekt umsetzt.
"Vater" verschafft eine wohlverdiente Pause und schmiegt sich als ruhiger instrumentaler Vertreter mit seinen milden fast schon zarten Gitarren in die Mitte des sonst pulsierenden Albums ein.
Der Titeltrack "Gotteskrieger" geht dann wieder kompromisslos in die Vollen. Mit "Maikäfer flieg" kommt dann ein Song, der mit Sicherheit dem einen oder anderen gegen den Strich geht. Der Song basiert auf dem Kinderlied ‚Schlaf, Kindlein, schlaf', das auch durch eine zarte Mädchenstimme als Refrain gesungen wird. Der Gesang in diesem Stück hat zu Beginn einen mittelalterlichen Touch, der aber Eindruck aber im nächsten Moment gleich wieder revidiert, jedoch während des Songs auch instrumental immer mal wieder aufflammt. Das Stück wird durch treibende Gitarren und Drums bestimmt und unterstützt bzw. setzt den Text, wie auch zuvor schon, ins richtige Licht. So bestimmt ein ruhiges melodiöses Break die Mitte des Songs und verleiht dem ganzen Song diese perfekt tragische Atmosphäre.
"Am Grab" beschließt das Album und zeigt noch einmal auf, welche Fähigkeit Macbeth haben eine bestimmte Stimmung, immer passend zu den jeweiligen Texten, zu erzeugen. Die ganze Tragik des Stückes wird omnipräsent durch die Gitarrenarbeit, die im Refrain an Rammsteins "Seemann" erinnert. Keine Angst, nur im Refrain, ansonsten ist dies eine völlig andere Baustelle. Ein getragenes Riff beendet den Song und unterstreicht die kühle klamme Stimmung.
Fazit: Macbeth haben eine unheimliche Fähigkeit die Texte mit der passenden Musik zu unterstreichen. Dabei kommt den Songs die deutsche Sprache zu Gute. Die Songs werden durch Sänger Olli Hippauf immer verständlich und eindrucksvoll vorgetragen. Inhaltlich wenden sich die Thüringer vor allem gegen den Krieg. Auch musikalisch wissen Macbeth mit eindrucksvollen Melodien, fetten Riffs und feinen Soli zu überzeugen. Die Produktion erscheint ziemlich druckvoll und setzt dabei einen letzten vortrefflichen Akzent. |
Anspieltipps:
| | "Das Boot" perfekte Umsetzung des Themas mit Gänsehautgarantie.
"Maikäfer flieg" mit tragischer Atmosphäre.
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Tipp:
| | Jedem, der mit wirklich guten deutschen Texten (und ich wüsste keinen Grund, warum man es nicht sollte) und jeder Menge gutem Heavy, Power und Thrash Metal etwas anfangen kann, muss die Platte ans Herz gelegt werden. |
Titel-Liste:
| | - Unter dem Beil
- Hunde wollt ihr ewig leben
- Das Boot
- Golgatha
- Vater
- Gotteskrieger
- Maikäfer flieg
- Mein kleiner Soldat
- Totentanz
- Am Grab
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.macbeth-music.de  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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