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Review: Mad Max
 
Mad Max - INTERCEPTOR

Album:
 INTERCEPTOR, 2013, Steamhammer

Stil:
 Hard Rock, Glam Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.D., 08.07.2014

Review:
 Fast könnte man meinen, Mad Max wollten ins Filmfach wechseln, nachdem sie ihr neues Album passend zum Bandnamen mit dem adäquaten Fahrzeug betitelt haben. Für alle Nicht-Kenner der beiden 1979 und 1981 entstandenen Mad Max Filme hier ein kleines Resümee: Der Protagonist Max Rockatansky (dargestellt von Mel Gibson) kämpft sich mit seinem ziemlich martialischen schwarzen V8 Police Interceptor (einem aufgebohrten Ford Falcon XB GT Coupe mit aberwitzigen 600 australischen Pferdchen) durch ein düsteres Endzeit-Szenario.
Allerdings verwundert, dass dann nicht der Falcon, sondern ein etwas anderes Modell das von Thomas Ewerhard designte Artwork ziert. Aber da wollen wir mal nicht so kleinlich sein, gelungen ist das Albumcover allemal - ebenso wie der musikalische Inhalt.

"Save Me" fängt ruhig an, entwickelt sich dann aber zu einem guten, runden Hardrock Song, der neben den typischen Gitarren inklusive gut gemachtem Solo mit einen durchaus ausgeprägten Gesang aufwarten kann.
Bei "Godzilla" sieht man es wieder: Size does matter!
Das Stück ist gut gemacht und weiß sofort mitzureißen. Neben einer sehr prägnanten Rhythmus-Gruppe, in der Schlagzeug und Bass mal richtig nach vorne dürfen, gibt es einen martialischen Break mit Godzilla-Gebrüll. Der Song kommt deutlich im Glamrock Style daher, was nun allerdings weniger verblüfft: Wie man später noch sehen und vor allem auch hören wird, stehen Mad Max einfach auf die Glamrock-Größen der 70er Jahre.
Bei "Sons of Anarchy" stellt man sich natürlich unweigerlich die Frage, ob die Jungs Fans der gleichnamigen US-Serie sind. Die Antwort ist aber nicht relevant für den klasse Hardrock-Song, der gut ausgesungen ist und mit starkem Schlagzeug im Style der 80iger Jahre daher kommt, aber mit seinem frischen und modernen Sound doch nach einer aktuellen Abmischung klingt.
"Rock All Your Life" mit seiner ganz leichten poppigen Prise ist souverän gespielt und fängt einen durch die fröhliche Grundstimmung und die stark melodiöse Ausprägung sofort ein. Beim ersten Durchlauf dachte ich: Also das Lied kennst du doch irgend wo her! Und nach kurzem Überlegen kam mir dann die Erleuchtung: Es erinnert stark an einen Mix aus "Women", "Rocket" und "Animal" aus Def Leppards Album Hysteria. Also da haben die verrückten Mäxe aber echt einen klasse Rock-Song vom Stapel gelassen.
Die sehr schön gespielte Hardrock-Ballade "Five Minute Warning" im Style der 80er Jahre kann mit modernem Sound überzeugen und die Reibeisenstimme von Michael Voss kommt gut zur Geltung. Der Song ist stark gespielt und wirkt nicht schmalzig: Respect, das schafft nicht jeder bei einer Ballade. Gagig am Schluss: Passend zum Liedtitel kommt zum Ausklang nach genau 5 Minuten Spielzeit ein Warnsignal mit finaler Explosion - nomen est omen.
"Bring on the Night" ist ein ganz starker Hardrocksong mit klasse Mainriff und mitreißendem Refrain. Der Song beginnt sehr interessant, steigert sich dann nochmals brachial und packt richtig zu. Im Mittelteil führt die prägnante Gitarre auf ein prächtiges Solo und auf einen Break, der den Song nochmals neu aufbaut. Das leichte Def Leppard Flavour passt sehr gut und rundet das Lied zusätzlich ab.
"Streets of Tokyo" erinnert nicht nur wegen des Songtitels an die 80er Jahre Hardrock/AOR-Band Tokyo. Das Lied ist rundum abwechslungsreich, gut konstruiert und sehr gut moduliert. Vor dem Refrain kommt ein ruhiger, melodiöser Teil, der dann aber im Refrain richtig rockig abgeht und einen heftig mitnimmt.
Mit "Show No Mercy" bieten uns die deutschen Hard Rock-Veteranen ein Remake ihres Songs aus dem Album Night of Passion von 1987. Textlich besteht eine gewisse verwandtschaftliche Nähe zu Iron Maidens "Run to the hills".
Bei "Show No Mercy" geht es um das Massaker bei Wounded Knee (Lakota Chankpe Opi Wakpala), als am 29. Dezember 1890 Soldaten des 7. US-Kavallerieregiments Männer, Frauen und Kinder der von Häuptling Spotted Elk angeführten Lakota-Sioux-Indianer töteten. Dieses Massaker brach den letzten Widerstand der Indianer gegen die Weißen. Vorausgegangen war die "Ghost Dance"-Bewegung, die von der US-Regierung als Bedrohung aufgefasst wurde, wodurch Sitting Bull, Spotted Elk und andere Indianer-Häuptlinge als potenziell gefährlich angesehen wurden.
Passend zum Inhalt wird die bedrückende Stimmung durch das Regengeprassel am Anfang noch untermalt. Im Gegensatz zum 87er Original kommt man ohne Keyboard aus und der Text im Refrain wurde leicht adaptiert. Der Gesang kommt viel kerniger und ist auch besser ausgesungen. Der ganze Song ist viel düsterer, aber auch voller und runder und wirkt deutlich ausgereifter, das Original ist unverkennbar weniger makellos. Der Schluss erinnert dann stark an die markante Titelmelodie aus dem Film Terminator.
"Revolution" steigert sich nach gemächlichem Start zu einem soliden Rocksong, bietet allerdings im Vergleich zu den anderen Titeln nichts wirklich Neues. Es hört sich so an, als ob das alles schon mal dagewesen wäre. Obendrein plätschert der Refrain etwas vor sich hin, da fehlt einfach ein wenig der Kick.
Mit "Turn it Down" folgt noch zum Abschluss der obligatorische Cover Song der 70er Jahre Glamrocker The Sweet. Das Original von 1974 hat mehr Ecken und mehr Kanten, das Cover von Mad Max ist deutlich flüssiger und animiert noch mehr zum Mitmachen. Ich bin nun nicht gerade der größte Freund von Cover-Versionen, aber wenn sie gut gemacht sind und zur Band passen: Warum nicht?! Yep - und die hier macht einfach nur Spaß...

Fazit: Eine klasse Scheibe im Stil der großen Hardrock-Ära 70er/80er Jahre, die im Gegensatz zu der korrodierten Karosse auf dem Cover-Artwork gar nicht verrostet daher kommt, sondern mit modernem Sound und vielfältigem Spektrum überzeugen kann - gefühlt das beste Mad Max Album.
Die Herren Rockatansky haben ein sehr gutes Gefühl für die richtige Dosierung des Gaspedals ihres Musclecars, das sie gekonnt auf der Piste halten. Der Gesang ist kernig, die Gitarren reißen mit und die Rhythmusabteilung sorgt für ein bärenstarkes Fundament. Die Jungs holen richtig Drehmoment aus ihrem V8 Boliden mit verschiedenen Stilen, variablem Tempo und unterschiedlichen Stimmungen raus.
Kurz zusammengefasst: Das rockt!

Anspieltipps:
 "Godzilla", "Rock all your Life", "Bring on the Night" und "Streets of Tokyo".

Tipp:
 Def Leppard, Bon Jovi, Whitesnake, Gary Moore: Das sind einige der Giganten, die großen Einfluss auf die Hardrock-Geschichte genommen haben. Fügt man noch The Sweet hinzu, dann hat man den groben Leitfaden für das Album INTERCEPTOR.

Titel-Liste:
 
  1. Save Me
  2. Godzilla
  3. Sons of Anarchy
  4. Rock All Your Life
  5. Five Minute Warning
  6. Bring on the Night
  7. Streets of Tokyo
  8. Show No Mercy
  9. Revolution
  10. Turn it Down

Laufzeit:
 43:11 Min.

Band-Infos:
 
  • ww.madmaxofficial.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Mad Max: INTERCEPTOR


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