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Review: Mael Mórdha
 
MANANNÁN

Album:
 MANANNÁN, 2010, Grau

Stil:
 Gaelic/Celtic Doom Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.U., 11.05.2010

Review:
 Der Bandname Mael Mórdha klingt ziemlich keltisch. Und in der Tat, diese Band kommt aus dem schönen Irland. genauer gesagt aus Dublin. Die Stilrichtung bezeichnen sie als Gaelic Doom Metal oder auch Celtic Doom Metal. Die Band wurde 1998 von Roibéard Ó Bogail (Ex-Sänger von Dreamsfear) gegründet. 2005 erschien das erste Album CLUAIN TARBH (benannt nach der großen Schlacht) welchem 2007 das zweite Album GEALTACHT MAEL MÓRDHA (über den gequälten Geist eines großen Kriegers) folgte. 2005 bewarben sie sich beim Irischen Vorentscheid des Eurovision Song Contest mit dem Ziel, für Irland beim Finale in Kiew (Ukraine) aufzutreten. Und nun, 2010, erscheint ihr drittes Album MANANNÁN (der irische Gott des Meeres). Mal schau'n, was die Iren so drauf haben.

Ohne Umschweife geht es mit "Through the Lungs of the Dead" auch los. Die irischen Kriegstrompeten schallen einem durch den Lautsprecher entgegen. Der tiefe, getragene Sound hat schon fast ein bisschen was depressives an sich. Aber so sind die alten irischen Kämpfer halt. Ein sehr kraftvoller Song und ein toller Einstieg in dieses Album.
Mit "The Summoning" geht es ohne einen erkennbaren Bruch weiter. Beide Songs kann man fast für einen halten. Aber die gewaltige Stimme beeindruckt und geht durch bis ins Mark. Und außerdem ein Monsterwerk von über sieben Minuten. Da macht das Zuhören echt Spaß.
Progressiver geht es mit "The Doom of the Races of Éire" weiter. Der Song ist nicht ganz so düster und schwerfällig. Auch ist er ein bisschen schneller gespielt. Zum ersten Mal kommt die Flöte, das Instrument der alten Kelten, zum Einsatz. Auch dieses Stück ist wieder einfach genial in seiner Art und Einfachheit.
Akustischer wird es mit "Our Anchester Dwell here". Der Song erinnert an die guten alten Irish Folk Songs. Mit Flöte, Harfe und natürlich den Kriegsgesängen er alten Kämpfer. Alles in allem geht etwas ruhiger und getragener zu.
"Manannán", der Titelsong, knüpft unverhohlen an den Vorgänger an. Akustische Gitarrenklänge und weiche Flötentöne, die im weiteren Verlauf von einer tiefgestimmten, depressiv klingenden Gitarre abgelöst wird. Auch hier wieder die Kampfgesänge. Und mit über sieben Minuten bekommt man hier richtig was geboten ohne die Länge wirklich wahrzunehmen.
Mit "A Nation of Ruins" liegt man voll auf der eingeschlagenen Linie. Schon wieder so ein Song, der sich versucht, in den Gehirnwindungen einzugraben. Und es fällt einem schwer, diesem Versuch zu widerstehen. Besonders die kraftvolle Stimme tut ein übriges dazu.
Leicht funkig und jazzig beginnt "The Gaedhilic Twilight". Fast schon ungewohnt, wenn man die vorherigen Songs gehört hat. Man könnte zuerst von einem Stilbruch reden, aber dazu kommt man dann doch nicht. Weil... Genau. Die alten Kampfgefährten kehren zurück!
Mit dem Song "Back to Éire I go with a Heavy Heart" endet das Album. Damit erfährt das Album einen runden Abschluss und erscheint in sich geschlossen. Auch hier wieder der getragene Gesang, der einen leicht depressiven Eindruck hinterlässt. Aber zum gesamten Album passt und durch die irische Flöte aufgeheitert wird.

Fazit: Male Mórdha ist schon richtig bekannt, wenn man sich auf die Suche in den Weiten des Internets begibt. Hat mich erstaunt! Für mich, als "alten Kelten" hat das Album etwas Faszinierendes an sich. Ich habe es gehört und war sofort hin und weg. Liegt sicherlich auch daran, dass ich mich viele Jahre mit der irischen und gälischen Sprache und Kultur befasst habe. Ein ausgesprochen gut gelungenes Album, wobei die Schar der Anhänger nicht ganz so groß sein dürfte. Denn Celtic/Gaelic Doom Metal ist nicht jedermanns Geschmack. Wer sich nur ein bisschen mit der keltischen Kultur beschäftigt hat und wer gute Musik liebt, der sollte das Album auf jeden Fall im Plattenschrank stehen haben. Schade nur, dass der Spaß schon nach 45 Minuten zu Ende ist. Wer das Album einmal gehört hat, wird es mit Sicherheit gleich ein zweites Mal auflegen.

Anspieltipps:
 "Through the Lungs of the Dead", "The Summoning", "A Nation of Ruins" und "Back to Éire I go with a Heavy Heart"

Titel-Liste:
 
  1. Through the Lungs of the Dead
  2. The Summoning
  3. The Doom of the Races of Éire
  4. Our Anchester Dwell here
  5. Manannán
  6. A Nation of Ruins
  7. The Gaedhilic Twilight
  8. Back to Éire I go with a Heavy Heart

Laufzeit:
 45:27 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mael-mordha.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Mael Mórdha: MANANNÁN

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