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Review: Mafuba
 
NOTHING COMES TO AN END

Album:
 NOTHING COMES TO AN END, 2008, 7 Hard

Stil:
 Nu Metal, Nu Rock

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 J.G., 29.03.2008

Review:
 Mafuba, was zunächst wie eine sinnfreie Anordnung von Buchstaben anmuten mag, denn zwischen "Mafia" und "Magazine" schweigt sich auch der English Dictionary aus. Nicht anders verhält es sich musikalisch. Kenner der Nu Rock- und Nu Metal-Szene mögen sich zuerst an bekannte Genregrößen erinnert fühlen. Da wäre zunächst Alice in Chains zu nennen, die sich als Altherren des Nu Metal ebenso verstehen, wie als Initiatoren der Grunge-Bewegung. Und dann fällt natürlich gleich im Anschluss der Name Life of Agony. Diese Herren wiederum such(t)en ihr Hardcore-Heil mit jeder Menge Thrash, Punk, Metal und Noise zu würzen.
Was hat das alles mit Mafuba zu tun?
Nun, wer die genannten Bands gut kennt, wird sich auch mit diesem Album NOTHING COMES TO AN END schnell anfreunden können. Wer damit nichts anfangen kann, der wird auch mit Mafuba seine Schwierigkeiten haben. Da nützt es wenig, dass ein klasse Sänger an Bord ist und sich die Produktion ohne Schwierigkeiten in die Top-Riege einreihen darf. Hier sollte man zuerst Reinhören und sich seine eigene Meinung bilden.

Recht Nu-metallisch wird dann auch gleich mit dem Opener "4/18" das muntere Scheibchen gestartet. Nicht übertrieben hart, aber dennoch mit jeder Menge Ecken und Kanten entpuppt sich der Song durchaus als flüssig präsentierter Antreiber.
Mit leichtem Frank Zappa-Touch läutet "Believe [plan#1]" eine gefälligere Midtempo-Runde ein, die überwiegend ruhige Themen mit dominantem Rhythmus bedient.
"Stone" setzt das Spielchen fort, denn hier setzt man wieder auf mehr Gaspedal-Druck. Trotzdem bleibt der Song im gemäßigten Fahrwasser und vermeidet im Vergleich zu Bands wie Disturbed nicht zuletzt mit deutlich sanfterem Gesang die allzu hohen Wellen am Heck.
Richtig groovig wird es zum ersten Mal bei "Germs". Spätestens wenn der Sänger das Mikro in die Hand nimmt, kann man den Kopf beim Zuhören kaum still halten. Am Ende bleibt jedoch ein etwas fader Beigeschmack, da außer dem Groove wenig hängen bleibt und das lang erhoffte Zünden nicht erfolgt.
Mit "Girls Club" gelingt es den Jungs genau ihre Stärken auszuspielen. Hier ist musikalische Vielfalt angesagt, denn neben punklastigen Gitarren und variabler Gesangsarbeit wird man noch eine Vielzahl weiterer Stileinflüsse bemerken.
Relativ sanft oder besser belanglos plätschert "Beyonce" aus den Boxen, was sage ich plätschern? Besser wäre wohl rinnen oder tröpfeln. Ich habe prinzipiell nichts gegen "angedeutete" Songs, aber hier hat man doch etwas zu viel Rückhaltung an den Tag gelegt und das gleich quälende 7:41 Minuten.
Wer das Ende von Beyonce nur noch im Halbschlaf erlebt hat, den wird wenigstens "Get away [plan#2]" wieder in die vorherige Wachphase zurückführen.
Mit einem guten Schuss Hillybilly schickt sich "Last named Fool" an, die Schlussrunde einzuläuten.
Gefährlich sanft schwimmt dann "Down" einmal mehr auf der Welle oder besser dem leichte Kräuseln von Germs oder Beyonce, was durchaus zu einem frühzeitigen Wegdriften des Zuhörers führen kann.
Hier hilft auch das überwiegend im Midtempo gehaltene "Out there" kaum noch gegen den massiven Drang, die Kiefer zu einem gepflegten Gähner aufzureißen. Schade, denn damit versäumt so mancher Zuhörer, die Play-Taste erneut zu drücken.

Fazit: Mafuba haben über weite Strecken eine ordentliche Scheibe abgeliefert, die stellenweise sogar radiotaugliche Kost bietet. Weitere Pluspunkte sind in jedem Fall die Gesangsleistung und die druckvolle Produktion. Hätten sich da nicht ein paar schwächelnde Songs zu viel eingemischt, so wäre es um das Punktekonto deutlich besser bestellt.

Anspieltipps:
 "4/18", "Stone" und "Girls Club"

Titel-Liste:
 
  1. 4/18
  2. Believe [plan#1]
  3. Stone
  4. Germs
  5. Girls Club
  6. Something
  7. Beyonce
  8. Get away [plan#2]
  9. Last named Fool
  10. Down
  11. Out there (2007)

Laufzeit:
 50:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mafuba.net 


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