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Review: Magica |
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Album:
Stil:
| | Melodic Power Metal, Gothic Metal |
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 25.11.2007 |
Review:
| | Die rumänische Band Magica wurde 2002 von Gitarrist Bogdan Costea gegründet. Zur ersten Besetzung kamen bald die Sängerin Ana Mladinovici, die Bogdan bereits von der früheren Band Interitus Dei kannte, und Bassist Valentin Zechiu hinzu. Mit dieser 3-Personen-Besetzung wurde das erste Album SCROLL OF STONE eingespielt, welches insbesondere im Heimatland großen Zuspruch fand.
Mit HEREAFTER liegt mittlerweile das Drittwerk vor, und das Line-Up wurde zwischenzeitlich um Christi Barla (Schlagzeug), 6Fingers (Keyboard) und Emilian Burcea (Gitarre) erweitert. Ein Labelwechsel zu AFM Records verspricht außerdem ein umfassenderes Promotion und Marketing des Albums.
Ruhige Piano-Töne führen den Hörer in "All Waters have the Colour of Drowning" ein, doch sobald die anderen Instrumente einsteigen, geht es wesentlich kraftvoller zur Sache. Trotzdem bleibt die Piano-Begleitung noch eine zeitlang bestehen und geht schließlich in eine melodische Keyboarduntermalung über. Ana Mladinovicis Gesang erinnert stark an Sharon den Adel und auch musikalisch schimmert bei diesem Stück eine ordentliche Portion Within Temptation durch. Wie bei den Holländern lässt sich auch bei Magica der Stil nicht einfach beschreiben. Melodic Metal meets Gothic oder so ähnlich. Der Song kann jedenfalls ganz gut fesseln, da Kraft und Melodie harmonieren und miteinander fortschreiten.
Eine an Europe erinnernde Keyboard-Einleitung wartet bei "Turn to Stone" auf. Aber auch hier geht es bald wuchtiger zu und nähert sich dem Power Metal an. Lediglich der Gesang bleibt hoch (diesmal fast wie Tarja Turunen, nur nicht so ausdrucksstark) und schneidet die Gothic-Schiene an. Die Gitarren machen Druck, während ein weiteres Mal das Keyboard für den melodiösen Part zuständig ist, wie auch für die öfter einfließenden Streichertöne.
"Through Wine" fetzt ganz gut los, bevor für den Aufbau Tempo weggenommen wird. Zum Refrain hin wird der Song episch untermalt und ganz dezent schimmert ein weiblicher Chor durch. Ein ziemlich verspielter Mittelteil mit ausufernden Soli sorgt für Abwechslung.
Bei dem Mid-Tempo-Track "No Matter what" erwartet den Hörer ein eingängiger Refrain, der bald zum Mitwippen einlädt. Auch dominieren diesmal die Gitarren die Melodie, während das Schlagzeug sehr druckvoll den Takt angibt. Der Gesang ist zwar das ein oder andere mal eine Spur zu hoch, dennoch geht das Stück gut ins Ohr.
Mit "Entangled" folgt eine Halbballade, die von Keyboard und Gitarre stark aufgebaut wird. In den ruhigen Passagen fällt auf, dass Anas Gesang doch deutlich akzent-geprägt ist, und in den kraftvolleren Höhepunkten geht die Stimme dann wieder in fast unerträgliche Oktaven, sodass "Entangled" bei mir klar durchfällt.
Epische Keyboarduntermalung und durchdringende Gitarrenriffs dominieren "This is who I am". Der Gesang ist leider genauso schlecht, wie beim Stück zuvor und verdirbt die guten musikalischen Ansätze. Damit kommen zwei schwache Tracks direkt hintereinander.
Auch bei "Weight of the World" bewegt sich Anas Stimme im Grenzbereich, aber es passt besser zur Melodie. Der Refrain ist gelungen und die Instrumentalisten bestechen durch starke Arrangements. Insbesondere das kombinierte Keyboard-Gitarrensolo kann glänzen.
"Energy for Gods" macht seinem Namen Ehre, denn es startet mit viel Energie in Form von Leadriffs. Die Gitarren behalten auch im Aufbau die Oberhand, das Keyboard begleitet nur dezent, oder bleibt ganz aus. Zum ersten mal bekommen wir auch rauhen männlichen Gesang präsentiert, was einen gelungenen Kontrast zu Anas Opernstimme darstellt. Die Männerstimme darf auch den Refrain singen, was diesem allerdings etwas Glanz nimmt. Hier hätte Anas Organ oder ein Chorus der beiden Vocals besser gepasst.
Die Rhytmustruppe - unterstützt von Synthieuntermalung - leitet "Shallow Grave" ein, dann beginnt ein Aufbau mit Gitarre und Keyboard, der sehr gut auf den gesanglichen Höhepunkt zusteuert. Der Refrain ist mehrstimmig und kann überzeugen. Ein Song, bei dem alles stimmt.
Zur Eröffnung von "I Remember a Day" darf sich die Leadgitarre austoben, bevor ein rhythmischer Mid-Tempo-Aufbau beginnt. Auch hier wird zielgenau auf einen Hammer-Refrain hingearbeitet. Dieses Stück steht seinem Vorgänger in nichts nach und wird mit einer sehr emotionalen Gesangspassage ausgefadet.
Zum Abschluss erwartet uns mit "Into Silence" noch eine Akustik-Ballade. Nur mit Piano-Begleitung kann Ana ihre Stimme noch mal voll ausspielen und zeigt eigentlich, dass eher die ruhige Schiene ihr klassisch ausgebildetes Organ uneingeschränkt zur Geltung bringt. Sie packt nochmal alle Oktaven aus und erinnert mich stückweise an Kate Bush. Gesanglich gesehen ist dies sicherlich der Album-Höhepunkt.
Fazit: Bei Magica scheiden sich die Geister wahrscheinlich hauptsächlich am Gesang. Auch ich hatte teilweise meine Schwierigkeiten damit, weil ich nunmal kein Freund von sehr hohen Tönen bin. Insbesondere dann nicht, wenn sie - um gegen die Instrumente anstinken zu können - manchmal fast in Kreischen ausarten. Dies war aber nicht durchgehend so; zu einigen Stücken passte der Gesang wiederum perfekt oder war dann einfach in einer angenehmeren Stimmlage. Manche werden die Stimme vielleicht gerade wegen ihres Opern-Touches lieben, doch an eine Tarja Turunen reicht Ana Mladinovici zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch nicht heran.
An den Kompositionen und an den Leistungen der anderen Musiker gibt es nichts zu meckern. HEREAFTER ist abwechslungsreich und gut produziert. Ich denke, Magica dürften damit auch über die bisherigen Grenzen hinweg bekannter werden.
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Tipp:
| | Für Fans, die eine Mischung der oben angegebenen Spielarten mögen und hohen weiblichen Gesang bevorzugen. |
Titel-Liste:
| | - All Waters have the Colour of Drowning
- Turn to Stone
- Through Wine
- No Matter what
- Entangled
- This is who I am
- Weight of the World
- Energy for the Gods
- Shallow Grave
- I Remember a Day
- Into Silence
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.magicaband.com  |
Empfehlen:
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