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Review: Yngwie Malmsteen |
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Album:
| | RELENTLESS, 2010, Rising Force |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 23.02.2011 |
Review:
| | Yngwie Malmsteen lässt es an Veröffentlichungen ja ganz schön krachen. Erst Ende 2008 erschien das letzte offizielle Release PERPETUAL FLAME, dann 2009 diese Acoustic-Scheibe ANGELS OF LOVE und jetzt winkt der Gitarren-Maestro bereits mit dem 15. Studioalbum RELENTLESS.
Wenn man in den Metal-Archives schaut, hat Malmsteen wahrscheinlich den weltweit größten Eintrag unter "Former/Past Members", aber zumindest der großartige Sänger Tim "Ripper" Owens gehört auch bei RELENTLESS noch zum Line-Up.
Das Artwork von RELENTLESS zeigt Meister Yngwie in typischer Pose, und wie so oft bei seinen Alben (keine Ahnung, ob es überhaupt Ausnahmen gibt) sind er und seine Gitarre die Protagonisten des Bildes. Auf RELENTLESS ist dieses Bild aber auch mal wieder bezeichnend für den Inhalt. In schönem Wechsel gibt es reine Instrumentals und Stücke mit Gesang. Das heißt aber nicht, dass sich Malmsteen bei den Tracks mit Gesang zurückhalten würde. Sein Gitarrenspiel und sein unermessliches Ego stehen auf diesem Album dominierend im Vordergrund.
Ich will nicht sagen, dass die Songs schlecht wären. Sie haben teilweise interessante Hooks und ordentliche Melodien. Trotzdem verkommt der Gesang irgendwie zu einem Nebenprodukt, und das ist bei jemandem wie mir, der sehr viel mehr Wert auf starken Gesang legt als auf übertriebenes Griffbrettgewichse, schon eine Herausforderung. Mir tut der gute Tim Owens ein bisschen Leid. Seine sonst so toller Gesang kommt nicht genügend zur Geltung. Mir scheint auch, dass die Gitarre zu bestimmend in den Vordergrund gemischt wird.
Wer dem Können eines unvergleichlichen Gitarrenkünstlers lauschen will, ist bei RELENTLESS natürlich an genau der richtigen Adresse. Mit seinen Fingerfertigkeiten in Stücken wie "Shot Across The Bow", "Relentless", "Into Valhalla" und "Arpeggios from Hell" schafft es Yngwie sicherlich den geneigten Hörer mit offenstehendem Mund vor der Anlage zurückzulassen. An seiner technischen Leistung gibt es zweifelsohne nicht das geringste zu bemängeln. Ich frage mich nur, ob es wirklich so viele Leute gibt, die sich solch ein Album nur wegen des beeindruckenden Gitarrenspiels kaufen möchten.
Von den Stücken mit Gesang möchte ich trotzdem "Enemy within" und "Tide of Desire" empfehlen, da sie einfach gelungene Songs sind. Das trifft aber nicht auf alle Vocal-Tracks des Albums zu. "Look at you now" zum Beispiel, bei dem Yngwie - wie bei den letzten Releases immer mal - sogar selbst das Mikro in die Hand nimmt, ist schon recht langweilig. Das liegt aber nicht an seiner Stimme, die sogar recht gut zum Sound passt, sondern an der wenig spannenden Hookline. Auch "Caged Animal" kommt mir ein wenig so vor, als hätte ich es mehrfach auf anderen Malmsteen-Alben gehört. Außerdem ist es das Musterbeispiel eines Stückes, bei dem der Gesang durch das extrovertierte Gitarrenspiel zu einem Beiwerk verkommt.
Fazit: Nun, für Gitarrenfanatiker ist RELENTLESS zweifellos ein gutes Album. Alle anderen werden in ihm ein eher durchschnittliches Yngwie-Malmsteen-Machwerk sehen. So geht es mir in erster Linie auch. Bei mir gehört zu guter Musik mehr, als ein zur Schau stellen von virtuosem Können am Sechssaiter. Natürlich lebt Malmsteens Musik zum großen Teil von seinem Gitarrenspiel, aber alles hat auch irgendwie seine Grenzen - selbst diese Egomanie!
Ich denke, damit ist alles zu RELENTLESS gesagt, und die für einen Kauf in Frage kommende Zielgruppe weiß ebenfalls Bescheid. Von mir gibt es allerdings nur eine knapp überdurchschnittliche Wertung. |
Tipp:
| | Selbst wem das ein oder andere früherere Malmsteen-Album gefällt, sollte in RELENTLESS erst mal reinhören, damit es keine bösen Überraschungen gibt. |
Titel-Liste:
| | - Overture
- Critical Mass
- Shot across the Bow
- Loot at you now
- Relentless
- Enemy within
- Knight of the Vasa Order
- Caged Animal
- Into Valhalla
- Tide of Desire
- Adagio B Flat Minor Variation
- Axe to Grind
- Blinded
- Cross to Bear
- Arpeggios from Hell
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
 | xxxxxx |  |
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