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Review: Mandrake
 
INNOCENCE WEAKNESS

Album:
 INNOCENCE WEAKNESS, 2010, GreyFall

Stil:
 Gothic Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 06.05.2010

Review:
 INNOCENCE WEAKNESS ist bereits das fünfte Studioalbum der norddeutschen Formation Mandrake. Anfangs noch mehr im langsamen Death Metal beheimatet, änderte sich der Sound mit der Zeit zunehmend in Richtung Gothic Metal. Anteil daran hat zweifelsohne auch die Sängerin Birgit Lau, durch deren Engagement die Musik noch wesentlich tiefgründiger und vielschichtiger wurde. Dennoch lässt es sich Gitarrist Lutz de Putter nicht nehmen, als Kontrast harsche Vocals einzufügen. Darüber hinaus gehören noch Bassist Garvin Bösch, Drummer Jörg Uken und Keyboarder Julius Martinek zum Line-Up.

Die Musik auf INNOCENCE WEAKNESS ist oft nachdenklich und hat auch einen melancholischen Touch. Obgleich die Eingängigkeit anderer Gothic-Bands zum Großteil fehlt, vermisst man es nicht so sehr. Die Melodien gehen in die Tiefe und wissen selbst in ihrer manchmal schwermütigen Note zu faszinieren.
Eine opulente Untermalung gehört zu vielen Kompositionen dazu und vereinigt sich sehr gelungen mit der Energie der Gitarre. Man darf jedoch zu Recht behaupten, dass die Musik durch Birgits Gesang erst so richtig "lebt". Sie kann unheimlich viel Feeling in den Gesang legen, kann sich hervorragend in eine Melodie hineinversetzen und ihr den richtigen Schliff verpassen. Hilfreich ist dabei eine gewisse Variabilität des Organs. Sie hebt sich gut von dem Sopran-Einerlei ab, das man in dem Genre gerne erlebt.
Das Tempo der Songs ist meist ziemlich verhalten. Fast in doomiger Weise geht es mitunter zugange, und dennoch fehlt es nicht an Energie. Die Rhythmustruppe kann sich wenig in Szene setzen, nur selten wird der Sound mal etwas aufgerüttelt. Im Mittelpunkt sollen die Melodielinien und der Gesang stehen, und so ist es auch. Und das ist auch die Basis, auf der Mandrake aufbauen können. Denn hinter den Melodien - auch wenn sie mehr besinnlich und melancholisch erscheinen - steckt jede Menge Ausarbeitung und kompositorische Finesse.
Es erscheint mir hier fast unmöglich, Songs hervorzuheben. INNOCENCE WEAKNESS wirkt wie aus einem sehr beständigen Guss. Da findet man keine Melodie, die nicht passt, keinen Part, der nicht stimmig erscheint. Die Songs bauen in der Entwicklung der Atmosphäre aufeinander auf und spielen sich gegenseitig die Melodien zu. Das ist für mich auch die Faszination dieses Albums.
Müsste ich jetzt unbedingt Anspieltipps nennen, so wähle ich "Save us from ourselves", "Among the Demons" und "Silhouette". Doch im Endeffekt ist es nicht sehr sinnig, Teile aus diesem Gesamten herauszureißen. Denn ohne die umgebenden Songs, Melodien und Arrangements, würde auch den Anspieltipps einfach was fehlen.

Fazit: INNOCENCE WEAKNESS ist ein schönes Gothic-Metal-Werk, das seine Energie aus der Tiefgründigkeit der Konstrukte, aus den tollen Melodien und dem beeindruckenden Gesangspart von Birgit Lau zieht. Zwar schleichen sich über die gesamte Albumdauer dann doch ein paar Längen ein, Freunde nachdenklicher Melodien und melancholischer Vielschichtigkeit werden aber auch viele Highlights entdecken.

Titel-Liste:
 
  1. Prelude
  2. A Secret to reveal
  3. Save us from ourselves
  4. A Serenade to the Sea
  5. Among the Demons
  6. Innocence
  7. Autumn Infinity
  8. Coma
  9. Indignation
  10. Existence
  11. Silhouette
  12. Weakness

Laufzeit:
 50:16 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mandrake.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Mandrake: INNOCENCE WEAKNESS

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