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Review: Manowar
 
THE LORD OF STEEL

Album:
 THE LORD OF STEEL, 2012, Magic Circle

Stil:
 True Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 A.L., 21.06.2012

Review:
 Eines vorweg: Diese CD steht nicht im Laden. Nur als Download oder als Beilage zur britischen Ausgabe des "Metal Hammer" ist die neue Manowar-Scheibe im Augenblick zu bekommen. Als Silberling soll der neueste Output der True Metaller erst im September in unseren Breiten erhältlich sein. So lange wollte ich nicht warten, also rein in den Online-Store meines Vertrauens und her mit dem Teil.

Der Titeltrack "The Lord of Steel" beginnt mit einem ziemlichen Megariff, aber als dann Bass und Schlagzeug einsetzen bläst es mich fast vom Stuhl. Im Netz haben sich schon Hörer darüber beschwert, dass die Produktion übersteuert wäre; als Bassist merke ich jedoch gleich, dass Herr DeMaio hier mit einem unglaublich geilen Fuzz/Verzerrer-Effekt arbeitet, der einen Wahnsinnsdruck erzeugt. Eric Adams ist in Höchstform, auch wenn er (dem Alter ist's geschuldet) etwas tiefer singt als gewöhnlich. Wenn der Rest des Albums mit dem Opener mithalten kann dann wird's aber lustig heute...
"Manowarriors" entpuppt sich als echte Mitgröhlhymne, bevor mit "Born in a Grave" ein wenig Tempo herausgenommen wird. Auch hier haut mich der Bass fast aus den Schuhen. Was für eine irre Produktion, ich kann mich wirklich kaum beruhigen. Und immer ist genügend Platz für Adams' Stimme und die effektive Gitarrenarbeit von Karl Logan. Einfach stark!
"Righteous Glory"ist die übliche Powerballade, eine von der Art, wie sie auf fast jedem Manowar-Album vertreten ist und wie die meisten Bands sie gerne einmal im Leben komponieren würden. Gänsehaut garantiert.
Das anschließende"Touch the Sky"ist für mich der schwächste Song des Albums, aber "schwach" ist in diesem Zusammenhang relativ.
Mit "Black List"folgt die Übernummer schlechthin. Tonnenschwere Riffs, der brutal verzerrte Bass und ein dosiert, aber enorm effektiv eingesetztes Drumming machen die doomige Granate zum bisherigen Highlight.
Doch dem steht das nachfolgende "Expendable"kaum nach.
Bei "El Gringo", dem vorab veröffentlichten Titelsong des gleichnamigen Westerns, der demnächst in des U.S.A. anlaufen wird, geben die Jungs wieder etwas mehr Gas und drücken das Pedal auch bei "Annihilation"weiter durch. Mensch, dieser Bass... Zum Grande Finale "Hail, kill and die", eine epische Schlachthymne in allerfeinster Manowar-Tradition. OK, die Texte muss man bei Manowar eigentlich immer überhören, aber was für ein Song!

Fazit: THE LORD OF STEEL ist mit Abstand die beste Manowar-Veröffentlichung seit KINGS OF METAL und sicher eines der stärksten Alben der Amis überhaupt. Wenn das Album auch als CD und nicht nur als Download erhältlich wäre, hätte es auch die volle Punktzahl gegeben. So leider nur 6 Punkte, die aber von ganzem Herzen. So muss Heavy Metal klingen.

Anspieltipps:
 Alles, ohne wenn und aber.

Tipp:
 Sofort kaufen!

Titel-Liste:
 
  1. The Lord of Steel
  2. Manowarriors
  3. Born in a Grave
  4. Righteous Glory
  5. Touch the Sky
  6. Black List
  7. Expendable
  8. El Gringo
  9. Annihilation
  10. Hail kill and die

Laufzeit:
 47:44 Min.

Probehören und Kaufen:
Manowar: THE LORD OF STEEL

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