 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Marshall Law |
 |
| |
Album:
| | RAZORHEAD, 2008, DR2 Records |
Stil:
Wertung:
| |  4 von 7 Punkten | | S.M., 16.10.2008 |
Review:
| | In letzter Zeit taucht manche Band wieder aus der Versenkung auf, von der ich gar nicht gedacht hätte, dass sie noch existieren. Nach dem neuen Output von Harmony gibt es jetzt tatsächlich auch wieder ein Lebenszeichen von Marshall Law. Die britische Band wurde bereits 1987 von Andy Pyke gegründet, der auch zuvor auch bei den deutschen Viva gesungen hatte. Nach einigen Releases - das letzte reguläre Studioalbum ist von 1999 - wurde es sehr ruhig um die Briten. Doch nun melden sie sich mit ihrem Werk RAZORHEAD zurück.
Neben Pyke gehören anno 2008 die Gitarristen Dave Martin und Dave Rothan, Bassist Tom Dwyer und Drummer Steve Hauxwell zum Line-Up.
Marshall Law sind an einer Schnittstelle zwischen traditionellem Heavy Metal und Power Metal einzuordnen. Dennoch startet RAZORHEAD erstmal mit dem gelungenen symphonischen Intro "The Summoning", doch mit dem Titeltrack wird dann jede orchestrale Atmosphäre weggefegt und einer fast thrashigen Dynamik freien Lauf gelassen. Ich fühle mich ein wenig an härtere Judas-Stücke oder Kompositionen von Halfords Fight erinnert. Auch beim Refrain kann ich mich der Judas-Priest-Parallelen nicht erwehren. Der Gesang ist natürlich nicht so hoch wie Halfords, aber auch nicht so ausdrucksstark. Richtig punkten kann das Solo.
Die kraftvolle Schiene wird durchweg weitergefahren. Ein druckvoller Aufbau mit wuchtigem Beat und knackigen Riffs wird durch die relativ simplen aber eingängigen Refrains etwas abgebremst. Dass die gesanglichen Höhepunkte nicht so glänzen, wie sie es theoretisch könnten, liegt am ziemlich schwachen Gesang von Andy Pyke. Mir fehlt es da nicht nur an der Ausdruckskraft sondern auch an Stimmpower und -volumen. Er versucht teilweise auch etwas krampfhaft Rob Halford nachzueifern, was ihm nicht mal ansatzweise gelingt. Eigentlich werden durch diese Gesangsschwächen richtig starke Instrumentalleistungen zunichte gemacht. Beste Beispiele sind die Songs "Premonition" und "Headtrap", deren instrumentelles Potential durch den schwachbrüstigen Gesang runtergezogen wird.
Das Songwriting ist allgemein wenig innovativ. Man bedient sich bei typisch britischen Vorbildern, in erster Linie bei den erwähnten Judas Priest und Fight. Nur mit dem Unterschied, dass dort ein Gesangsmeister und bessere Songwriter am Werke sind/waren.
Die Marschrichtung wird das gesamte Album durchgezogen. Traditioneller Heavy Metal mit viel Power und sogar hin und wieder thrashigen Elementen, aber nichts, was man nicht in besserer Form schonmal gehört hätte. Mit stolzen 15 Songs und über 70 Minuten Spielzeit bietet man dem Hörer zwar viel Material aber ziemlich wenig Abwechslung und Klasse.
Ausnahmen bilden das emotionalere "Nothing lasts forever" und das ultra-harte "Blood and Pain".
Einige Lichtblicke gibt es auch in Form mancher Lead-Gitarren-Arrangements, Riffs und Soli. Besonders, wenn diese virtuose und neoklassische Einsprenksel mit sich bringen. Aber insgesamt ist das einfach zu wenig.
Fazit: Starke Instrumentierung trifft auf schwache Vocals und etliche 08/15-Kompositionen. Heraus kommt nur ein Produkt des Mittelfeldes. Das tut mir für die guten Instrumentalisten etwas Leid, aber ihren Anteil am mäßigen Songwriting werden sie wohl auch haben.
Das große Plus des Werkes ist wohl die Produktion, die kaum fetter und druckvoller ausfallen kann. Selten habe ich eine derart gute Abmischung und Herausstellung einzelner Instrumente erlebt. Aber das nützt wenig, wenn es an der musikalischen Qualität mangelt.
Angesichts viel stärkerer Releases in den Genres Heavy Metal und Power Metal, braucht man RAZORHEAD wohl nicht unbedingt. Wer an eine Anschaffung denkt, sollte sich vorher intensive Hörproben zu Gemüte führen. |
Titel-Liste:
| | - The Summoning
- Razorhead
- Premonition
- Headtrap
- Gods of Deception
- Night Terror
- The Chamber
- Divides us
- Nothing lasts forever
- Devil's Anvil
- Blood and Pain
- Another Bullet
- Bloodlines
- Hell on Earth
- Necromancer
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.marshalllaw.co.uk  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|